|17. Dezember 2012 13:54

6(66) beißende Warnsignale, dass Deine Freunde emotionale Vampire sind

Wenn Du Dich nach dem Treffen mit einem Menschen blutleer und kraftlos fühlst, so, als hätte er alle Energie aus Dir herausgesaugt, dann bist Du vermutlich Opfer eines emotionalen Vampirs geworden. Sie sind unter uns, getarnt als Freunde, Familienmitglieder, Kollegen, sie können lächeln, während sie jagen. Sie wollen Dein Blut. Und sie werden es bekommen – wenn Du sie nicht erkennst und um Dein Leben rennst. 

Emotionale Vampire unterscheiden sich kaum von den Vampiren, die wir aus Filmen kennen. Doch ihre Zähne sind ihre Worte und Verhaltensweisen, ihre Absicht ist es, Deine Psyche auszusaugen. Dein Körper mag zunächst unverletzt bleiben, doch Dein Geist und Deine Seele werden Wunden davontragen. Sind die Wunden nur groß genug, hast Du nur genug Lebensenergie verloren, wirst Du selbst zu einem dieser Untoten, und damit auch zur Gefahr für die, die Du liebst.

Woran Du einen emotionalen Vampir erkennen kannst? Es gibt sechs Warnsignale. Mach Dich darauf gefasst, dass es Vampire in Deinem nächsten Umfeld gibt. Es ist bitter, so etwas zu erkennen. Aber es ist noch bitterer, Deine Jahre komplett ausgesaugt und kraftlos verbringen zu müssen. Bis(s) zum Lebensende, wie es bei der bekannten Reihe sooo romantischer Teenie-Bücher und -Romane heißt, die mich immer so zum Weinen bringen.

(Nicht alle der folgenden Warnhinweise lassen sich bei allen emotionalen Vampiren feststellen.)

#1 Sie haben Selbstzweifel und Gefühle in sich getötet

Emotionale Vampire können auf den ersten Blick unantastbar scheinen, über den Dingen schwebend. Abgeklärt. Das liegt jedoch nicht an ihrer hohen persönlichen Reife, nein, ganz im Gegenteil. Anstatt sich wirklich mit sich selbst auseinander gesetzt zu haben, töteten sie alles in sich ab. Sie haben den Zugang zu ihrer eigenen Herzensenergie verloren und benötigen deswegen immer wieder frische von außen. Gefährlich werden die Vampire auch, weil sie mit Leichtigkeit Entscheidungen treffen können, die Andere ins Verderben stürzen, privat oder beruflich.

Sie sind außerdem oft eiskalt – „brrrrrrrrr“ -  wenn Du versuchst, ihnen wirklich nah zu kommen.

#2 Sie brauchen Drama und Ängste    

Emotionale können nach den Schattenseiten des Lebens süchtig sein. Wenn die Dinge eine Zeitlang gut zu laufen scheinen, werden sie unruhig, brechen grundlos in Tränen aus oder Streits vom Zaun. Dann wird der Tochter, die gerade voller Freude ihre ersten Reitstunden absolviert hat, prognostiziert, dass sie definitiv bald einen Reitunfall erleiden und für immer im Rollstuhl sitzen wird. Der Umzug in eine schönere Wohnung wird, so sagen sie voller Sicherheit, in der Obdachlosigkeit enden, schließlich schießen die Mieten ja dramatisch nach oben. Alles noch so Gute trägt etwas Bedrohliches, noch viel Schlimmeres in sich. Alles ist furchtbar. Und wenn’s noch nicht furchtbar ist, dann wird es noch furchtbar werden. Und wenn sie dafür selbst sorgen müssen.

#3 Sie reflektieren nicht

Emotionale Vampire haben das Reflektionsvermögen von Fünfjährigen. Sie erkennen sich im Spiegel (vor dem sie mitunter viel Zeit verbringen), aber außer ihrer Hülle erkennen sie nichts an sich selbst. Keine Gedankenmuster,  keine Wahrnehmungs- oder Verhaltensstörungen. Die Anderen und die Welt sind schuld, immer. Weil sie nicht reflektieren können, sind dieselben kleinen und großen Auslöser, die sie schon vor zwanzig Jahren aus der Bahn geworfen haben, heute noch genauso dazu fähig. Persönlichkeitsstagnation. Klar, wo nicht viel ist, kann auch nicht viel wachsen. Auf einer toten Wiese wächst kein Gras, zumindest nicht, wenn man sie nicht hegt und pflegt, gießt und liebt (<- das müssen sie selbst schaffen, Liebe von außen versickert meist viel zu schnell).

#4 Sie hängen an Menschen wie Junkies an der Nadel

Vampire sitzen nicht den ganzen Tag allein daheim. Sie müssen jagen. Und das macht sie für ihre Umwelt gefährlich. Auch emotionale Vampire brauchen andere Menschen, sonst fühlen sie sich so leer, wie sie sind. Daher findet man sie oft unter Menschen. Sie können sehr große Freundes- und Bekanntenkreise haben. Real und auf Facebook. Darüber sprechen sie auch gern. Wie beliebt sie doch sind. Haben sie kein großes soziales Netzwerk, dann müssen die Wenigen umso häufiger Blut lassen.

#5 Sie sind Selbstdarsteller par excellence und manipulieren, was das Zeug hält (und auch, was es nicht hält)

Zu den größten Talenten eines emotionalen Vampirs gehören die Selbstdarstellung und Manipulation.

Selbstdarstellung: Lernt man einen kennen, vermag er es häufig, einen zu blenden. Viele seiner Opfer bleiben von diesen ersten Eindrücken blind. So selbstbewusst scheint er, so ein Macher, so ein cooler Typ oder eine Göttin. Was unter seiner oder ihrer Oberfläche vorgeht (wenn dort etwas vorgeht), sieht man genau wie der Vampir selbst nicht. Außen Karriere und Fame, innen nichts als ein Loch.

Manipulation: Emotionale Vampire können Dich lächelnd traurig machen, Dich von ihnen abhängig fühlen lassen, obwohl sie es selbst von Dir sind, sie spielen auch die hässlichste Karte, um Dein Verhalten zu beeinflussen. Sie beschimpfen Dich, beschuldigen Dich, machen Dich klein und bringen Dich dazu, Dich dafür auch noch bei ihnen zu entschuldigen. Sie missbrauchen Dich und Du schenkst ihnen Blumen. Ihre leichenkalten Finger sind geübt, Dich wie eine Marionette tanzen zu lassen.

#6 Sie haben keine höhere Lebensaufgabe

Emotionale Vampire haben nur eine Mission: ihren Hunger nach fremder Lebensenergie zu stillen. Dazu kann auch gehören, die Schule oder das Studium mit einer glatten 1 abzuschließen, in der Firma aufzusteigen wie ein Heißluftballon oder irgendwelche Preise abzustauben. All das dient jedoch nur dazu, sich besser darstellen zu können, um mehr Opfer um sich herum zu scharen und um diese noch besser manipulieren zu können.

Ihr Antrieb ist kein Herzenswunsch, sondern Hunger, er entsteht aus Defiziten, nicht aus dem Willen, die Welt ein Stück besser zu machen. Vampire haben keine Lebensaufgabe, keine großen Träume, die aus Liebe und dem Glauben an das Gute entstehen.

Wie Du emotionalen Vampiren entkommen kannst

Du siehst: die Vampire haben es auf Dich abgesehen und auf alles Lebendige, Liebende und Lebenswerte in Dir.

Schritt 1 ist: sie erkennen.

Schritt 2: Dich in Sicherheit bringen.

Der beste Schutz ist, den Vampir zu vermeiden. Das geht natürlich nicht immer, manche Kollegen sind uns ein Stück weit ans Bein gebunden, Familienmitglieder ohnehin. Dann können die folgenden Dinge Dir dabei helfen, nicht angezapft und ausgesaugt zu werden:

  • Deinem Bauchgefühl vertrauen, wenn Du spürst, dass Dir jemand nicht gut tut
  • Abstand halten / gemeinsame Zeiten begrenzen / nicht auf Dramen und Ängste eingehen
  • Nein sagen lernen
  • Mehr Menschen kennen lernen, die keine emotionalen Vampire sind
  • Dir Zeit für Dich nehmen, in der Du nachdenken und einen klaren Kopf bekommen kannst
  • Für Dich selbst sorgen, für Deinen Körper und Geist
  • Die eigene Lebensaufgabe kennen (gibt Widerstandskraft und Orientierung)

Und was ist damit, den Vampir zu retten? Ich glaube, das ist möglich. Aber niemals durch Dich, er muss es selbst tun. Alle Versuche, ihn aus dem Schatten zu ziehen, werden scheitern, solange er nicht selbst Licht sehen will. Das einzige, was passiert, wenn Du es dennoch darauf ankommen lässt, ist: er wird Dich kriegen, mehr denn je.

Was machst Du, wenn Du es mit einem emotionalen Vampir zu tun hast?


 

Photo: Ángelo González



Das könnte Dich auch interessieren

  1. Deine Mails sind zu lang
  2. 11 Zeichen, dass es Zeit für eine Veränderung ist
  3. Warum Du Deine Lebensaufgabe kennen solltest
  4. „Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten“
  5. Wie ein berühmter Werbegrafiker und ein schüchterner Bäckergeselle im Kloster Freunde wurden

34 Kommentare

  • Toller Artikel im Hinblick auf die nahende Weihnachtszeit die viele von uns mit Familie und Freunden verbringen.

    • Hi Vicky, vielen Dank! Ja, Weihnachten, die Zeit der Geschenke und Zwangstreffen … aber hey, danach ist wieder Ruhe :) . Wünsch Dir eine schöne Zeit!

  • Hallo Tim, seit einiger Zeit verfolge ich mit großem Interesse deine Gedanken auf diesem Blog und möchte mich zu diesem Artikel äussern. Zunächst erstmal danke dafür daß ich darauf gestossen bin, denn plötzlich hatte ich eine hilfreiche Eingebung. Zum Thema Energievampire: Gegenfrage: Was ist die eigene emotionale Abhängkeit daß man solche Menschen in sein Leben zieht?

    Liebe Grüße Jana

  • Ich finde den Blog toll und er bringt so richtig schön Dinge aus dem Unbewusste ins Bewusste … einzig was mir besonders in diesem Artikel nicht so gut gefällt ist die starke Wertung über Menschen die emotional Abhängigkeiten brauchen. Es ist wichtig aufzuzeigen Was, Wer und Wie einem dadurch Schaden entstehen kann (durch fehlendes Bewusstsein der Thematik z.B.) dennoch finde ich es für meinen Geschmack etwas hart und dramatisch formuliert.

    Finde die Gegenfrage von Jana dazu sehr interessant! Ich persönlich würde sagen ein Mangel an Selbstwert (meist in einem bestimmten Lebensbereich wo man Bestätigung sucht oder eh schon negative Erfahrungen hat und in einer negativ Spriale von Abhängigkeit steckt) zumindest war dies mein Erfahrungsspekturm ;-) der Vampir ist somit eine Möglichkeit diesen Mangel in sich selbst aufzulösen. (Durch klare Abgrenzung mit einem NEIN zum Beispiel)

  • Hallo Tim, ich finde was du schreibst stimmt. Jeoch finde ich bist du sehr kritisch mit diesen Menschen denn diese Menschen können nix dafür dass sie so sind. Leider haben sie das in der Kindheit so gelernt dass anpassen gut ist, und leider wird diese Haltung in der Geselschaft mit Annerkennung belohnt. Ich finde man sollte sich auf sich konzentrieren dann zieht man solche Menschen erst gar nicht groß in sein Leben. Denn wenn ich mit einen emotionalen Vampir befreundet bin bedeutet das, dass ich darraus einen Nutzen haben will wie zb: Sicherheit. So unter dem Motto “Lieber Vampire als Freunde als gar keine..”. Ich finde man sollte an sich arbeiten, aber auch diesen Menschen mit Liebe und Verständniss begegnen weil jeder seine Macken hat. Denn auch diese Menschen tauen auf unter wirklich selbstbewussten, authentischen Menschen.

    • Hi und vielen Dank für Deine Zeilen. Wenn ich mich in die “Vampire” hineinversetze, werde ich auch traurig und mitfühlend. In diesem Artikel gehts mir jedoch in erster Linie um jene, die unter ihnen leiden und keine direkte Handhabe haben – außer sich selbst in welcher Form auch immer zu retten. Als positiv wahrgenommene Seiteneffekte gibt’s bestimmt auch in einer solchen Beziehung, das kann ich mir schon auch vorstellen. LG Tim

      • Da freue ich mich auf den Folgeartikel – woran man erkennt, dass man selbst ein Emotionaler Vampir ist, und ob man geheilt werden kann.
        :-P

        • Für den Artikel muss ich erstmal irgendwo frisch auftanken. ;)

          • Hallo ihr,
            ja die Vampire…. komm grad aus dem neuen Twilight Film :-) . Die Emotionalen kenne ich auch, aber ich hole sie ja auch in mein Leben und gebe ja gewillt. Nicht ohne Hintergedanken, sie werden mich dafür lieben, dafür dass ich ihnen so viel zuhöre, Ratschläge gebe, für sie da bin usw. usw. wie selbstlos ;-D. Nur leider geht das Spiel nicht auf. Das was ich mir von Ihnen wünsche ist ja nur der Spiegel wie es in mir aussieht. Warum fange ich nicht an es mir selber zu geben? Mich um mich zu kümmern, dann brauche ich Niemanden von außen mehr. Ich für mich räume gerade ziemlich auf in meinem Freundeskreis und besinne mich intensiv auf mich. Vllt ist der ein oder andere schon weiter auf seinem Weg, aber viele haben auch mal als Vampire gelebt, in diesem Sinne eine Gute Nacht!

          • Hi Marion, danke für Deine Zeilen. Schön zu hören, dass Du gerade im Außen ausmistet und Dich um Dich selbst mehr kümmerst. Ob irgendwer auf seinem Weg weiter ist, spielt keine Rolle, außerdem sind die Wege auch so unterschiedlich, dass man die zurückgelegte Distanz nie objektiv messen kann. Wichtig ist aus meiner Sicht, was heute ist. Und heute scheinst Du auf jeden Fall in die richtige Richtung zu laufen, wie es sich anhört. LG und viel Freude auf DEINEM Weg. Tim

  • Hallo Marion,
    dein Gedanke sich selbst zu lieben und anzunehmen ist schon der richtige Weg, aber deine Behauptung dann niemanden mehr von aussen zu brauchen finde ich nicht ganz richtig. Ich denke jeder Mensch ist irgendwo auf Feedback angewiesen ob er sich nun selbst liebt oder nicht, denn ich glaube es ist des Menschen Grundbedürfnis, jemanden zu finden der einen versteht, der so ähnlich denkt und liebt und genau diese Sehnsucht nach solchen Menschen nährt doch unsere Hoffnung nach einem Sinn

    • Hi Jana, da gebe ich Dir vollkommen recht, hatte Marion aber so verstanden, dass sie sich nun nach einer langen Zeit der Außenorientierung auch mehr auf sich selbst besinnen möchte – das schließt ja keine Beziehungen aus, kann aber die Grundlage für gesündere Beziehungen sein.

  • manchmal ist es nicht einfach, diesen Energievampieren zu entkommen, wenn man mit Gefühlen tief in der Beziehung drin steckt. Das kann zum Teifelskreis werden…

    • Ja, das stimmt. Ich weiß auch nicht, ob es immer die beste Wahl ist, ihnen so schnell wie möglich zu entkommen. Aber zumindest hilft es, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass es nicht nur an einem selbst liegen muss, wenn man sich nach dem Treffen mit einer bestimmten Person immer schlecht und ausgesaugt fühlt.

    • Das stimmt! Aber es ist zu schaffen. Wenn man an seine absolute Schmerzgrenze kommt, obwohl man schon vorher gespürt hat, es geht so nicht, das macht mich kaputt, und dennoch nicht loslassen kann eben wegen der Gefühle, ist es die Hölle. Aber irgendwann kommt der Punkt. Ganz sicher!

  • Guten Morgen! Danke für den klaren Artikel, der es auf den Punkt bringt! Es geht darum, bewusst zu erkennen, wer was von mir will und wie mit mir umgeht. Und doch will ich zum 2.Schritt eine Ergänzung einfügen: Natürlich kann jeder entscheiden sich in Sicherheit zu bringen vor solchen Menschen und es wird auch oft ein guter Weg sein, aber wie so oft bei emotionalen und spirituellen Wahrheit gilt: Es stimmt und es ist auch das Gegenteil wahr und es ist auch noch ganz anders (Widersprüchlich? Eben!:-) Deshalb ist es ja auch eine Wahrheit des Herzens und nicht des Verstands!)
    Also: Sich vor den emotionalen Vampiren in Sicherheit zu bringen, kann auch heissen: Fortlaufen vor der Frage: Warum habe ich Kontakt zu ihnen gesucht?” In Sicherheit bringen kann auch heissen: Sich seinen Ängsten nicht stellen, die Chance vorbeiziehen zu lassen, in mein eigenes Herz zu schauen, was sie anrühren in mir. “Wer meint sich schützen zu müssen, konserviert die Angst in sich,” schreibt Robert Betz. Und so möchte ich den Schritt 2 um Schritt 3 ergänzen:
    Die Angst vor den emotionalen Vampiren spüren, sie einatmen, sie ganz durch den Körper ziehen lassen und spüren: Angst ist nur die Tür zu Liebe! Ich brauche mich nicht zu schützen, weil es nichts gibt, was mich wirklich emotional verletzen kann! Das ist nur eine der unzähligen Wahnvorstellungen in meinem Kopf und eine Erinnerung an meine Kindzeit als ich tatsächlich emotional gefährdet war, wenn meine Eltern mir nicht die Zuwendung geben konnten, die ich brauchte!
    Das ist die wundervolle Wahrheit: Es gibt keinen wirklichen Mangel!! Alles ist Liebe, selbst die emotionssaugenden Vampire schreien nur danach erkennen zu wollen: Sag mir, dass es wahr ist: Alles ist in Liebe!!
    Ich wünsche einen großartigen Tag und ein fantastisches Jahr 2013!

  • Du hast meinen Ex-Freund so präzise beschrieben, dass es mich schon fast gruselt. Zum Glück hatte ich die Erkenntnis mittlerweile, dass er mir nicht gut tut. Nachzulesen bei Interesse hier: http://www.andrea-peter.de/von-menschlichen-abgruenden/

  • Hi Andrea, ich habe gerade Deinen Blogeintrag gelesen. Auch wenn er sehr vage geschrieben ist, kommt bei mir deutlich an, wie sehr Du unter diesem Partner gelitten haben musst. Umso toller ist es, dass Du den Absprung geschafft hast und nun nach vorn blickst – mit Dir “als Hauptperson”, wie Du so schön geschrieben hast. Dabei wünsche ich Dir viel Freude! LG Tim

    • Hi Tim, danke dass Du Dir die Zeit zu lesen genommen hast. Der Artikel ist absichtlich etwas vage gehalten, wenn ich die Details aufgenommen hätte, wäre das ein “Roman” geworden. ;-) Verstanden hat er ihn allerdings… Zudem ist dieser Mensch auch nicht ganz ungefährlich, und zwar in jeglicher Hinsicht. Ich verarbeite das dennoch schriftlich, wenn auch auf anderem Wege. Mir geht es allerdings schon viel besser, seitdem ich erkannt habe, wer und was da unter der Oberfläche schlummert. Die Erleichterung, dem Ganzen entkommen zu sein, ist groß. Und die Freude kehrt langsam zurück. LG Andrea

  • Das ist unglaublich! Ich dachte, ich lese hier eine Satire! Ich kenne einen Mann seit jetzt 1 Jahr von Facebook. Wir hatten eine Fernbeziehung (wir leben beide in Beziehungen)ich habe den Braten von Anfang an gerochen und das war die ganze Zeit für mich so emo und psycho, da ich auch ein Helfersyndrom habe und meinte seine Seele retten zu müssen. Ich habe es vor ein paar Wochen geschafft mich zu trennen, doch seit ein paar Tagen, haben wir schriftlichen Kontakt und beinah wäre ich wieder (fast) in die Falle getappt… Doch noch rechtzeitig, bin ich auf deine Seite gestossen. Das hat mir genau meine schlimme Vermutung und die Gefühle bestätigt. Du hast es genau getroffen. Woher weißt du das alles? Ich möchte mich bei dir bedanken, du weißt nicht, wie sehr du mir geholfen hast. Drückt mir die Daumen, daß ich es doch noch ganz schaffe, mich zu trennen. Alles liebe Rebecca

    • Hi Rebecca, danke für Deine Zeilen und herzlich willkommen auf myMONK! Freut mich, dass der Artikel Dich bestärkt hat in Deinem Vorhaben, diese Beziehung hinter Dir zu lassen, wenn sie Dir nicht gut tut. Ich glaube, wir alle kennen solche Leute, daher kann ich mich nicht mit besonderem Wissen dazu schmücken :) . Jedenfalls wünsche ich Dir viel Kraft bei Deinen Schritten zur Befreiung (und drücke Dir sehr gern die Daumen). Liebe Grüße, Tim

  • Der Artikel ist Schwachsinn.Nur weil man keine höhere Lebensaufgabe hat,ist man kein Vampir.Mann kann auch mit kleinen Dingen zufrieden sein.

  • ich glaube das Dana noch keinem Emotionalen Vampir begegnet ist, denn sonst hätte sie erkannt das da durchaus Erfahrungen im Artikel stecken, die viele Menschen leider schon gemacht haben.

    Wenn man einmal in den “Klauen” eines Emotionalen Vampirs steckt, kommt man gar nicht so schnell wider raus, denn die versuchen mit allen mitteln den Kontakt zu halten. Ich habe auch im Freundeskreis jemanden, den ich einfach nicht los werde… hört sich gemein an, aber entspricht der Situation. Alle versuche da raus zu kommen werden “untergraben”… erst versucht er mit Verspechen und (gespielte) Interesse mich wieder zurück “ins Boot” zu holen, und dann geht es wieder nur um ihn. Und mich ärgert es immer wieder aufs neue das ich wieder und wieder darauf reinfalle… und meine wertvolle Zeit als “Reflektionsoberfläche” für den Verschwende… und was mit mir ist, ist ihm total sch**ß egal. Und wenn man selbst im Leben so seine Sorgen hat, ist es total kräftezehrend wenn man “genötigt” wird jemanden zu “umjubeln” der so gar kein echtes Interesse an meiner Person hat. Und ich scheine einfach zu schwach zu sein, um da endgültig einen Schlussstrich ziehen zu können.

    Und alle Leute die meinen das ich (oder wir) zu hart mit den “Emotionalen Vampiren” umgehen, haben es selbst noch nicht erlebt “Opfer” von so einem zu sein. Natürlich wünsche ich jedem Vampir das er aus dem “Teufelskreis” seines gestörten Verhaltens entkommt, denn für den ist es auch ein Leidensweg. Und natürlich braucht ein geheilter Vampir auch keine Opfer mehr, was ja auch gut ist. Aber es ist so das die Vampire aufgrund fehlender selbstkritischer Analysefähigkeit wohl auch nie die Erkenntnis bekommen das Sie die Ursache von Leiden ihrer selbst und ihrer Opfer sind. Daher, rette wer sich kann.

    • Ich kann Kristian nur zustimmen! Genau SO erging es mir mit meinem Ex-Freund. So und nicht anders. Es IST einfach nicht so leicht, davon wegzukommen, zumal wenn noch Gefühle im Spiel sind. Ich hab nur unter allergrößter Krafanstrengung den Absprung geschafft, weil er mir wirklich übel(st) mitgespielt hat. Ich kann jedem nur wünschen, nicht Opfer eines solchen Menschen zu werden! Das hat schon psychopathische Züge, allenfalls war aber z. B. mein Exfreund ein Mensch mit ausgeprägter narzisstischer Persönlichkeitsstörung. Damit ist weiß Gott nicht zu spaßen!

  • Ja das beste ist wirklich wenn man den Emotionalen Vampiren, oder den Leuten mit narzistischen Verhalten aus dem Weg geht. Auch wenn man meint das man diese Person mag oder leibt, aber das was man sich erhofft wird man nicht bekommen. So böse wie sich es anhört, sind das wirklich Menschen die nur ihr eigenes Wohl im Sinne haben. Und selbst wenn sie Empatie zeigen, was gerade im Anfang der Fall ist, ist das nur gespieltes Interesse, um eine neue Person für seine “Spielchen” zu gewinnen.

    Aber was ist wenn man dieser Person nicht aus dem Weg gehen kann, da es ein Mitglied der Familie ist, oder ein Arbeitskollege ? Da denke ist es wohl wichtig das man das “Nein-Sagen” lernt, denn solche Menschen brauchen ganz klare Grenzen. Und wenn man wirklich irgendwas abgesagt hat, darf man auf keinen Fall revidieren. Und mir ist auch aufgefallen das die Emo-Vampire auch gern damit “arbeiten” einem ein schlechtes Gewissen einzureden… da muß man schon recht “dickes Fell” aufbauen…

    Leider habe ich auch noch genügend “Altlasten”, also Leute die meinen meine Freunde zu sein, und mache von denen können nicht häufig genug wiederholen wie tolle Freunde wir doch sind. Aber wenn dann mal sich unterhalten wird, geht es immer nur um deren Sorgen, oder um deren Erfolge. Worüber gesprochen wird, bestimmen diese “Übermenschen” auch gern… Themen die mich betreffen werden in einem halben Satz abgehandelt… “Ach so…”

    Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, desto mehr weiß ich das es überhaupt keine Sinn macht denen zu erklären das ihr Verhalten nicht OK ist, und einer Freundschaft schon gar nicht gerecht wird. Daher habe ich schon mir angewöhnt denen soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen… aber los werde ich die dann auch nicht, irgendwie kommen die immer wieder an.

    Wer kennt denn noch geschickte Tricks wie man sich solche Leute vom Hals schaffen kann, und das am besten ohne Streit anfangen zu müssen, oder unnötige Diskussionen starten zu müssen. Das ist sicher nicht nur für mich interessant wie man das am besten handelt.

  • Ich habe mich grade von so einer Person gelöst -nach über 10 Jahren. Das Verrückte ist, dass ich emotional immer noch aufpassen muss, dass ich nicht in alte Verhaltensmuser zurückfalle. Denn das ganze hat ja auch was mit mir zu tun. Zumindest das habe ich inzwischen erkannt ,zum Glück . Ich habe weiter die Hoffnung, dass auch bei dieser Person irgendwann “der Groschen fällt” und sie anfängt ,sich selbst zu reflektieren. Denn im Grunde ist sie ein wertvoller , bedauernswerter Mensch .

    • Hi Unbekannte(r),

      danke für Deine Zeilen.

      Denn das ganze hat ja auch was mit mir zu tun.

      Ich finde, das ist ein sehr tiefgehender und weiser Satz, den Du da schreibst – danke dafür!

      LG

      Tim

  • danke für die anregungen.
    ich kann fast all diese signale eines “vampire” auch in mir wiederfinden und anstatt sie abzulehnen wie bisher, versuche ich sie liebend anzunehmen und zu verstehen woher sie kommen. als folge daraus kann ich immer öfter erleben, wie ich auch den menschen um mich herum, auch wenn sie verschlossene herzen haben und die verantwortung für sich ablehnen, liebevoll begegnen kann. und langsam lerne ich auch grenzen zu ziehen, wo sie nötig sind, doch mit reinem herzen und ohne zu verurteilen. oft genung gelingt mir das aber auch nicht :) .

    • Hi Sophie,

      danke für Deine offenen Worte.

      Wenn Du einem Anderen erklären solltest, wie er das auch schaffen kann, den “Vampir” in sich zu erkennen und anzunehmen … was würdest Du ihm raten?

      Wir alle tragen so viele verschiedene Teile in uns – und meistens lassen wir uns auf Kämpfe mit ihnen ein. Deine Erfahrung zeigt, dass der bessere Weg das liebevolle Annehmen ist. Und auch wenn’s nicht immer funktioniert – wir sind halt Menschen und die gute Absicht und der Weg sind aus meiner Sicht das, was zählt.

      LG

      Tim

      • puh, das ist eine sehr tiefreichende frage. raten kann ich nichts, nur von meinen eigenen erfahrungen berichten. bei anderen wird es vielleicht anders sein.
        bei mir ist es ein prozess der seit über drei jahren läuft und ich brauchte eine große, einschneidende krise, um in mir die vielen bis dahin verborgenen gefühle wahrnehmen zu können. an diesem tiefpunkt habe ich mein grundsätzliches inneres ja zu mir gefunden. ein ja dazu, die verantwortung für mich übernehmen zu wollen, ein ja dazu die dinge für mich in die hand nehmen zu wollen und für mich sorgen zu wollen. dann hat es noch mal über ein jahr gedauert, mit hilfe von yoga, körperarbeit und dem buch “aussöhnung mit dem inneren kind”, bis ich mein grundsätzliches ja auch langsam im wirklichen leben umsetzen konnte. und es ist auch jetzt noch alles in den anfängen. auch ohne “begleiter” (therapeuten) wäre ich an diesem prozess gescheitert. zusammengefasst könnte ich also sagen, ich brauchte großen leidensdruck, ich brauchte hilfe von außen und ich brauchte mein eigenes großes wollen. der rest passiert dann.

        • Hi Sophie,

          herzlichen Dank für Deine offenen Worte. Du kannst sehr stolz auf Dich sein (und bist Du nach meinem Eindruck auch), dass Du schon so weit gekommen bist. Wie viele von uns setzen sich ihr Leben lang nicht mit ihren Schatten und Schmerzen auseinander?

          Der Punkt “Hilfe von außen” ist auch aus meiner Sicht ein sehr wichtiger. Man muss nicht alles allein schaffen – und vieles kann man auch nicht allein schaffen. In Deutschland sind wir in der glücklichen Lage, in der es eine vergleichsweise sehr gute Versorgung mit Helfenden gibt.

          Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend,

          Tim

Hinterlasse einen Kommentar