Die PERFEKTE Frau – eine kurze Geschichte | myMONK.de
|11. März 2013 11:00

Die PERFEKTE Frau – eine kurze Geschichte

Ein Schüler fragte Nasrudin eines Tages, warum er nie geheiratet habe.

„Ach“, antwortete Nasrudin, „ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe. So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett, schön und intelligent waren. Aber keine davon war perfekt.“

Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Eines Tages sah ich sie. Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war. Und als ich sie dann kennen lernte, stellte sich heraus, dass sie tatsächlich in jeder Hinsicht ein makelloses Juwel war.“

„Und, warum hast du sie dann nicht geheiratet?“ fragte der Schüler.

Nasrudin seufzte tief: „Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte.“

 

Gefunden bei: Jürgen Götz

 

Photo: Cedward Price

15 Kommentare

  • ach, ich find die Geschichte blöd und weiß gar nicht, was sie mir eigentlich sagen soll. natürlich warte auch ich auf “den perfekten Mann” und ich warte auch auf “die perfekte Üt”, aber natürlich in einem rein subjektiven Sinn. Diese Geschichte ist so furchtbar schlau und belehrend und soll das jetzt heißen, dass ich diesen Typ, der sich für mich interessiert, den ich aber einfach nicht mag, doch nehmen soll? Und wenn dieser Typ so blöd ist, dass er es nicht geschafft hat, in all der Zeit des Wartens aus sich selbst einen perfekten Typen zu machen, dann hat er diese Frau ja wohl auch echt nicht verdient. Blöder Typ echt, wie mich das jetzt vor dem Schlafengehen aufregt!

    • Möglicherweise ist es einfach das Aufzeigen – und nicht nur für die Partnersuche – dass man vielleicht nicht immer auf die 100% Übereinstimmung, das 100% Passende warten sollte.
      Wenn ich immer auf das Perfekte warte werde ich möglicherweise etwas zu kurz kommen, vielleicht sollte man ab und an kleine Kompromisse schaffen.

      Oder es zeigt uns, dass wir einfach auch nicht 100% sind und auch das ist okay.

    • Bei so einer Geschichte gibt es aus meiner Sicht kein “Was will sie mir sagen?” – sondern ein “Wie verstehe ich sie?”.

      Ich kann nur sagen, was sie für mich bedeutet:

      Die Suche nach dem Perfekten ist eine Ego-Nummer. Das Ego macht blind für das, was sich eigentlich richtig anfühlt.

      Es geht also nicht darum, EINE(N) zu nehmen, die man nicht attraktiv findet, sondern eine, die/der einen als ganzer Mensch anzieht … selbst wenn einem bewusst ist, dass da draußen noch irgendwer die schöneren Grübchen hat.

      • also das mit dem ding “was will sie mir sagen” vs “wie verstehe ich sie” finde ich jetzt ziemlich cool, da verbeuge ich mich vor Ihnen, werter Herr. das mit dem “was sich richtig anfühlt” find ich auch cool. das mit dem Ego is so ne Sache und das andere: klar, ist da draußen noch irgendwer “perfekter”, aber das lässt sich objektiv doch eh nicht beantworten? Also, dann verstehe ich diese blöde Geschichte jetzt so, dass das eigentlich Perfekte im Gefühl liegt. Das hat dieser Typ aus der Geschichte wohl nicht gerafft, der Arme. Hätte er sich halt einfach mal in die Hängematte gelegt. Vielleicht hätte Eine ihn unperfekt gestreichelt und zack: er hätte sich verliebt.

  • und jetzt hab ich voll oft “Typ” geschrieben, wie typisch muhahah

  • Die Geschichte zeigt doch ganz deutlich, dass die meisten ihr Glück im Außen suchen, wo sie es niemals finden werden! Und hält natürlich den Spiegel vor – der/die Auserwählte soll perfekt sein, obwohl ich selber sowas von umperfekt bin?

  • … für mich kommt bei der Geschichte vorallem auch der Aspekt zum Tragen, dass wir die Messlatte unserer Erwartungen nie höher legen sollten als was wir selber zu leisten vermögen … wie könnte ich mir anmaßen ein perfektes Gegenüber zu suchen wenn ich selber soooo weit davon entfernt bin ??
    oder auch ganz banal: darf ich von anderen erwarten was ich selber nicht bringe ?? wie überheblich man dabei schnell mal unbewußt wird …

  • “Wir alle suchen nach diesem besonderen Menschen, der für uns bestimmt ist. Aber wenn du erst mal genügend Beziehungen hinter dir hast, dämmert dir langsam, dass es den/die richtige nicht gibt, nur verschiedene Geschmacksrichtungen von falsch.
    Warum ist das so? Weil du selbst auf die eine oder andere Art fehlerhaft bist und nach jemandem suchst, der auf eine Weise fehlerhaft ist, die dich ergänzt. Aber du musst schon eine Menge mitgemacht haben, bis sich dein Falsch-Sein vollständig entfalten kann. Erst wenn du auf deine innersten Dämonen gestoßen bist, auf deine unlösbare Probleme…..die, welche dich erst zu dem machen, der du wirklich bist……, dann bist du bereit, einen Partner für den Rest deines Lebens zu finden. Dann erst weißt du endlich, wonach du suchst.
    Du suchst nämlich nach dem falschen Menschen. Aber nicht einfach nach irgendeinem falschen, sondern nach dem richtigen Falschen, nach jemandem, den du verliebt anblickst und dabei denkst: ” Genau dieses Problem möchte ich haben”.

    Ich werde diesen besonderen Menschen finden, der auf die genau richtige Art der Falsche für mich ist.”

    (Hab ich mal irgendwo gefunden, ich fands klasse.)

  • Nicht umsonst leben Shaolin Mönche ohne Frauen und Beziehungen. Sie wissen warum :)

  • Es ist schon verrückt…selbst jetzt, wo Nasrudhin nach langer Suche das (die) Perfekte gefunden hat,passt es trotzdem nicht. Es gehören eben immer zwei Seiten dazu um etwas perfekt zu machen.

  • Das ist gut: Ich suche jetzt auch den richtigen Falschen. Danke Chris!

  • Ich denke, es gibt sicherlich einige Menschen, die wirklich den perfekten Partner suchen, aber für mich sind Mr. oder Mrs. Perfekt nur ein Synonym für den EINEN MENSCHEN, der einfach passt und bei dem es sich einfach RICHTIG anfühlt.

    Warum werden denn so viel Ehen geschieden und halten so viele Beziehungen denn oft nur einige Jahre?! Weil dien unglaublich viele Menschen verlernt haben, den vielen kleinen Warnungen ihres Instinktes zu vertrauen, die ihnen deutlich machen wollten, dass es eben nicht passt… Und dann werden aus vielerlei anderen Gründen (Angst vor dem Alleinsein, Finanzen, Gewohnheit, Druck von einer Seite oder dem Elternhaus usw.) Ehen geschlossen, die von Anfang an zum scheitern verurteilt sind.

    Dagegen werden dann konsequente Menschen, zu denen ich mich auch zähle, als zu anspruchsvoll beäugt und als jemand angesehen, mit dem irgend etwas nicht stimmen kann. Ich bin nun 46 und habe die meiste Zeit meines Lebens ganz bewußt als Single verbracht. Das war nicht immer leicht, aber es hat sich gelohnt, da vor über einem Jahr nun endlich “Mr. Right” in mein Leben getreten ist und ich mich nicht erst aus einer Beziehung befreien bzw. scheiden lassen musste. Außerdem habe ich erkannt, dass ich vorher gar nicht reif für diese Beziehung gewesen wäre. So passt nun endlich alles und es hat sich von Anfang an – trotz einiger Schwierigkeiten, die zu meistern waren – absolut richtig angefühlt. Ein Gefühl, das ich bei meinen Männern vorher nie hatte.

    Fazit: Mr oder Mrs Perfekt gibt es zwar nicht, aber einen Partner, der perfekt passt! Und auf den oder die sollte man warten und seinem Instinkt vertrauen. Alles andere ist lediglich ein Konstrukt, das irgendwann zerbricht oder – wenn man daran festhält – krank macht.

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