Die folgende Geschichte hat mir Kai gemailt (vielen Dank!). Sie stammt aus der Feder von Roland Breitenbach, einem deutschen Priester und Schriftsteller:

Zwei Mönche beobachteten in einem entlegenen Tal Indiens mit Staunen, wie sich die Dorfbewohner gegen räuberische Affen wehrten, die ihre Bananenfelder verwüsteten.

Sie füllten Lederbeutel mit einer Süßspeise, deren Öffnung genau so groß war, dass eine ausgestreckte Affenhand durchlangen konnte.

Die geschlossene Faust mit der Süßspeise ließ sich aber nicht mehr zurückziehen.

Die Affen konnten gefangen werden, weil sie nicht bereit waren, auf die Speise zu verzichten.

Da sagte der eine Mönch zum anderen: „Nur wer loslassen kann, ist wirklich frei.“

Gibt es etwas, das Dich gefangen hält, weil Du Dich daran krallst?

Alten Zorn?

Eine längst vergangene Beziehung?

Ziele, die Du mit zusammengebissenen Zähnen verfolgst … obwohl sie Dir eigentlich gar nicht mehr so wichtig sind?

 

Photo: jeffreyw