|11. März 2013 11:00

Die PERFEKTE Frau – eine kurze Geschichte

Ein Schüler fragte Nasrudin eines Tages, warum er nie geheiratet habe.

„Ach“, antwortete Nasrudin, „ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe. So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett, schön und intelligent waren. Aber keine davon war perfekt.“

Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Eines Tages sah ich sie. Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war. Und als ich sie dann kennen lernte, stellte sich heraus, dass sie tatsächlich in jeder Hinsicht ein makelloses Juwel war.“

„Und, warum hast du sie dann nicht geheiratet?“ fragte der Schüler.

Nasrudin seufzte tief: „Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte.“

 

Gefunden bei: Jürgen Götz

 

Photo: Cedward Price

8 Kommentare

  • ach, ich find die Geschichte blöd und weiß gar nicht, was sie mir eigentlich sagen soll. natürlich warte auch ich auf “den perfekten Mann” und ich warte auch auf “die perfekte Üt”, aber natürlich in einem rein subjektiven Sinn. Diese Geschichte ist so furchtbar schlau und belehrend und soll das jetzt heißen, dass ich diesen Typ, der sich für mich interessiert, den ich aber einfach nicht mag, doch nehmen soll? Und wenn dieser Typ so blöd ist, dass er es nicht geschafft hat, in all der Zeit des Wartens aus sich selbst einen perfekten Typen zu machen, dann hat er diese Frau ja wohl auch echt nicht verdient. Blöder Typ echt, wie mich das jetzt vor dem Schlafengehen aufregt!

    • Möglicherweise ist es einfach das Aufzeigen – und nicht nur für die Partnersuche – dass man vielleicht nicht immer auf die 100% Übereinstimmung, das 100% Passende warten sollte.
      Wenn ich immer auf das Perfekte warte werde ich möglicherweise etwas zu kurz kommen, vielleicht sollte man ab und an kleine Kompromisse schaffen.

      Oder es zeigt uns, dass wir einfach auch nicht 100% sind und auch das ist okay.

    • Bei so einer Geschichte gibt es aus meiner Sicht kein “Was will sie mir sagen?” – sondern ein “Wie verstehe ich sie?”.

      Ich kann nur sagen, was sie für mich bedeutet:

      Die Suche nach dem Perfekten ist eine Ego-Nummer. Das Ego macht blind für das, was sich eigentlich richtig anfühlt.

      Es geht also nicht darum, EINE(N) zu nehmen, die man nicht attraktiv findet, sondern eine, die/der einen als ganzer Mensch anzieht … selbst wenn einem bewusst ist, dass da draußen noch irgendwer die schöneren Grübchen hat.

      • also das mit dem ding “was will sie mir sagen” vs “wie verstehe ich sie” finde ich jetzt ziemlich cool, da verbeuge ich mich vor Ihnen, werter Herr. das mit dem “was sich richtig anfühlt” find ich auch cool. das mit dem Ego is so ne Sache und das andere: klar, ist da draußen noch irgendwer “perfekter”, aber das lässt sich objektiv doch eh nicht beantworten? Also, dann verstehe ich diese blöde Geschichte jetzt so, dass das eigentlich Perfekte im Gefühl liegt. Das hat dieser Typ aus der Geschichte wohl nicht gerafft, der Arme. Hätte er sich halt einfach mal in die Hängematte gelegt. Vielleicht hätte Eine ihn unperfekt gestreichelt und zack: er hätte sich verliebt.

  • und jetzt hab ich voll oft “Typ” geschrieben, wie typisch muhahah

  • Die Geschichte zeigt doch ganz deutlich, dass die meisten ihr Glück im Außen suchen, wo sie es niemals finden werden! Und hält natürlich den Spiegel vor – der/die Auserwählte soll perfekt sein, obwohl ich selber sowas von umperfekt bin?

  • … für mich kommt bei der Geschichte vorallem auch der Aspekt zum Tragen, dass wir die Messlatte unserer Erwartungen nie höher legen sollten als was wir selber zu leisten vermögen … wie könnte ich mir anmaßen ein perfektes Gegenüber zu suchen wenn ich selber soooo weit davon entfernt bin ??
    oder auch ganz banal: darf ich von anderen erwarten was ich selber nicht bringe ?? wie überheblich man dabei schnell mal unbewußt wird …

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