|25. Oktober 2012 15:59

Minimalismus im Kopf – Die Freiheit, nicht alles wissen zu müssen

Minimalisten versuchen oft zuallererst, alten Krempel loszuwerden, im zweiten Schritt auch, neuen gar nicht erst anzuschaffen.

Aber was ist mit dem nichtmateriellen Kram, dem unnützen Wissen?

Alles Wissen ist heute eine Google-Anfrage von uns entfernt, wozu dann noch im Kopf speichern?

Ich bin ein großer Fan das Nichtwissens, schon seit vielen Jahren halte ich Allgemeinbildung für überschätzt. Das heißt nicht, dass ich gern ein Fachidiot sein will. Aber ich möchte nur Dinge wissen, die mir helfen oder mich interessieren. Die Reihenfolge der US-Präsidenten gehört für mich genauso wenig dazu wie die Namen und Filme von Schauspielern und Regisseuren (für mich sind einfach alle älteren Schauspiel-Damen Iris Berben) oder das Wissen um die genaue Funktionsweise von Autos oder Kühlschränken.

Beim Smalltalk oder beim Schauen von “Wer wird Millionär?” weiß ich dann eben manchmal etwas nicht, was soll’s.

Dafür finde ich es unheimlich entspannend, mir nichts merken zu müssen, das mir weder hilft, noch für mich interessant ist.

 

 

Photo: Tony Fischer



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