|28. Januar 2013 07:22

55 Gewohnheiten glücklicher und erfolgreicher Menschen

Zuerst erschaffen wir unsere Gewohnheiten,
dann erschaffen sie uns.
- John Dryden

Unsere Gewohnheiten bestimmen über alle Lebensbereiche: was wir täglich tun macht uns gesund oder krank, erfüllt oder leer, kraftvoll oder kraftlos, einsam oder verbunden, lässt uns erfolgreich werden oder immer wieder scheitern. Wenn Du lernst, diese Macht für Dich zu nutzen, kannst Du Deine Ziele leichter erreichen, mehr Einfluss auf Dein Leben haben (und als Vorbild auch auf das Anderer) und tiefere Beziehungen aufbauen.

Für eine neue Gewohnheit müssen wir unsere Willenskraft anstrengen und durchhalten. Etwa 30 Tage lang. Bis wir den Durchbruch geschafft haben. Danach hat sich die Gewohnheit festgesetzt, wir folgen ihr weitgehend automatisch. Selbstdisziplin ist dann nicht mehr oder immer weniger vonnöten. Gewohnheiten entwickeln eine Eigendynamik und wirken dadurch sehr langfristig.

Es ist wie mit einem riesigen Schneeball, den wir ans Ziel bringen wollen. Hier lassen sich zwei Typen von Menschen unterscheiden. Die Einen nehmen alle Kraft zusammen, bringen die Masse in Bewegung, der Schneeball rollt ein Stück weit auf das Ziel zu … und dann lassen sie wieder los, der Ball bleibt wieder stehen. Sie wissen: um ihn erneut in Bewegung zu bringen, ist wieder ein enormer Kraftakt nötig … und sie zögern deshalb lange, bis sie noch mal Anlauf nehmen. Die Anderen nehmen ebenfalls alle Kraft zusammen, um die Masse in Bewegung zu bringen, der Schneeball rollt ein Stück weit auf das Ziel zu … und dann bleiben sie am Ball … erst mit beiden Armen und dann mit einem Arm und dann reicht ein kleiner Finger … und der Ball rollt und rollt aufs Ziel zu und alle anderen neun Finger und die eigene Kraft werden wieder für andere Sachen frei.

Die Ziellinie für den Schneeball kann alles sein, was wir gern hätten:

  • schlank, trainiert und voller Energie sein
  • eine glückliche Partnerschaft führen
  • ein aufregendes soziales Leben mit tiefen Bindungen und dem Gefühl, gut aufgehoben zu sein
  • zwei Millionen Euro auf dem Konto zu haben oder eine schicke Villa an der spanischen Küste
  • ein erfolgreiches Internetbusiness oder anderes Geschäft, von dem man leben kann
  • eine eigene Nonprofit-Organisation, die jährlich 50.000 Menschen hilft, am Weihnachtstag ein Dach überm Kopf und ein leckeres Essen auf dem Tisch zu haben

Die meisten von uns haben solche oder ähnliche Träume. Doch nur ein Teil von uns schafft es, diese Träume zu verwirklichen. Woran liegt das?

Ich glaube, es liegt an den Gewohnheiten. Und nicht daran, dass es ein paar auserwählte Glückspilze gibt, die mit einer sagenhaften Selbstdisziplin geboren sind daher alles schaffen können. Diese „Auserwählten“ haben kein gottgegebenes Glück, sondern Gewohnheiten geschaffen, die sie zu Glück und Erfolg tragen.

So, wie es John Dryden im Eingangszitat sagt.

Und so, wie es die indianische Geschichte vermittelt, die ich neulich schon einmal angeführt habe:

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee seinem Enkel über den Kampf, der in den Menschen tobt. Er sagte: „Mein Sohn, es gibt einen Kampf zwischen zwei Wölfen in jedem von uns. Einer der Wölfe ist böse. Er ist Zorn, Neid, Eifersucht, Kummer, Bedauern, Habgier, Arroganz, Selbstmitleid, Beschuldigung, Feindseligkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Lügen, falscher Stolz, Ueberheblichkeit und Egoismus. Der andere Wolf ist gut. Er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Bescheidenheit, Freundlichkeit, Güte, Menschlichkeit, Grosszügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen.“ Der Enkel überlegte eine Minute und fragte dann seinen Großvater: „Und welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Cherokee gab zur Antwort: „Derjenige, den Du fütterst.“

Die Geschichte trifft auf Gewohnheiten ebenso wie auf Charaktereigenschaften zu. Wir werden, was wir täglich tun.

Unter Wie man Gewohnheiten schafft, die einen zu Glück und Erfolg tragen schrieb ich darüber, wie man neue Gewohnheiten etablieren kann. Gleich liest Du von jenen Gewohnheiten, die schon viele Menschen glücklich und erfolgreich gemacht haben und die auch Dein Leben verwandeln können. Manche dieser Gewohnheiten sind bereits Teil meines Lebens. Und in diesem Jahr will ich ein paar weitere hinzufügen. Eine nach der anderen.

Wenn ich über die folgenden Gewohnheiten nachdenke, dann stelle ich mir immer vor, wohin sie wohl tragen werden. Nicht heute oder morgen, sondern auf lange Sicht. Ich frage mich dann: wie wird mein Leben in fünf oder zehn oder 20 Jahren ausschauen, wenn ich heute mit der Gewohnheit beginne – und sie beibehalte?

Kurzfristig kann uns so manches Unerwartete aus der Bahn werfen. Wir können uns fest vornehmen, im nächsten halben oder ganzen Jahr vom Couchpotatoe zum Fitnessgott zu werden oder von einem unzufriedenen Arbeitnehmer glücklichen Selbstständigen, der von dem lebt, was er liebt. Und dann passiert etwas, ein Unfall, ein Beziehungsende, eine notwendige große Ausgabe, die alle finanziellen Rücklagen auffrisst. Kurzfristig kann uns das abhalten. Auf Sicht von einigen Jahren gibt es allerdings nur sehr, sehr wenige Ereignisse, die so massiv in unser Leben eingreifen, dass uns alle Wege versperrt bleiben. Du erinnerst Dich: Studien zufolge sind Lottogewinner und Menschen, die plötzlich im Rollstuhl sitzen, ein Jahr nach diesem Ereignis wieder genauso zufrieden oder unzufrieden wie vorher. Menschen finden also immer wieder in ihre Spur. Die Frage ist nur, wohin diese Spur sie führt. Und die Antwort darauf: dorthin, wo sie ihre Gewohnheiten tragen. Wer in Gewohnheiten denkt und handelt, denkt und handelt langfristig. Die Alternative hast Du vielleicht schon so oft wie ich am eigenen Leib erfahren müssen: einen endlosen Kampf voller Rückschritte und Frustrationen.

Hier sind sie: 55 Gewohnheiten glücklicher und erfolgreicher Menschen.

Grundlegende Gewohnheiten

Was ist schöner als die Gewohnheit, seinen Tag einer genauen Prüfung zu unterwerfen?
- Lucius Annaeus Seneca

#1 Um 5.00 Uhr aufstehen

Der frühe Vogel … ist ein Scheißstreber, dachte ich früher. Inzwischen weiß ich, dass man zu einer Zeit, in der die Welt noch schläft, besonders viel Ruhe und Zeit für das Wichtige findet. Zu dieser Uhrzeit habe ich im Studium in den Wochen vor den Prüfungen gelernt und später neben meinem Job ein kleines Internetbusiness gemeinsam mit meinem Geschäftspartner aufgebaut, von dem ich heute – ohne Job – leben kann. Seitdem stehe ich auf, wenn ich wach werde. Ohne Wecker. Das ist in der Regel erst nach 5.00 Uhr, doch ich kann mir gut vorstellen, den Tag wieder zu einer früheren Stunde zu meinem zu machen. Was könntest Du alles schaffen, wenn Du Deinen Tag schon 5.00 Uhr beginnst? (Für diejenigen, die nur nachts produktiv sind, macht es natürlich weniger Sinn, eine Stunde nach dem Zubettgehen schon wieder daraus aufzuerstehen.)

#2 Morgenritual der Meister

Viermal auf den Wecker hauen, dann in letzter Minute gequält und gehetzt aufstehen, unter die Dusche springen, etwas überwerfen und ab durch den längst überfüllten Verkehr ins Büro – so stressig kann ein Tag beginnen. Oder so: früh genug aufstehen, ein großes Glas Wasser trinken, ein paar Dehnungs- und Kraftübungen, dann eine Viertelstunde Yoga oder meditieren, duschen, ein Tee oder Kaffee und ein gesundes Frühstück, dabei etwas Inspirierendes lesen, anschließend die Ziele visualisieren, die für den Tag und die langfristigen. Und dann mit Puffer ins Büro. Wie der Tag beginnt, so geht er meistens auch weiter. Mit einem guten Morgenritual können wir den Grundstein für einen guten Tag legen, anstatt darauf zu hoffen, dass wir zufällig entspannt, zufrieden und fokussiert sind. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Dein Tag immer schon so beginnen würde, was könntest Du an einem solchen Tag alles schaffen?

#3 Ziele setzen

1953-73 wurde die berühmteste Studie über Zielsetzung durchgeführt: die fünf Prozent der Schüler/Studenten einer Klasse, die ihre Ziele aufgeschrieben hatten, hatten am Ende soviel Geld wie alle anderen zusammen. So oder so ähnlich die Ergebnisse. Die Studie wurde tausendmal zitiert, u.a. von den großen Coaches Anthony Robbins und Zig Ziglar … es gibt nur ein Problem: sie existiert gar nicht. Sie ist ein Mythos. Nachdem dies aufgedeckt wurde, forschten Wissenschaftler von der Dominican University of California nach einer echten Antwort auf die Frage „Bringt es was, sich Ziele zu setzen?“. Und sie fanden bestätigt: Menschen, die sich Ziele setzen, waren im Durchschnitt wesentlich erfolgreicher. Umso mehr, wenn sie die Ziele schriftlich festhielten und sich öffentlich verpflichteten, sie zu erreichen.

Über die Ziele hinaus geht die Lebensaufgabe. Wenn Du mehr vom Leben willst als ein abgehaktes Ziel nach dem anderen, könnte dieser Artikel interessant für Dich sein: Warum Du Deine Lebensaufgabe kennen solltest.

#4 Ziele visualisieren

Ob es hierzu Studien gibt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass schon Napoleon Hill im Klassiker aller Erfolgsliteratur, seinem Buch „Think and grow rich“, das Visualisieren der Ziele als das wohl wichtigste Mittel für Erfolg bewarb, ebenso wie eine Vielzahl großer Persönlichkeiten von Lincoln bis Einstein. Und dass ich die Ziele, die ich am häufigsten und lebendigsten visualisiert habe (mir also vorstellte, sie wären bereits Realität) am ehesten verwirklichen konnte. Die Ziele mindestens einmal, besser dreimal täglich zu visualisieren gehört aus meiner Sicht zum Pflichtprogramm für alle, die es ernst meinen – am besten in kräftigen Farben, bewegten Bildern, strahlend, riesig, vertont.

#5 Pareto-isieren

Die etwas ausgelutschte, da permanent herangezogene, und trotzdem nicht weniger wahre Pareto-Regel besagt: 20% der Gesamtzeit sind für 80% der Ergebnisse verantwortlich. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen sage und schreibe 80% der Gesamtzeit. Nur ein Bruchteil dessen, was wir tun, hat also einen echten Einfluss, der größte Teil ist trotz aller Anstrengung und alles Zeitaufwands vergleichsweise für die Katz. Pareto-isieren heißt priosieren, heißt seine Kraft dort zu investieren, wo sie einen glücklich und erfolgreich macht, heißt fokussieren statt prokrastinieren.

#6 Tagesziele am Vorabend

Den nächsten Tag schon am Vorabend zu pareto-isieren. Welche drei Aufgaben sind die wichtigsten für Deinen nächsten Tag? Was bringt Dich wirklich voran, was gibt Dir am Abend das Gefühl, einen guten Tag gehabt zu haben? Mache ich schon länger. Bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Wenn ich aufstehe, weiß ich, was zu tun ist. Nicht, was ich irgenwie tun könnte an diesem Tag, sondern tun sollte und werde – um am Tagesende richtig zufrieden zu sein.

#7 Den Frosch essen

„Den Frosch essen“ kommt aus dem Englischen und heißt, mit dem Unangenehmsten zu beginnen. Stell Dir vor, Du würdest schon in den ersten Stunden des Tages alles weggeschafft haben, was Dir die meisten Nerven raubt. Auch das ist nur eine Frage der Gewohnheit. Ich kann mir nicht viel vorstellen, das mehr befreit – und zwar vom unguten Gefühl im Magen, das uns so lange begleitet, bis wir den Frosch endlich heruntergeschluckt haben, der oft längst weniger eklig schmeckt, als wir es uns ausgemalt haben.

#8 Den einsamen Wolf zähmen

Viele Menschen wollen auf Teufel komm raus alles allein schaffen. Sie sehen sich gern in der Rolle des einsamen Wolfs, der in der Prärie umherstreift und ab und zu Beute findet oder eben verreckt. Dabei erhöhen wir nicht nur unsere Chancen auf Erfolg, wenn wir uns zusammentun, sondern haben mit den richtigen Leuten an unserer Seite auch noch viel mehr Freude. Der einsame Wolf lässt sich nicht mit einem Schuss erledigen. Wer ihn in sich trägt, muss viele Kämpfe gegen ihn führen, bis er gezähmt ist. Wo könntest Du Hilfe annehmen? Wo könntest Du Dich einer Gruppe anschließen, um mit mehr Freude und Unterstützung weiter voran zu kommen, privat und geschäftlich?

Ich trage von jeher einen einsamem Wolf in mir. Lange Zeit wilderte er tollwütig. Ich hatte Freunde und Familie, aber ich wehrte mich dagegen, Hilfe zu anzunehmen, als es mir schlecht ging. Natürlich brauchte ich dise Hilfe eigentlich dringend. Und ich habe einen recht hohen Preis aus Einsamkeit und Rückzug und Stillstand dafür bezahlt, dass ich so lange nicht nach den Händen gegriffen habe, die mir gereicht wurden. Heute zappelt der Wolf hin und wieder noch. Dann muss ich erneut gegen ihn kämpfen. Der Kraft der Gewohnheit sei Dank tue ich das auch immer mehr.

#9 Proaktiv sein

Proaktiv sein heißt Verantwortung übernehmen. Einen großen Teil unserer Umstände haben wir selbst kreiiert, und beim Rest entscheiden wir selbst, wie wir ihn einordnen und was wir daraus machen. Ja, manche von uns sind mit gigantischen Genen oder goldenen Löffeln geboren, während andere mit einem viel schlechteren Blatt auf der Hand starten. Das Leben ist nicht fair. Aber was nützt’s, sich darüber zu beklagen?

Proaktiv sein ist außerdem eine Frage der Frage. Wer proaktiv ist fragt: „Was kann ich tun, um ein Ziel zu erreichen, um glücklich zu sein?“. Wer nicht proaktiv ist fragt: „Warum ich?“, „Was ist stimmt nicht mir mir?“, „Warum habe ich’s immer so schwer?“.

Es ist unsere Wahl, ob wir das Universum für unser Glück und Unglück verantwortlich machen – oder uns immer wieder vor Augen führen, dass wir selbst es sind, die über ihre Reaktion entscheiden.

Ich denke, ich bin kein von Grund auf proaktiver Mensch, aber ich habe gelernt und lerne immer noch, die richtigen Fragen zu stellen. Die Fragen, die mir Möglichkeiten statt Unmöglichkeiten zeigen.

#10 Win-Win-Denken

Massenentlassungen. Spekulanten, die die Nahrungsmittelpreise schwanken lassen wie einen besoffenen Deppen im Wiesn-Zelt. Mächte mit Atomwaffen, Menschen in schmal geschnittenen Anzügen mit spitzen Ellenbogen links und rechts. Muss man in so einer Situation nicht nur an sich denken, um überhaupt eine Chance zu haben; ein  Arschloch sein, um nicht selbst beschissen zu werden?

Wir lernen in der Schule, aus den Zeitungen und Fernsehsendungen, in den Gesprächen unserer Mitmenschen das Leben als Nullsummenspiel kennen. Was der eine gewinnt, muss der andere verlieren. Ich glaube, dass finanzieller Erfolg so funktionieren kann, aber nicht muss. Sicher ist nur: wer des Geldes wegen seine Werte vergewaltigt, mag Geld gewinnen, doch er verliert sich selbst.

Win-Win-Denken geht anders. Bleiben wir mal beim Geldverdienen. Win-Win-Denker fragen nicht: „Wie könnte ich hier mit möglichst wenig Aufwand möglichst schnell viel Kohle herausziehen?“, sondern „Wie kann ich Wert für andere schaffen – der ihnen eine Bezahlung meiner Arbeit wert ist?“.

Im Leben gibt’s eben nicht nur einen Kuchen, bei dem jeder dem anderen etwas wegfrisst. So ist es vielleicht auf einem Kindergeburtstag, aber nicht unter wirklich Erwachsenen. Das Leben ist eher eine ganze Bäckerei. Wir können leckere Brötchen für andere backen – die es ohne uns nicht geben würde – und damit unsere eigenen verdienen. Wir müssen sie nicht umsonst backen, wir können gemeinsam mit den Abnehmern gewinnen.

#11 Erst verstehen, dann um Verständnis bitten

Um Brötchen backen zu können, die dem anderen schmecken, müssen wir seinen Geschmack kennen. Wir müssen lernen, aufmerksam nachzufragen und uns hineinzufühlen.

Das klingt einfacher als es ist.

Normalerweise läuft es eher so: der andere redet und wir nicken und währenddessen hören wir längst schon nicht mehr zu, sondern denken darüber nach, was wir antworten können, welchen Schatz aus unserer schillernden Erfahrungstruhe wir auspacken können, um uns als Ratschlaggeber oder Macher zu profilieren. Die Höflichen warten mit ihrer Antwort bis der Andere fertig ist, die Unhöflichen nicht. Letztlich spielt die Höflichkeit aber keine Rolle, wenn wir nicht konzentriert auf und offen für das sind, was wir hören.

Für tiefe Beziehungen voller Verständnis ist es wichtig, das Zuhören zu lernen und aufrichtig zu fragen:

„Wie geht’s Dir damit?“
„Was denkst Du darüber?“
„Verstehe ich Dich richtig, dass …?“

Wir werden nicht in absehbarer Zeit in der Lage sein, die Gedanken der Mitmenschen zu lesen. Aber wir können lernen, gut genug zuzuhören. Und es uns zur Gewohnheit machen.

#12 Einmal täglich durch die Angst

Die Angst wird uns immer begleiten (Erleuchtete, bitte meldet euch und korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Die Kunst ist nicht, die Angst loszuwerden. Weitergehen, durch die Angst, trotz der Angst … immer wieder … das ist die Kunst.

Durch welche kleine oder große Angst könntest Du heute schreiten?

Ein Gespräch führen, das Du schon lange vor Dir herschiebst, dass man es für Deine angewachsene Wampe halten könnte? Dich für eine Vorsorgeuntersuchung beim Arzt anmelden? Jemandem sagen, was Du für ihn empfindest? In der U-Bahn darum bitten, dass ein Jungspund für Dich aufsteht? Dich beim Bäcker beschweren, dass er Deinen Kaffeebecher immer nur halbvoll macht? Etwas bewusst unperfekt machen, wenn Du Perfektionist bist? Was immer es ist. Es wird Dir helfen. Und morgen wird’s schon einfacher werden.

#13 Zum Wort stehen

Ist traurig, dass man darüber überhaupt sprechen / schreiben muss. Noch trauriger macht mich, dass ich mich selbt nicht ausnehmen kann. Einige meiner Versprechen habe ich nicht eingelöst. Oft zweifelte ich schon im Moment meiner Zusage daran, sie einlösen zu können oder zu wollen. Das macht weder glücklich noch erfolgreich.

Eine Möglichkeit, sein Wort nicht mehr brechen zu müssen, lautet:

nein sagen, wenn man nein meint.

#14 Nein sagen

Als Kinder werden wir für „Neins“ regelmäßig bestraft, mit einem Rüffel, Liebesentzug, gestrichenem Taschengeld, Hausarrest. Wir sind sehr abhängig, müssen gehorchen oder mit unerwünschten Konsequenzen leben. Irgendwann sind wir erwachsen und tragen noch immer große Ängste in uns, die uns davon abhalten, nein zu sagen, wenn wir nein meinen. Mehr oder weniger bewusst fürchten wir, mit einem Nein eine Beziehung zu ruinieren oder aus einer Gruppe für immer ausgeschlossen zu werden. Doch erwachsene Menschen begegnen sich auf Augenhöhe, sie sind ehrlich, authentisch und selbstbestimmt. Mehr dazu unter Nein sagen.

Wem das Neinsagen schwer fällt, der kann es sich zur Gewohnheit machen, es mindestens einmal am Tag auszusprechen. Es ist wichtig, Grenzen setzen zu können.

Wozu könntest Du heute nein sagen?

#15 Musik

Ich weiß gar nicht, warum, aber in den letzten Jahren habe ich sehr wenig Musik gehört. Erst mit myMONK und dem Schreiben begann ich, die Kraft der Musik wieder für mich zu entdecken. Mit ihr lassen sich die eigenen Stimmungen wie Töne auf einem Klavier spielen, sie macht besonnen oder fröhlich oder ekstatisch oder kraftvoll, kann uns beim Sport antreiben oder bei der Arbeit fokussiert sein lassen … was auch immer man gerade braucht.

Während ich diese Zeilen schreibe, läuft ein Album von Max Herre. Welche Musik macht Dich glücklich, innerlich ruhig oder erfolgshungrig? Sie regelmäßig bewusst zu nutzen kann eine echte Waffe sein.

#16 Sich belohnen

Sich belohnen heißt: auch mal zurück blicken, nicht nur immer nach vorn. In jedem Moment können wir auf die Strecke schauen, die wir bereits zurückgelegt haben, oder auf die, die noch vor uns liegt – die Differenz aus Jetzt und Wunschzustand. Ich neige dazu, immer weiter nach vorn zu streben, ohne mal stehen zu bleiben, mir auf die Schulter zu klopfen und mich für all das zu belohnen, was ich schon geschafft habe. So, als hätte ich es nicht verdient, so, als wäre ich nicht weit genug gekommen. Das bürgt die Gefahr, sich pausenlos zu verausgaben und nie zufrieden zu sein und ist außerdem noch viel weniger motivierend, als zu wissen, dass uns nach dem nächsten erreichten Meilenstein zum Beispiel ein Kurztrip übers Wochenende oder ein Restaurantbesuch oder ein neues Buch erwartet, welches wir im Laden schon dreimal in der Hand hatten und aus irgendeinem schlechtem Gewissen wieder beiseite legten.

Geist

Durch richtige Bewusstheit in Bezug auf alle unsere Aktivitäten werden die Gewohnheiten des Denkens und Fühlens offengelegt und transzendiert.
- Krishnamurti

#17 Täglich 30 Minuten meditieren

Mit den Vorteilen der Meditation lassen sich Bücher füllen. Meditieren verändert das Gehirn, wie zahlreiche Studien beweisen. Wer jeden Tag eine halbe Stunde meditiert, wird schon nach wenigen Wochen viel klarer, fokussierter, ruhiger und gelassener sein. Es ist ein Schlüssel für eine Tür, hinter der eine andere Welt auf Dich wartet, außerhalb des dauergestressten, getriebenen Alltags. Glaubst Du, Dein Leben wäre ein anderes, wenn Du Dir diese Welt täglich erschließen würdest?

Knapp 20 alltagstaugliche Meditationsübungen findest Du im kostenlosen Ebook Die myMONK-Meditationen.

#18 Dankbarkeit kultivieren

So wie Meditation der Schlüssel zu einer Meta-Welt ist, ein Ausweg vom alltäglichen Wahnsinn, so ist die Dankbarkeit der Schlüssel zur Zufriedenheit.

Vorm Schlafengehen frage ich mich:

Wofür bin ich heute dankbar?

Was ist gut gelaufen?

Worüber freue ich mich, worüber konnte ich lachen?

Dauert vielleicht fünf Minuten und macht mich jeden Abend, glücklich, zufrieden und ruhig.

#19 Ein Buch pro Woche lesen

Wer eine Stunde täglich liest, kommt je nach Lese-Technik im Jahr auf gut 50 Bücher. Wie viel könntest Du über Dich, andere oder Dein Fachgebiet lernen, wie viel Expertenwissen aufnehmen? Wie viele neue Ideen entwickeln? Wie viel mehr Wert für andere schaffen?

Beim Lernen verknüpft das Gehirn altes Wissen mit neuen Dingen. Je mehr wir lernen, umso größer ist das Netz, umso mehr Verknüpfungspunkte gibt es für neues Wissen, und umso leichter lernen wir.

Ein lesender Geist ist ein agiler Geist.

Beginnen könntest Du mit dem kostenlosen Ebook Die myMONK-Essenz, das es für alle Abonnenten des ebenfalls kostenlosen myMONK-Newsletters als Dankeschön gibt.

#20 Neue Sprachen lernen (oder neue Vokabeln der eigenen Sprache)

Sprachen erweitern den Geist. Wie wir sprechen, denken wir. Mit einer neuen Sprache können wir daher auch neue Denkweisen erlernen.

#21 Medien-Diät

Wir kommen von einem langen, stressigen Tag heim und beladen uns auf der Couch liegend mit Bildern und Tönen, die überwiegend das Angstzentrum in unseren Köpfen ansprechen: 90% aller gesendeten Nachrichten sind schlechte Nachrichten, in fast jedem Film wird geschossen, getötet oder zumindest emotional schwer verletzt. Weil sich fast nur Rentner Heile-Welt-Zeug anschauen (der vielleicht nicht ängstlich, aggressiv oder pessimistisch macht, aber ebenfalls die Gefahr der Verblödung in sich trägt).

Mit den Zeitungen ist es nicht anders, mit dem Radio nicht, und mit sehr sehr vielen Seiten im Internet genauso wenig. Das meiste davon ist wie arterienverstopfendes Billigfettfastfood für den Geist, und wir schaufeln es so unbedacht und grenzenlos in uns hinein.

Davon abgesehen ist es einfach unheimlich zeitfressend. 2012 hat der Durchschnittsdeutsche 235 Minuten vorm Fernseher verbracht – täglich.

Wofür hättest Du Zeit, wenn Du Dich weniger den medialen Angstmachern hingeben würdest? Was könntest Du täglich erleben, genießen, lernen, lieben, mit wem Zeit verbringen?

#22 Bloggen / ein Journal führen

Ob ganz privat, in einem anonymen Blog oder mit offenen Karten: ein Tagebuch zu führen über das, was man gelernt hat, toll fand oder vor hat, schenkt Dir Selbstgespräche der allerbesten Art (und wenn Du bloggst auch Gespräche mit Gleichgesinnten, durch die Du weiter wachsen kannst).

Es schenkt Dir Klarheit über Dich, Deine Träume und Bedürfnisse, Gefühle und Muster. Schöne Erinnerungen. Und mehr.

Meine Meinung ist: heutzutage braucht jeder Mensch, der berufstätig ist, einen Blog. Siehe auch: 8 Gründe, warum Du unbedingt einen Blog haben solltest.

Körper

Die meisten Menschen leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten.
- Jean Cocteau

Die folgenden Punkte sind weitestgehend selbsterklärend und außerdem bin ich weit davon entfernt, ein Ernährungs- oder Bewegungsexperte zu sein. Daher nur vereinzelte Kommentare.

#23 Körperpflege

Duschst Du täglich? Putzt Du Deine Zähne morgens und abends? Gehst Du regelmäßig zum Friseur? Ziehst Du Dich schön an, um Dich wohl in Deiner Haut und Deinen Klamotten zu fühlen und selbstbewusst durchs Leben gehen zu können?

#24 Gesund Frühstücken

#25 Vollkorn statt Weizen

#26 Mehr Bio-Lebensmittel

Im Biomarkt einzukaufen ist teurer. Das hilft uns dabei, bewusster und gesünder einzukaufen und zu essen. Darüber hinaus erleichtert es das Gewissen aller Nicht-Vegetarier spürbar – vor allem wenn es um Fleisch und andere tierische Produkte geht.

#27 Fisch statt Fleisch

#28 Vegetarier werden

#29 Essen wenn man Hunger hat. Trinken, bevor man Durst hat

#30 Wasser trinken oder Tee statt Fruchtsaft, Cola und co.

#31 Nüsse snacken, statt Schokolade

Auch zuviel Obst ist aufgrund des hohen Fruchtzuckeranteils nicht gut.

#32 Mit dem Rauchen aufhören

#33 Mit dem Trinken aufhören

#34 Treppe nehmen (nicht die, die rollt)

#35 Täglich 30 Minuten Sport

#36 Einen Kampfsport ausüben

Ein Kampfsport verbindet Körper und Geist wie wenig anderes auf der Welt. Hab ich gehört.

#37 Acht Stunden täglich schlafen

Bist Du es Dir wert, so viel zu schlafen, wie es Dein Körper braucht? Im Schnitt sind es acht Stunden täglich. Insbesondere Führungskräfte schlafen viel zu wenig, laut einer Studie durchschnittlich nur 5-6 Stunden.

#38 In der Sonne Sonnenschutz verwenden

#39 Regelmäßige Gesundheits-Checks / Vorsorgeuntersuchungen / Impfungen

Arbeit

Es gibt keinerlei Lebensumstände, an die der Mensch sich nicht gewöhnen könnte, besonders wenn er sieht, dass alle in seiner Umgebung genauso leben.
- Leo N. Tolstoi

#40 Erwartungen übertreffen

Erwartungen übertreffen und Perfektionismus sind zwei paar Schuhe. Ich weiß auch gar nicht, ob es als Angestellter so viel Sinn macht, irgendwas übertreffen zu wollen – davon profitieren oft ausschließlich andere. Bei den Selbstständigen bin ich mir jedoch sicher: ein ungewöhnlich offenes Ohr für den Kunden zu haben, Aufträge überpünktlich zu erfüllen und in einer überraschend guten Qualität, das ist ein Garant für gute Mund-zu-Mund-Propaganda, die auch heute noch für viele Businesses der wichtigste „Marketing-Kanal“ ist. Nein, heute mehr denn je. Die Social Media sind wie Mund-zu-Mund-Propaganda auf Anabolika, wie der grandiose Gary Vaynerchuck gern sagt.

Für jeden Selbstständigen sollte aus meiner Sicht „Erwartungen übertreffen“ („Overdelivering“) zu den wichtigsten Prinzipien gehören.

#41 Single-Tasking

Multitasking ist heut der Produktivitätskiller Nummer 1. Wir wollen alles auf einmal schaffen – und schaffen nichts davon gut.

Ein offenes Browserfenster, eine offene Mail, eine einzige Aufgabe, nicht zehn, zwischen denen man kopflos umherspringt wie ein Hyperaktiver auf einer Überdosis Ecstasy.

Ein Schritt nach dem anderen. Das macht glücklich, weil man so im Moment ankommen und in einer Aufgabe aufgehen kann. Und erfolgreich, weil man alle Kräfte bündelt wie einen Laserstrahl und so zu Ergebnissen kommt, von denen jeder Multitasker nur träumen kann (natürlich während er gleichzeitig schreibt und telefoniert und isst und surft).

Wie viel mehr könntest Du schaffen, wenn Du Dir das Singletasking wieder zur Gewohnheit machen würdest?

#42 Kommunikations- und medienfreie Zeiten

Wichtigster Part des Singletaskings: einen Damm gegen die andauernd einströmenden Informationen und Belästigungen aufbauen. Zum Beispiel, indem man seine Mails nur zweimal täglich checkt. Oder sich über bestimmte Zeitblöcke ausschließlich einer Aufgabe widmet, während das Telefon auf lautlos gestellt ist.

#43 Mehr Pausen machen

Abartige Arbeitsvolumen, die Schickheit des Busy-Seins, die wichtig tuenden Dauergestressten … all das vermittelt uns: wir sollten permanent produktiv sein. Das ist ein Trugschluss. Wer zu selten Pausen macht – in denen er wirklich abschaltet, sich einen Tee macht, ein bisschen herumläuft oder aus dem Fenster schaut – killt seine Produktivität.

Wir Menschen sind keine Duracell-Hasen. Wir sind eher lebendige Hasen. Mal hoppeln wir, mal ruhen wir. Oder wir hoppeln nur und brechen dann auf dem Feld zusammen und werden von den Geiern oder Wildschweinen gefressen.

Pausen sollten wir uns gönnen, bevor wir das Gefühl haben, dringend eine zu brauchen. Dann sind wir nämlich längst so sehr ausgeschlaucht, das eigentlich der Feierabend nötig wäre.

#44 Pomodoro-Technik

Pomodoro ist eine Zeitmanagement-Technik, die Deinen Fokus bündelt und Dich durch regelmäßige Pausen auch langfristig konzentriert sein lässt.

Sie besteht aus fünf Schritten:

  1. Aufgabe schriftlich formulieren
  2. Wecker auf 25 Minuten stellen
  3. Aufgabe bearbeiten bis der Wecker klingelt
  4. 5 Minuten Pause machen
  5. alle vier Runden eine längere Pause machen für 15 bis 20 Minuten

#45 Netzwerken

Wie wäre Dein privates und berufliches Leben, wenn Du in den nächsten fünf Jahren jede Woche einen neuen Menschen kennen lernen würdest?

Ein gutes Buch zu diesem Thema ist "Never eat alone" von Keith Ferrazzi. Gibt's auch auf Deutsch als "Geh nie alleine essen", weiß aber nicht, was diese Version taugt.

#46 Portfolio aufbauen

Wenn Du Künstler bist … wie viele Objekte könntest Du in fünf Jahren aufbauen, wenn Du täglich eine halbe oder ganze Stunde an Deinem Portfolio arbeitest?

Wenn Du Blogger oder Internetunternehmer bist … wie viel guten Content, wie viele gute Websites könntest Du die nächsten fünf Jahre aufbauen?

Und wie viele Aufträge, wie viel Geld würde diese Menge an Geschaffenem womöglich abwerfen?

Freizeit und Beziehungen

Nichts bedarf so sehr der Reform, wie die Gewohnheiten der Menschen.
- Mark Twain

#47 Regelmäßig in der Natur sein / Wandern

Gegengift für die ständigen Aufenthalte in künstlichen Kästen. Ob ein Spaziergang durch den benachbarten Park oder eine lange Wanderung am Wochenende: wenn wir in der Natur sind, werden wir nachweislich ruhiger, fühlen uns verbundener mit dem großen Ganzen und gewinnen auch im Kopf Abstand zum Druck und den Herausforderungen des Alltags.

#48 Reisen

Was fürs Erlernen fremder Sprachen gilt, gilt erst recht für das Reisen in fremde Gegenden. Ganz gleich ob inländisch oder an den Nordpol, Reisen lässt uns das Leben spüren, bringt uns auf neue Ideen, macht uns glücklich. Sich mit einem Wochenendticket in die Bahn zu setzen und in eine unbekannte Gegend zu fahren, kostet auch nicht die Welt.

#49 Familienessen

Fand ich als Kind oder Jugendlicher manchmal nervig, heute bin ich dankbar dafür, dass meine Eltern das so handhabten. Gemeinsam am Tisch zu sitzen und sich das Frühstück oder Abendbrot einzuverleiben, dabei miteinander zu sprechen, das sorgt dafür, dass wir tief verbunden mit unseren Lieben bleiben, anstatt uns nach und nach von ihnen zu distanzieren, weil jeder nur noch sein eigenes Ding macht.

#50 Täglich 15 Minuten die Wohnung aufräumen

Ach, wäre das schön. Bei dem Thema sollte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen … geht auch nicht, steht zu viel Krempel davor auf dem Fensterbrett.

#51 Ein Tag ohne Arbeit in der Woche

Ein Tag ohne Arbeit füllt die Kraft- und Kreativitäts-Kanister wieder auf. Umso besser können die eigenen Flammen am Folgetag wieder lodern.

#52 Zweimal drüber schlafen bei größeren Anschaffungen

Impulskäufe jenseits der eigenen Zahlungskraft brechen vielen Menschen das Genick. Die Gewohnheit, über größere Anschaffungen zweimal zu schlafen, bevor man sie tätigt, hilft dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn nach 48 Stunden lassen uns viele heiße Wünsche längst wieder kalt.

#53 Helfen

Ob Du an Karma glaubst oder nicht: helfen ist gut. Auch, weil es den Helfer schon im Moment des Helfens glücklich macht.

#54 Gegenseitige Massagen mit dem Partner

Körperkontakt stärkt die Bindung und die Beziehungsqualität.

"Du bist zuerst dran!"

#55 Täglich tun, was man liebt

Wir arbeiten für die Bank und für den Chef und für die Familie, die wir versorgen müssen. Wir kümmern uns um den Haushalt, den Papierkram, um Kunden, Kollegen und die, die wir lieben. Zu oft kommen wir selbst dabei zu kurz. Als ich in einem klassischen Job arbeitete, nahm ich mir keine Zeit mehr für die Dinge, die mein Herz erfreuen. Lange Zeit fiel mir das gar nicht auf, aber irgendwann wurde mir klar: ich hatte seit einem halben Jahr kein Buch mehr gelesen, obwohl ich unheimlich gern schmökere. Mit dem Meditieren war's genauso so.

Ich denke, es ist wichtig für unsere Seelenheil, dass wir uns jeden Tag ein bisschen Zeit nehmen für das, was wir leidenschaftlich gern tun (unabhängig davon, ob wir dafür bezahlt werden).
 

 

Photo: Jeffrey Pang

38 Kommentare

  • WOW, was für eine Sammlung. Die meisten Punkte sind sehr inspirierend. Man muss nun aber aufpassen, dass man nicht zu viel auf einmal will. Langsam Schritt für Schritt (kleine Schritte tun) das ist das Geheimnis. Aber danke für die Sammlung. Mir macht 10 und 45 (WinWin, Netzwerk) am meisten Gedanken. Die meisten Gewohnheiten mit denen ich mich bis jetzt beschöftigt habe, zielen nämlich nur auf einen selbst und nicht auf den Bezug zu anderen. Auch lässt der ZEN-Gedanke an sich manchmal vergessen, dass die Beziehung zu den anderen doch mit das wichtigste ist.

    • Hey Piano, vielen Dank für Deinen Kommentar. Find ich gut und wichtig, was Du da ergänzt: am Ende sind es zu einem großen Teil auch die Beziehungen, die glücklich machen. Hab versucht, das im unteren Teil zum Ausdruck zu bringen, hätte es aber vielleicht noch etwas klarer formulieren sollen. LG, Tim

  • danke! Medien-Diät ist ein gutes Stichwort…Auch wenn ich DIE ZEIT aus Hamburg liebe: manche Nachrichten nerven kolossal. Und dieses Angstgeschüre. So hab ich sie gekündigt( das is ja ein BUCh im wahrsten Sinne! Ich schaffs nicht es durchzulesen) und werde stattdessen die NATURHEILPRAXIS abonnieren. und wenn ich Lust hab kauf ich mir ab und an DIE ZEIT.
    und sonst:

    Eine sehr gute Methode um auch meine ADS Bedingten Nachwirkungen aus der Kindheit zu zähmen. Bin immer noch sehr leicht abzulenken; selbst mit meinen 40 Jahren…:)Das liegt am Multitalent. So kann ichs natürlich NIE nutzen. Erst will ich ein Bild malen, dann entscheide ich mich DOCH für ein Gedicht. Die HP Prüfung ist gottseidank vorbei :)) Was war es ein AKT, mich auf diese hochinteressante Ausbildung zu konzentrieren ohne aufzuspringen vom Lernen, weil ich was am BILD fertigstellen wollte.
    Ach ja; JETZT werde ich an den freien Tagen, mir einen Praxis Namen ausdenken.STatt verzweifelt Zusatz Verdienste zu suchen (ich arbeite ja viel weniger)
    WU WEI…;)
    grüsse
    Öznur

    • Hi Öznur, find ich toll – und Glückwunsch zur bestandenden HP-PRüfung! Bin auch nicht so der Abo-Fan ständig einflatternder Wälzer, das verpflichtet und belastet mitunter irgendwie unnötig. Viel Freude und eine tolle Zeit mit Deiner Praxis, möge sie blühen und Dir und anderen helfen! LG Tim

  • Hi Tim,
    jetzt hinterlasse ich doch noch einen Kommentar hier…die Sammlung gefällt wie schon gesagt auch sehr gut. Aber eins möchte ich doch noch los werden: du empfiehlst – so wie andere ja auch – unter anderen eine “Medien-Diät”. Ein guter Gedanke ganz bestimmt, aber wie ereinbarst du das mit deinen täglichen Beiträgen hier und bei FB, die ja alle gelesen werden wollen ;)
    Wie ich schon erwähnte, der Beitrag hier hat mich Gestern meine Mittagspause gekostet….
    Aber ein dickes Lob noch zu Schluss: ich finde die Auswahl deiner Bilder ausgezeichnet!

    • Hey Birgit,

      das ist ein guter Punkt, den Du da ansprichst, finde ich. Aber erstmal herzlichen Dank, dass Du Deine Mittagspause gemeinsam mit myMONK und damit ja auch irgendwie mit mir verbracht hast! :)

      Was die Mediendiät angeht: hier kommt’s mir auf den Inhalt an. Man soll ja nicht medienmagersüchtig werden, sondern nur bewusst konsumieren (auch wenn’s mal Fastfood ist). Ich hoffe, das die Artikel auf myMONK wertvoller – wenn auch manchmal etwas schwer verdaulicher als Dschungelcamp und co. – sind.

      Liebe Grüße

      Tim

  • Hi Tim,

    herzlichen Dank… viele gute Anregungen… Gedankenanstöße…

    Das eine odere andere trifft doch tatsächlich auch auf mich zu…. ;-)

    Nehm mir das eine oder andere von deinen Tipps für die nächste Zeit als “Hausaufgabe” vor….

    Liebe Grüße

    Carmen

    • Hi Carmen,

      dankeschön! Ja, die Liste ist so lang, dass ich vermutlich mein ganzes Leben dafür brauche, die Sachen als Gewohnheiten zu etablieren … aber auch schon eine vermeintlich noch so kleine dauerhafte Änderung kann sich über die Zeit zu etwas Großem aufsummieren.

      LG

      Tim

  • Hallo,
    ich verstehe den Punkt mit dem Portfolio nicht. Was genau verstehst du unter einem Portfolio? Und wieso sollte man daran täglich arbeiten?

    • Hi, das mit dem Portfolio lässt sich nicht für alle anwenden, das hätte ich vielleicht besser erklären müssen. Was ich meine ist: angenommen, Du bist ein Künstler, dann könntest Du jeden Tag daran arbeiten, neue Photos/Bilder/Skulpturen zu erschaffen, und so Stück für Stück Dein Arsenal an Geschaffenem ausbauen. Oder ein Autor, Journalist, oder ein Onlineunternehmer, der mehrere Websites hochzieht. LG Tim

      • da ich gerade eben den Weg des Künstlers von Julia Cameron durcharbeite, kann ich das beim Künstler nicht so unterschreiben. Da muss auch mal Pause drin sein. Es gibt zwar Techniken, die zB bei einer Schreibblockade helfen können, aber Kunst am laufenden Band zu produzieren, funktioniert nicht. Da gehen dir die kreativen Ideen aus

        Lg Bettina

  • Hallo,
    danke für den tollen Betrag. Ich finde mich fast in jedem Teil des Textes wieder. Ich werde weiterhin den “guten Wolf” in mir füttern. :).

    LG

    Annette

  • Lieber Tim,

    nachdem ich diesen Beitrag heute morgen mal in Ruhe durchgelesen habe (ja, ich nutze auch die Vorteile des Frühaufstehers ;)), muss ich sagen, dass vieles auch auf mich zutrifft, wenn auch das ein oder andere “ich weiß nicht recht” (noch) dabei ist. Vieles habe ich in den letzten 15 Jahren schon geschafft (denn da hab ich erst angefangen), einiges bedarf noch der “Überarbeitung”. Ich war immer skeptisch, dass ein “aus alten Mustern-Ausbrechen” bedeuten kann, einen neuen und erfrischenderen Weg zu finden, aber es ist tatsächlich so – auch ohne Job. Und es kann tatsächlich glücklich machen, wenn man Dinge bewerkstelligt oder fertigsstellt, die man sich vorgenommen hat und schließlich als fertiges “Produkt” in Händen oder auch im Herzen hält. Und wenn man dann noch feststellt, dass man diese Erfahrungen weitergeben und andere damit ebenfalls ein Stückchen dem Glück näher bringen kann, dann ist die Resonanz im Inneren fantastisch :)
    Was kann es schöneres geben, als auszubrechen und sich und seinem Weg treu zu bleiben? ;)….meine Erfahrung.
    In diesem Sinne…..ein schönes Wochenende und ganz liebe Grüße
    MARY

    • Liebe Mary,

      das freut mich zu lesen, dass Du schon so vieles davon zum festen Bestandteil Deines Lebens gemacht hast und vormachst, dass es durchaus geht, auch die Gewohnheiten zu überwinden, die einen schon zu lange begleitet haben.

      Ich höre heraus, dass Du sehr stolz darauf bist – und ich glaube, das kannst und solltest Du auf jeden Fall auch sein!

      Liebe Grüße

      Tim

  • Hallo Tim,

    Super Artikel, weiter so!
    Jetzt bräuchte man nur noch eine effektive Technik konsequent eines nach dem anderen umzusetzen :)

    Viele Grüße,
    Roman

  • Hallo Tim,
    das sind alles prima Punkte.
    Tägliche Disziplin,
    täglich getan,
    bildet Charakter !

    Bei Nr. 39 bitte die Impfungen herausnehmen. Mittlerweile ist bekannt, dass durch Impfungen mehr Schäden entstehen als ohne. Einfach mal unter Impfschäden googlen.

    Viele Grüße

    Jürgen

    • Hi Jürgen, vielen Dank – freut mich, dass Dir der Artikel zusagt, und Danke auch für den Hinweis zum Impfen. Dass das Impfen immer kritischer gesehen wird, hab ich auch schon gehört, aber ich glaube auch gelesen zu haben, dass es bei den Kinderkrankheiten schon noch einen Konsenz in Richtung pro-Impfung gibt. Aber auf jeden Fall sehe ich’s insofern auch wie Du, als dass man nicht jeden Impfscheiß mitmachen sollte. LG Tim

  • Wow!
    Der bloße Anblick dieser Liste versetzt mich schon von Weitem in Stress und der macht mich gewöhnlich nicht so glücklich. Unglücklich machen mich auch Sorgen, also Gedanken über die Ungewissheit künftiger Ereignisse, von denen ich meine, manche in obiger Liste gesehen zu haben.
    Für mich ist nicht zuerst das Ziel im Vordergrund, sondern, ob der Weg zum Ziel schon zum Ziel passt.
    Beispielsweise, hart zu arbeiten um später nichts oder weniger arbeiten zu müssen ist für mich paradox.
    Ich versuche möglichst gleich das Ziel zu leben.
    Glücklich macht mich, frei von Reue, Kränkungen, Ängsten und Sorgen und verbunden mit dem Leben zu sein.
    Der Artikel hat mir geholfen, das wieder klarer zu sehen.
    Danke.

  • Hey Tim,
    super Website! Weiß gar nicht welche Seite ich zuerst lesen soll… ;)
    Die 55 Gewohnheiten sind eine tolle Sammlung. Für jeden etwas dabei.
    Beim Durchstöbern deiner Seite wurde mir bewusst, was wirklich wichtig ist im Leben: nämlich auf sich selbst zu hören! Nur so kommt man voran…
    Ich finde es positiv, dass du deine persönlichen Erfahrungen immer mit einbringst. Das macht die Seite so lebendig.
    Viele Grüße und weiter so!
    Monika

    • Hi Monika,

      herzlich willkommen auf myMONK!

      Ja, das könnte die Essenz von myMONK sein: Hör auf Dich selbst und mach, was Du für richtig hältst.

      Liebe Grüße!

      Tim

  • Hi Tim,
    eine schöne Liste die ich insgesamt gelungen finde, aber bei manchen kann man sich drüber streiten, z.B.:

    #1 Morgens um 6 sind mehr Leute wach als Nachts um 3! Wenn man also Ruhe haben will (und wach sein möchte wenn die Konkurrenz schläft ;) ) ist man um 3 besser aufgehoben! Bauarbeiter, Dienstleister, Lehrer, Schüler, soziale Berufe, Straßenpenner: die sind alle zwangsweise früh wach! Dadurch verliert dieser Punkt etwas an Glanz. Ich selber bin trotzdem gerne früh wach, weil ich den Sonnenaufgang und die Frische des Tages mag. Ich mag es auch viele Dinge erledigt zu haben um dann auf die Uhr zu schauen und zu merken dass es noch gar nicht 12 ist! Dieser Punkt beisst sich auch stark mit
    #37 acht Stunden schlafen. Wenn ich um 5 aufstehe, muss ich um 20:30 langsam ins Bett gehen! Das ist aus sozialer Sicht nicht möglich! Ich schlafe 6 Stunden, stehe um 6 auf und mache bei Bedarf ein Nachmittagsschläfchen/Siesta (so wie es in vielen Kulturen auch üblich ist). Man schläft (Ich schlafe) übrigens in 90 Minuten Interwallen. D.h. sinnvoll sind Schlafzeiten wie 6 Std. 7,5 Std. etc!
    #25 Vollkorn: da streiten sich ja die Geister!
    #26 ich als Kommunikationsdesigner halte Bio für, zugespitzt gesagt, einen Marketingtrick: da gibt es den Bauern der seine krumme Gurke verkaufen möchte aber nicht weiß wie. Der Trick: deutlich teurer verkaufen, “unbelastet” (könnte ja auch “ungepflegt” drauf stehen) drauf schreiben damit es sich aus der Masse abhebt. Die Leute denken dass da was dran sein MUSS. Ist es aber nicht! Bio Sachen sind oft in kleineren Mengen abgepackt (mehr Verpackungsmüll?!), ein psychologischer Trick um einen wertigeren Eindruck zu vermitteln. Viele Menschen haben nix zu essen weltweit und wir haben das Problem dass und das normale Essen nicht gut genug ist sondern (vermeintliche) Luxus-Lebensmittel brauchen. Eigentlich pervers! Bio-Frisör der bei Mondschein die Haare schneidet? Bio-Benzin? Wtf?! Nicht-Bio-Lebensmittel sind nicht giftig und schmecken nicht anders. Schaut euch doch mal eure Großeltern an: Weltkrieg überlebt, jahrelang nix zu essen gehabt und die werden 90 Jahre alt! Und eure Eltern auch! Ich finde man muss bei Bio seinen Verstand oft gebrauchen und nicht alles wo Bio drauf steht blind kaufen. Ich hab nix gegen FairTrade etc. aber wer z.B. Bio aus Geschmacksgründen kauft, ist verblendet. Dazu:
    #23 Körperpflege: wenn ich nicht diese Chemie-Shampoos, komische Duftseifen und elektrischen Geräte benutze sondern nur Wasser und meine Hände: bin ich dann Bio?! :D (Scherzfrage!)
    #28 Vegetarier: ist natürlich Ansichtssache: ich war jahrelang Vegetarier, esse aber wieder (gemäßigt) Fleisch da ich das Kochen als Kunstform erkannt habe. Vegetarier sein ist so, wie wenn ich strikt nur eine Musikrichtung hören würde und völlig blind anderen Musikformen gegenüber wäre. Außerdem habe ich zu viele Vegetarier kennen gelernt, die sehr arrogant sind, denken sie wären auf einer höheren Bewußtseinsebene und – vor allem – andere ständig zu Vegetarier machen wollten. Dieser “Missionierungsaspekt” widerstrebt mir. Sind natürlich nicht alle so! (aber Veganer! Das sind die Schlimmsten!) :D :D
    #31 Nüsse machen aber viel fetter als Schokolade!
    #44 Pomodoro-Technik: furchtbar! Katastrophe! Schrecklich! Nie wieder! Die blödeste Zeitmanagement-Technik die ich je ausprobiert habe! Alle 25 Minuten bimmelt die Eieruhr, man soll 5 Minuten lang Pause machen und an nix denken, dann sofort weiter. Und das – angenommen man hat einen acht Stunden Arbeitstag – 16 Mal am Tag! Allein die tägliche Planung ist furchtbar. Durch die kurzen Arbeitsphasen von 25 Minuten wird jeder Flow-Moment, also der erwünschte Zustand wo man in seine Arbeit richtig versinkt und aufgeht, vernichtet. Das ist so wie alle 25 Minuten PC runterfahren, dann wieder alle Programme starten (klar, je nachdem was man fürn Rechner hat, geht das auch superschnell, dennoch, ich glaube ihr versteht was ich damit meine!) oder sich ausziehen, hinlegen, schlafen, fünf Minuten später aufwachen, anziehen, weiterarbeiten: unmöglich! Was mir selbst am meisten bringt ist ganz klar #3, #4, #6. Ich empfehle einen Wochenplan – außerdem nur bis zu drei Aufgaben am Tag, das reicht.

    Und eine ganz, ganz wichtige Regel fehlt:
    #100 Nur weil eine Sache für jemand anderes funktioniert, bedeutet das noch lange nicht, dass es für dich auch das Beste ist!

    Nur weil jemand von Lakritze, Marzipan, Ingwer, Spinat oder Knödel (ich mag alles andere, aber hasse Knödel!) schwärmt musst du es noch lange nicht auch mögen und vergöttern. Das wäre doch auch viel zu einfach! Es sind nicht alle Menschen gleich. Man muss für sich selbst verschiedene Dinge ausprobieren, um festzustellen, ob was funktioniert oder nicht. Die Pomodoro-Technik etwa ist für mich ein Desaster gewesen, mag aber tatsächlich für jemand anders funktionieren – Robotermenschen z.B. oder Leute im Gefangenenlager die drauf stehen permanent angebrüllt zu werden, oder Menschen die gerne am Fließband arbeiten!

    Das waren meine 5cent. Ich musste das loswerden, weil mich diese Themen auch schon jahrelang beschäftigen, aber leider keinen so schönen Blog habe!

    (Ich habe jetzt eine Stunde gebraucht um das zu schreiben, mit der Pomodoro-Technik hätte ich bestimmt doppelt so lange gebraucht!)

  • Super geschrieben und mit guten Beispielen verdeutlicht. Auch die Zitate wurden klasse ausgewählt.
    Ich lese im Grunde nur wenn ich es muss, beispielsweise für die Uni. Aber diesen Text habe ich sehr gerne
    und konzentriert gelesen. Ich werde ich noch mindestens einmal lesen, weil er mir so gut gefällt und mich
    inspiriert und motiviert etwas zu ändern.

    Also super super super :) Lg

  • Hallo Tim :)
    Am liebsten würde ich mir die 55 Gewohnheiten ausdrucken und in meinem Zimmer verteilen, aber das wäre wohl zu viel Papier und vor allem zu viel auf einmal…
    Ich habe deine Seite heute entdeckt (vor ein paar Stunden, um genau zu sein) und bereits acht oder neun dieser ellenlangen, fantastischen Beiträge verschlungen.
    Da ich mich selbst als einen glücklichen Menschen und auf jeden Fall auch als Idealisten bezeichnen würde, konnten mir bisher alle Motivationstrainer, Zitatesammlungen, selbsternannte Philosophen und wer noch alles mit seinen Ideen um sich schlägt – wie Recht einige von ihnen auch haben – nichts Neues erzählen. Du hast mich auch nicht auf einen neuen Weg gebracht, aber mehr als jeder andere hast du mich auf einem Weg bestärkt, den ich bereits eingeschlagen habe.
    Ich finde deinen Schreibstil toll, und zwar, weil du die Sache auf den Punkt bringst – kompromisslos und deutlich. Klar, über manche Sachen kann man streiten. Ob es wirlich gut ist, um 5 Uhr aufzustehen, wenn man dann zu wenig Schlaf bekommt, weiß ich auch nicht. Es verlangt aber auch niemand, dass diese Ratschläge ein allgemeingültiger, narrensicherer Weg zum absolut perfekten Leben sind. Da jeder Mensch unterschiedlich ist, können sie das ja auch gar nicht sein. Und dich zeichnet meiner Meinung nach besonders aus, dass du nicht versuchst, den allgemeingültigen Weg zu beschreiben. Du schreibst es auf, auch wenn es widerlegbar ist, auch wenn andere es vielleicht nicht so sehen, und versuchst nicht, es so schwammig und abstrakt zu formulieren, dass jeder erst einmal stundenlang interpretieren muss und dann auf das Ergebnis kommt, das er hören will. Also dafür echt ein dickes Lob.
    Ich werde erst einmal meinen Wecker stellen, nächste Tage den Blog eröffnen, den ich schon ewig haben wollte, und wenn ich endlich wieder in der körperlichen Verfassung bin, mit dem Joggen anfangen (wobei ich das sowieso getan hätte)… :)

    Ich werde in Zukunft auf jeden Fall öfter hier vorbeischauen !!

    Liebe Grüße

  • Ich schlafe also acht Stunden und stehe dann um Fünf Uhr auf. Bedeutet, ich bin am Abend zuvor um Neun ins Bett gegangen und direkt eineschlafen …

  • Das in Punkt 39 aufgelistete “Impfen”, das ist doch wohl nicht Dein ernst ?!!
    Alle anderen Punkte haben Substanz, aber Impfen ist doch das Vergiftungs-Programm für die noch ahnungslosen Menschen ! Weiß man doch heute, daß es nicht empfehlenswert ist, also.

  • Klar gegen Impfungen und Sonnenschutz!!!! (Alles konventionelle)

  • Ich liebe diese Seite!!!!!! Gib es die Artikel als Pdf ???

  • 56. Seine Gefühle Kommunizieren (vor allem dem Partner gegenüber)

    57. Sich mit den richtigen Menschen umgeben

    58. Gut zu sich selbst sein

  • NEIN!!!! Ich bin so anderer Meinung ..diese Person die hier beschrieben wird ist so wie ein Staat sich seine Bürger vorstellt…der Weg zum Glück ist subjektiv jeder Mensch wird anders glücklich ..sicherlich gehört Gesundheit immer dazu aber das wars schon alles ander ist subjektiv und genau das herauszufinden für sich selbst wie man halt glücklich wird ..ist meiner Meinung der Sinn des Lebens ..obwohl wir uns schönreden dass der Sinn des Lebens glücklich sein ist ..(seien wir mal ehrlich )das ist sehr selten der Fall dass Menschen wirklich glücklich sind ..dass was wir machen können ist es zu versuchen. Ich will hier an das Gedicht Ithaka errinern von Konstantinos Kavafis!

  • So eine Fülle von gehaltvollen Anregungen. SUPER. DANKE.

  • Danke Tim, für diese wunderbare Liste. Eigentlich ist alles so selbstverständlich. Aber eben nur eigentlich. Aber es hat mich sehr angespornt. Ich arbeite an mir.

    Ein paar Hinweise:

    #25: Auch Weizen kann man als volles Korn essen. Besser wäre: Vollkorn statt Weißmehl.
    #29: Trinken bevor man Durst hat, sehen einige Experten kritisch. Z.B. Dr. Max O. Bruker. Aus welchem Grund sollen wir dem Körper bei Hunger vertrauen und bei Durst misstrauen? Übermäßiges Trinken belastet die Nieren, die jeden Tropfen Urin einzeln erzeugen müssen.

  • Großartiger Artikel Tim!
    Das mit dem Fruchtzucker meiden versteh ich nicht ganz, esse seit einer Woche nur Bananen (40 Stück am Tag) und mir gehts blendend!

    Beste Grüße,
    Chris von burpose.at

    • Hi Chris,

      was die Ernährung angeht, bin ich echt kein Experte. Aber 40 Bananen ist eine stattliche Anzahl! Was steht denn hinter dieser Zahl 40 und der Idee, Dich (vorübergehend) nur noch von Bananen zu ernähren?

      LG

      Tim

  • Hallo Tim!

    Vielen Dank für den tollen Beitrag!

    Aber muss man wirklich acht Stunden schlafen? Ich schlafe meistens nur sechs:-(

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