Zuerst erschaffen wir unsere Gewohnheiten,
dann erschaffen sie uns.
– John Dryden

Unsere Gewohnheiten bestimmen über alle Lebensbereiche: was wir täglich tun macht uns gesund oder krank, erfüllt oder leer, kraftvoll oder kraftlos, einsam oder verbunden, lässt uns erfolgreich werden oder immer wieder scheitern. Wenn Du lernst, diese Macht für Dich zu nutzen, kannst Du Deine Ziele leichter erreichen, mehr Einfluss auf Dein Leben haben (und als Vorbild auch auf das Anderer) und tiefere Beziehungen aufbauen.

Für eine neue Gewohnheit müssen wir unsere Willenskraft anstrengen und durchhalten. Etwa 30 Tage lang. Bis wir den Durchbruch geschafft haben. Danach hat sich die Gewohnheit festgesetzt, wir folgen ihr weitgehend automatisch. Selbstdisziplin ist dann nicht mehr oder immer weniger vonnöten. Gewohnheiten entwickeln eine Eigendynamik und wirken dadurch sehr langfristig.

Es ist wie mit einem riesigen Schneeball, den wir ans Ziel bringen wollen. Hier lassen sich zwei Typen von Menschen unterscheiden. Die Einen nehmen alle Kraft zusammen, bringen die Masse in Bewegung, der Schneeball rollt ein Stück weit auf das Ziel zu … und dann lassen sie wieder los, der Ball bleibt wieder stehen. Sie wissen: um ihn erneut in Bewegung zu bringen, ist wieder ein enormer Kraftakt nötig … und sie zögern deshalb lange, bis sie noch mal Anlauf nehmen. Die Anderen nehmen ebenfalls alle Kraft zusammen, um die Masse in Bewegung zu bringen, der Schneeball rollt ein Stück weit auf das Ziel zu … und dann bleiben sie am Ball … erst mit beiden Armen und dann mit einem Arm und dann reicht ein kleiner Finger … und der Ball rollt und rollt aufs Ziel zu und alle anderen neun Finger und die eigene Kraft werden wieder für andere Sachen frei.

Die Ziellinie für den Schneeball kann alles sein, was wir gern hätten:

  • schlank, trainiert und voller Energie sein
  • eine glückliche Partnerschaft führen
  • ein aufregendes soziales Leben mit tiefen Bindungen und dem Gefühl, gut aufgehoben zu sein
  • zwei Millionen Euro auf dem Konto zu haben oder eine schicke Villa an der spanischen Küste
  • ein erfolgreiches Internetbusiness oder anderes Geschäft, von dem man leben kann
  • eine eigene Nonprofit-Organisation, die jährlich 50.000 Menschen hilft, am Weihnachtstag ein Dach überm Kopf und ein leckeres Essen auf dem Tisch zu haben

Die meisten von uns haben solche oder ähnliche Träume. Doch nur ein Teil von uns schafft es, diese Träume zu verwirklichen. Woran liegt das?

Ich glaube, es liegt an den Gewohnheiten. Und nicht daran, dass es ein paar auserwählte Glückspilze gibt, die mit einer sagenhaften Selbstdisziplin geboren sind daher alles schaffen können. Diese „Auserwählten“ haben kein gottgegebenes Glück, sondern Gewohnheiten geschaffen, die sie zu Glück und Erfolg tragen.

So, wie es John Dryden im Eingangszitat sagt.

Und so, wie es die indianische Geschichte vermittelt, die ich neulich schon einmal angeführt habe:

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee seinem Enkel über den Kampf, der in den Menschen tobt. Er sagte: „Mein Sohn, es gibt einen Kampf zwischen zwei Wölfen in jedem von uns. Einer der Wölfe ist böse. Er ist Zorn, Neid, Eifersucht, Kummer, Bedauern, Habgier, Arroganz, Selbstmitleid, Beschuldigung, Feindseligkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Lügen, falscher Stolz, Ueberheblichkeit und Egoismus. Der andere Wolf ist gut. Er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Bescheidenheit, Freundlichkeit, Güte, Menschlichkeit, Grosszügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen.“ Der Enkel überlegte eine Minute und fragte dann seinen Großvater: „Und welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Cherokee gab zur Antwort: „Derjenige, den Du fütterst.“

Die Geschichte trifft auf Gewohnheiten ebenso wie auf Charaktereigenschaften zu. Wir werden, was wir täglich tun.

In meinem Buch „12 Gewohnheiten, die Dein Leben verändern“ schreibe ich darüber, wie man neue Gewohnheiten am besten etablieren kann. Besonders wichtig dabei ist u.a.:

  • Nicht mehre Dinge auf einmal ändern wollen, sondern immer nur eine
  • Nicht zu viel auf einmal vornehmen, sondern zum Beispiel nur 10 Minuten Sport am Tag oder fünf oder eine Minute, statt 2 Stunden am Tag
  • Nichts für immer vornehmen (da erschöpft schon die Vorstellung), sondern nur für 30 Tage
  • Nicht nur ein- oder zweimal pro Woche praktizieren, sondern täglich

Gleich liest Du von einer Menge Gewohnheiten, die schon viele Menschen glücklich und erfolgreich gemacht haben und die auch Dein Leben verwandeln können. Manche dieser Gewohnheiten sind bereits Teil meines Lebens. Und in diesem Jahr will ich ein paar weitere hinzufügen. Eine nach der anderen.

Wenn ich über die folgenden Gewohnheiten nachdenke, dann stelle ich mir immer vor, wohin sie wohl tragen werden. Nicht heute oder morgen, sondern auf lange Sicht. Ich frage mich dann: wie wird mein Leben in fünf oder zehn oder 20 Jahren ausschauen, wenn ich heute mit der Gewohnheit beginne – und sie beibehalte?

Kurzfristig kann uns so manches Unerwartete aus der Bahn werfen. Wir können uns fest vornehmen, im nächsten halben oder ganzen Jahr vom Couchpotatoe zum Fitnessgott zu werden oder von einem unzufriedenen Arbeitnehmer glücklichen Selbstständigen, der von dem lebt, was er liebt. Und dann passiert etwas, ein Unfall, ein Beziehungsende, eine notwendige große Ausgabe, die alle finanziellen Rücklagen auffrisst. Kurzfristig kann uns das abhalten. Auf Sicht von einigen Jahren gibt es allerdings nur sehr, sehr wenige Ereignisse, die so massiv in unser Leben eingreifen, dass uns alle Wege versperrt bleiben. Du erinnerst Dich: Studien zufolge sind Lottogewinner und Menschen, die plötzlich im Rollstuhl sitzen, ein Jahr nach diesem Ereignis wieder genauso zufrieden oder unzufrieden wie vorher. Menschen finden also immer wieder in ihre Spur. Die Frage ist nur, wohin diese Spur sie führt. Und die Antwort darauf: dorthin, wo sie ihre Gewohnheiten tragen. Wer in Gewohnheiten denkt und handelt, denkt und handelt langfristig. Die Alternative hast Du vielleicht schon so oft wie ich am eigenen Leib erfahren müssen: einen endlosen Kampf voller Rückschritte und Frustrationen.

Hier sind sie: 55 Gewohnheiten glücklicher und erfolgreicher Menschen.

Grundlegende Gewohnheiten

Was ist schöner als die Gewohnheit, seinen Tag einer genauen Prüfung zu unterwerfen?
– Lucius Annaeus Seneca

#1 Um 5.00 Uhr aufstehen

Der frühe Vogel … ist ein Scheißstreber, dachte ich früher. Inzwischen weiß ich, dass man zu einer Zeit, in der die Welt noch schläft, besonders viel Ruhe und Zeit für das Wichtige findet. Zu dieser Uhrzeit habe ich im Studium in den Wochen vor den Prüfungen gelernt und später neben meinem Job ein kleines Internetbusiness gemeinsam mit meinem Geschäftspartner aufgebaut, von dem ich heute – ohne Job – leben kann. Seitdem stehe ich auf, wenn ich wach werde. Ohne Wecker. Das ist in der Regel erst nach 5.00 Uhr, doch ich kann mir gut vorstellen, den Tag wieder zu einer früheren Stunde zu meinem zu machen. Was könntest Du alles schaffen, wenn Du Deinen Tag schon 5.00 Uhr beginnst? (Für diejenigen, die nur nachts produktiv sind, macht es natürlich weniger Sinn, eine Stunde nach dem Zubettgehen schon wieder daraus aufzuerstehen.)

#2 Morgenritual der Meister

Viermal auf den Wecker hauen, dann in letzter Minute gequält und gehetzt aufstehen, unter die Dusche springen, etwas überwerfen und ab durch den längst überfüllten Verkehr ins Büro – so stressig kann ein Tag beginnen. Oder so: früh genug aufstehen, ein großes Glas Wasser trinken, ein paar Dehnungs- und Kraftübungen, dann eine Viertelstunde Yoga oder meditieren, duschen, ein Tee oder Kaffee und ein gesundes Frühstück, dabei etwas Inspirierendes lesen, anschließend die Ziele visualisieren, die für den Tag und die langfristigen. Und dann mit Puffer ins Büro. Wie der Tag beginnt, so geht er meistens auch weiter. Mit einem guten Morgenritual können wir den Grundstein für einen guten Tag legen, anstatt darauf zu hoffen, dass wir zufällig entspannt, zufrieden und fokussiert sind. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Dein Tag immer schon so beginnen würde, was könntest Du an einem solchen Tag alles schaffen?

#3 Ziele setzen

1953-73 wurde die berühmteste Studie über Zielsetzung durchgeführt: die fünf Prozent der Schüler/Studenten einer Klasse, die ihre Ziele aufgeschrieben hatten, hatten am Ende soviel Geld wie alle anderen zusammen. So oder so ähnlich die Ergebnisse. Die Studie wurde tausendmal zitiert, u.a. von den großen Coaches Anthony Robbins und Zig Ziglar … es gibt nur ein Problem: sie existiert gar nicht. Sie ist ein Mythos. Nachdem dies aufgedeckt wurde, forschten Wissenschaftler von der Dominican University of California nach einer echten Antwort auf die Frage „Bringt es was, sich Ziele zu setzen?“. Und sie fanden bestätigt: Menschen, die sich Ziele setzen, waren im Durchschnitt wesentlich erfolgreicher. Umso mehr, wenn sie die Ziele schriftlich festhielten und sich öffentlich verpflichteten, sie zu erreichen.

Über die Ziele hinaus geht die Lebensaufgabe. Wenn Du mehr vom Leben willst als ein abgehaktes Ziel nach dem anderen, könnte dieser Artikel interessant für Dich sein: Warum Du Deine Lebensaufgabe kennen solltest.

#4 Ziele visualisieren

Ob es hierzu Studien gibt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass schon Napoleon Hill im Klassiker aller Erfolgsliteratur, seinem Buch „Think and grow rich“, das Visualisieren der Ziele als das wohl wichtigste Mittel für Erfolg bewarb, ebenso wie eine Vielzahl großer Persönlichkeiten von Lincoln bis Einstein. Und dass ich die Ziele, die ich am häufigsten und lebendigsten visualisiert habe (mir also vorstellte, sie wären bereits Realität) am ehesten verwirklichen konnte. Die Ziele mindestens einmal, besser dreimal täglich zu visualisieren gehört aus meiner Sicht zum Pflichtprogramm für alle, die es ernst meinen – am besten in kräftigen Farben, bewegten Bildern, strahlend, riesig, vertont.

#5 Pareto-isieren

Die etwas ausgelutschte, da permanent herangezogene, und trotzdem nicht weniger wahre Pareto-Regel besagt: 20% der Gesamtzeit sind für 80% der Ergebnisse verantwortlich. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen sage und schreibe 80% der Gesamtzeit. Nur ein Bruchteil dessen, was wir tun, hat also einen echten Einfluss, der größte Teil ist trotz aller Anstrengung und alles Zeitaufwands vergleichsweise für die Katz. Pareto-isieren heißt priosieren, heißt seine Kraft dort zu investieren, wo sie einen glücklich und erfolgreich macht, heißt fokussieren statt prokrastinieren.

#6 Tagesziele am Vorabend

Den nächsten Tag schon am Vorabend zu pareto-isieren. Welche drei Aufgaben sind die wichtigsten für Deinen nächsten Tag? Was bringt Dich wirklich voran, was gibt Dir am Abend das Gefühl, einen guten Tag gehabt zu haben? Mache ich schon länger. Bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Wenn ich aufstehe, weiß ich, was zu tun ist. Nicht, was ich irgenwie tun könnte an diesem Tag, sondern tun sollte und werde – um am Tagesende richtig zufrieden zu sein.

#7 Den Frosch essen

„Den Frosch essen“ kommt aus dem Englischen und heißt, mit dem Unangenehmsten zu beginnen. Stell Dir vor, Du würdest schon in den ersten Stunden des Tages alles weggeschafft haben, was Dir die meisten Nerven raubt. Auch das ist nur eine Frage der Gewohnheit. Ich kann mir nicht viel vorstellen, das mehr befreit – und zwar vom unguten Gefühl im Magen, das uns so lange begleitet, bis wir den Frosch endlich heruntergeschluckt haben, der oft längst weniger eklig schmeckt, als wir es uns ausgemalt haben.

#8 Den einsamen Wolf zähmen

Viele Menschen wollen auf Teufel komm raus alles allein schaffen. Sie sehen sich gern in der Rolle des einsamen Wolfs, der in der Prärie umherstreift und ab und zu Beute findet oder eben verreckt. Dabei erhöhen wir nicht nur unsere Chancen auf Erfolg, wenn wir uns zusammentun, sondern haben mit den richtigen Leuten an unserer Seite auch noch viel mehr Freude. Der einsame Wolf lässt sich nicht mit einem Schuss erledigen. Wer ihn in sich trägt, muss viele Kämpfe gegen ihn führen, bis er gezähmt ist. Wo könntest Du Hilfe annehmen? Wo könntest Du Dich einer Gruppe anschließen, um mit mehr Freude und Unterstützung weiter voran zu kommen, privat und geschäftlich?

Ich trage von jeher einen einsamem Wolf in mir. Lange Zeit wilderte er tollwütig. Ich hatte Freunde und Familie, aber ich wehrte mich dagegen, Hilfe zu anzunehmen, als es mir schlecht ging. Natürlich brauchte ich dise Hilfe eigentlich dringend. Und ich habe einen recht hohen Preis aus Einsamkeit und Rückzug und Stillstand dafür bezahlt, dass ich so lange nicht nach den Händen gegriffen habe, die mir gereicht wurden. Heute zappelt der Wolf hin und wieder noch. Dann muss ich erneut gegen ihn kämpfen. Der Kraft der Gewohnheit sei Dank tue ich das auch immer mehr.

#9 Proaktiv sein

Proaktiv sein heißt Verantwortung übernehmen. Einen großen Teil unserer Umstände haben wir selbst kreiiert, und beim Rest entscheiden wir selbst, wie wir ihn einordnen und was wir daraus machen. Ja, manche von uns sind mit gigantischen Genen oder goldenen Löffeln geboren, während andere mit einem viel schlechteren Blatt auf der Hand starten. Das Leben ist nicht fair. Aber was nützt’s, sich darüber zu beklagen?

Proaktiv sein ist außerdem eine Frage der Frage. Wer proaktiv ist fragt: „Was kann ich tun, um ein Ziel zu erreichen, um glücklich zu sein?“. Wer nicht proaktiv ist fragt: „Warum ich?“, „Was ist stimmt nicht mir mir?“, „Warum habe ich’s immer so schwer?“.

Es ist unsere Wahl, ob wir das Universum für unser Glück und Unglück verantwortlich machen – oder uns immer wieder vor Augen führen, dass wir selbst es sind, die über ihre Reaktion entscheiden.

Ich denke, ich bin kein von Grund auf proaktiver Mensch, aber ich habe gelernt und lerne immer noch, die richtigen Fragen zu stellen. Die Fragen, die mir Möglichkeiten statt Unmöglichkeiten zeigen.

#10 Win-Win-Denken

Massenentlassungen. Spekulanten, die die Nahrungsmittelpreise schwanken lassen wie einen besoffenen Deppen im Wiesn-Zelt. Mächte mit Atomwaffen, Menschen in schmal geschnittenen Anzügen mit spitzen Ellenbogen links und rechts. Muss man in so einer Situation nicht nur an sich denken, um überhaupt eine Chance zu haben; ein  Arschloch sein, um nicht selbst beschissen zu werden?

Wir lernen in der Schule, aus den Zeitungen und Fernsehsendungen, in den Gesprächen unserer Mitmenschen das Leben als Nullsummenspiel kennen. Was der eine gewinnt, muss der andere verlieren. Ich glaube, dass finanzieller Erfolg so funktionieren kann, aber nicht muss. Sicher ist nur: wer des Geldes wegen seine Werte vergewaltigt, mag Geld gewinnen, doch er verliert sich selbst.

Win-Win-Denken geht anders. Bleiben wir mal beim Geldverdienen. Win-Win-Denker fragen nicht: „Wie könnte ich hier mit möglichst wenig Aufwand möglichst schnell viel Kohle herausziehen?“, sondern „Wie kann ich Wert für andere schaffen – der ihnen eine Bezahlung meiner Arbeit wert ist?“.

Im Leben gibt’s eben nicht nur einen Kuchen, bei dem jeder dem anderen etwas wegfrisst. So ist es vielleicht auf einem Kindergeburtstag, aber nicht unter wirklich Erwachsenen. Das Leben ist eher eine ganze Bäckerei. Wir können leckere Brötchen für andere backen – die es ohne uns nicht geben würde – und damit unsere eigenen verdienen. Wir müssen sie nicht umsonst backen, wir können gemeinsam mit den Abnehmern gewinnen.

#11 Erst verstehen, dann um Verständnis bitten

Um Brötchen backen zu können, die dem anderen schmecken, müssen wir seinen Geschmack kennen. Wir müssen lernen, aufmerksam nachzufragen und uns hineinzufühlen.

Das klingt einfacher als es ist.

Normalerweise läuft es eher so: der andere redet und wir nicken und währenddessen hören wir längst schon nicht mehr zu, sondern denken darüber nach, was wir antworten können, welchen Schatz aus unserer schillernden Erfahrungstruhe wir auspacken können, um uns als Ratschlaggeber oder Macher zu profilieren. Die Höflichen warten mit ihrer Antwort bis der Andere fertig ist, die Unhöflichen nicht. Letztlich spielt die Höflichkeit aber keine Rolle, wenn wir nicht konzentriert auf und offen für das sind, was wir hören.

Für tiefe Beziehungen voller Verständnis ist es wichtig, das Zuhören zu lernen und aufrichtig zu fragen:

„Wie geht’s Dir damit?“
„Was denkst Du darüber?“
„Verstehe ich Dich richtig, dass …?“

Wir werden nicht in absehbarer Zeit in der Lage sein, die Gedanken der Mitmenschen zu lesen. Aber wir können lernen, gut genug zuzuhören. Und es uns zur Gewohnheit machen.

#12 Einmal täglich durch die Angst

Die Angst wird uns immer begleiten (Erleuchtete, bitte meldet euch und korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Die Kunst ist nicht, die Angst loszuwerden. Weitergehen, durch die Angst, trotz der Angst … immer wieder … das ist die Kunst.

Durch welche kleine oder große Angst könntest Du heute schreiten?

Ein Gespräch führen, das Du schon lange vor Dir herschiebst, dass man es für Deine angewachsene Wampe halten könnte? Dich für eine Vorsorgeuntersuchung beim Arzt anmelden? Jemandem sagen, was Du für ihn empfindest? In der U-Bahn darum bitten, dass ein Jungspund für Dich aufsteht? Dich beim Bäcker beschweren, dass er Deinen Kaffeebecher immer nur halbvoll macht? Etwas bewusst unperfekt machen, wenn Du Perfektionist bist? Was immer es ist. Es wird Dir helfen. Und morgen wird’s schon einfacher werden.

#13 Zum Wort stehen

Ist traurig, dass man darüber überhaupt sprechen / schreiben muss. Noch trauriger macht mich, dass ich mich selbt nicht ausnehmen kann. Einige meiner Versprechen habe ich nicht eingelöst. Oft zweifelte ich schon im Moment meiner Zusage daran, sie einlösen zu können oder zu wollen. Das macht weder glücklich noch erfolgreich.

Eine Möglichkeit, sein Wort nicht mehr brechen zu müssen, lautet:

nein sagen, wenn man nein meint.

#14 Nein sagen

Als Kinder werden wir für „Neins“ regelmäßig bestraft, mit einem Rüffel, Liebesentzug, gestrichenem Taschengeld, Hausarrest. Wir sind sehr abhängig, müssen gehorchen oder mit unerwünschten Konsequenzen leben. Irgendwann sind wir erwachsen und tragen noch immer große Ängste in uns, die uns davon abhalten, nein zu sagen, wenn wir nein meinen. Mehr oder weniger bewusst fürchten wir, mit einem Nein eine Beziehung zu ruinieren oder aus einer Gruppe für immer ausgeschlossen zu werden. Doch erwachsene Menschen begegnen sich auf Augenhöhe, sie sind ehrlich, authentisch und selbstbestimmt. Mehr dazu unter Nein sagen.

Wem das Neinsagen schwer fällt, der kann es sich zur Gewohnheit machen, es mindestens einmal am Tag auszusprechen. Es ist wichtig, Grenzen setzen zu können.

Wozu könntest Du heute nein sagen?

#15 Musik

Ich weiß gar nicht, warum, aber in den letzten Jahren habe ich sehr wenig Musik gehört. Erst mit myMONK und dem Schreiben begann ich, die Kraft der Musik wieder für mich zu entdecken. Mit ihr lassen sich die eigenen Stimmungen wie Töne auf einem Klavier spielen, sie macht besonnen oder fröhlich oder ekstatisch oder kraftvoll, kann uns beim Sport antreiben oder bei der Arbeit fokussiert sein lassen … was auch immer man gerade braucht.

Während ich diese Zeilen schreibe, läuft ein Album von Max Herre. Welche Musik macht Dich glücklich, innerlich ruhig oder erfolgshungrig? Sie regelmäßig bewusst zu nutzen kann eine echte Waffe sein.

#16 Sich belohnen

Sich belohnen heißt: auch mal zurück blicken, nicht nur immer nach vorn. In jedem Moment können wir auf die Strecke schauen, die wir bereits zurückgelegt haben, oder auf die, die noch vor uns liegt – die Differenz aus Jetzt und Wunschzustand. Ich neige dazu, immer weiter nach vorn zu streben, ohne mal stehen zu bleiben, mir auf die Schulter zu klopfen und mich für all das zu belohnen, was ich schon geschafft habe. So, als hätte ich es nicht verdient, so, als wäre ich nicht weit genug gekommen. Das bürgt die Gefahr, sich pausenlos zu verausgaben und nie zufrieden zu sein und ist außerdem noch viel weniger motivierend, als zu wissen, dass uns nach dem nächsten erreichten Meilenstein zum Beispiel ein Kurztrip übers Wochenende oder ein Restaurantbesuch oder ein neues Buch erwartet, welches wir im Laden schon dreimal in der Hand hatten und aus irgendeinem schlechtem Gewissen wieder beiseite legten.

Geist

Durch richtige Bewusstheit in Bezug auf alle unsere Aktivitäten werden die Gewohnheiten des Denkens und Fühlens offengelegt und transzendiert.
– Krishnamurti

#17 Täglich 30 Minuten meditieren

Mit den Vorteilen der Meditation lassen sich Bücher füllen. Meditieren verändert das Gehirn, wie zahlreiche Studien beweisen. Wer jeden Tag eine halbe Stunde meditiert, wird schon nach wenigen Wochen viel klarer, fokussierter, ruhiger und gelassener sein. Es ist ein Schlüssel für eine Tür, hinter der eine andere Welt auf Dich wartet, außerhalb des dauergestressten, getriebenen Alltags. Glaubst Du, Dein Leben wäre ein anderes, wenn Du Dir diese Welt täglich erschließen würdest?

Knapp 20 alltagstaugliche Meditationsübungen findest Du im kostenlosen Ebook Die myMONK-Meditationen.

#18 Dankbarkeit kultivieren

So wie Meditation der Schlüssel zu einer Meta-Welt ist, ein Ausweg vom alltäglichen Wahnsinn, so ist die Dankbarkeit der Schlüssel zur Zufriedenheit.

Vorm Schlafengehen frage ich mich:

Wofür bin ich heute dankbar?

Was ist gut gelaufen?

Worüber freue ich mich, worüber konnte ich lachen?

Dauert vielleicht fünf Minuten und macht mich jeden Abend, glücklich, zufrieden und ruhig.

#19 Ein Buch pro Woche lesen

Wer eine Stunde täglich liest, kommt je nach Lese-Technik im Jahr auf gut 50 Bücher. Wie viel könntest Du über Dich, andere oder Dein Fachgebiet lernen, wie viel Expertenwissen aufnehmen? Wie viele neue Ideen entwickeln? Wie viel mehr Wert für andere schaffen?

Beim Lernen verknüpft das Gehirn altes Wissen mit neuen Dingen. Je mehr wir lernen, umso größer ist das Netz, umso mehr Verknüpfungspunkte gibt es für neues Wissen, und umso leichter lernen wir.

Ein lesender Geist ist ein agiler Geist.

Beginnen könntest Du mit dem kostenlosen Ebook Die myMONK-Essenz, das es für alle Abonnenten des ebenfalls kostenlosen myMONK-Newsletters als Dankeschön gibt.

#20 Neue Sprachen lernen (oder neue Vokabeln der eigenen Sprache)

Sprachen erweitern den Geist. Wie wir sprechen, denken wir. Mit einer neuen Sprache können wir daher auch neue Denkweisen erlernen.

#21 Medien-Diät

Wir kommen von einem langen, stressigen Tag heim und beladen uns auf der Couch liegend mit Bildern und Tönen, die überwiegend das Angstzentrum in unseren Köpfen ansprechen: 90% aller gesendeten Nachrichten sind schlechte Nachrichten, in fast jedem Film wird geschossen, getötet oder zumindest emotional schwer verletzt. Weil sich fast nur Rentner Heile-Welt-Zeug anschauen (der vielleicht nicht ängstlich, aggressiv oder pessimistisch macht, aber ebenfalls die Gefahr der Verblödung in sich trägt).

Mit den Zeitungen ist es nicht anders, mit dem Radio nicht, und mit sehr sehr vielen Seiten im Internet genauso wenig. Das meiste davon ist wie arterienverstopfendes Billigfettfastfood für den Geist, und wir schaufeln es so unbedacht und grenzenlos in uns hinein.

Davon abgesehen ist es einfach unheimlich zeitfressend. 2012 hat der Durchschnittsdeutsche 235 Minuten vorm Fernseher verbracht – täglich.

Wofür hättest Du Zeit, wenn Du Dich weniger den medialen Angstmachern hingeben würdest? Was könntest Du täglich erleben, genießen, lernen, lieben, mit wem Zeit verbringen?

#22 Bloggen / ein Journal führen

Ob ganz privat, in einem anonymen Blog oder mit offenen Karten: ein Tagebuch zu führen über das, was man gelernt hat, toll fand oder vor hat, schenkt Dir Selbstgespräche der allerbesten Art (und wenn Du bloggst auch Gespräche mit Gleichgesinnten, durch die Du weiter wachsen kannst).

Es schenkt Dir Klarheit über Dich, Deine Träume und Bedürfnisse, Gefühle und Muster. Schöne Erinnerungen. Und mehr.

Meine Meinung ist: heutzutage braucht jeder Mensch, der berufstätig ist, einen Blog. Siehe auch: 8 Gründe, warum Du unbedingt einen Blog haben solltest.

Körper

Die meisten Menschen leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten.
– Jean Cocteau

Die folgenden Punkte sind weitestgehend selbsterklärend und außerdem bin ich weit davon entfernt, ein Ernährungs- oder Bewegungsexperte zu sein. Daher nur vereinzelte Kommentare.

#23 Körperpflege

Duschst Du täglich? Putzt Du Deine Zähne morgens und abends? Gehst Du regelmäßig zum Friseur? Ziehst Du Dich schön an, um Dich wohl in Deiner Haut und Deinen Klamotten zu fühlen und selbstbewusst durchs Leben gehen zu können?

#24 Gesund Frühstücken

#25 Vollkorn statt Weizen

#26 Mehr Bio-Lebensmittel

Im Biomarkt einzukaufen ist teurer. Das hilft uns dabei, bewusster und gesünder einzukaufen und zu essen. Darüber hinaus erleichtert es das Gewissen aller Nicht-Vegetarier spürbar – vor allem wenn es um Fleisch und andere tierische Produkte geht.

#27 Fisch statt Fleisch

#28 Vegetarier werden

#29 Essen wenn man Hunger hat. Trinken, bevor man Durst hat

#30 Wasser trinken oder Tee statt Fruchtsaft, Cola und co.

#31 Nüsse snacken, statt Schokolade

Auch zuviel Obst ist aufgrund des hohen Fruchtzuckeranteils nicht gut.

#32 Mit dem Rauchen aufhören

#33 Mit dem Trinken aufhören

#34 Treppe nehmen (nicht die, die rollt)

#35 Täglich 30 Minuten Sport

#36 Einen Kampfsport ausüben

Ein Kampfsport verbindet Körper und Geist wie wenig anderes auf der Welt. Hab ich gehört.

#37 Acht Stunden täglich schlafen

Bist Du es Dir wert, so viel zu schlafen, wie es Dein Körper braucht? Im Schnitt sind es acht Stunden täglich. Insbesondere Führungskräfte schlafen viel zu wenig, laut einer Studie durchschnittlich nur 5-6 Stunden.

#38 In der Sonne Sonnenschutz verwenden

#39 Regelmäßige Gesundheits-Checks / Vorsorgeuntersuchungen / Impfungen

Arbeit

Es gibt keinerlei Lebensumstände, an die der Mensch sich nicht gewöhnen könnte, besonders wenn er sieht, dass alle in seiner Umgebung genauso leben.
– Leo N. Tolstoi

#40 Erwartungen übertreffen

Erwartungen übertreffen und Perfektionismus sind zwei paar Schuhe. Ich weiß auch gar nicht, ob es als Angestellter so viel Sinn macht, irgendwas übertreffen zu wollen – davon profitieren oft ausschließlich andere. Bei den Selbstständigen bin ich mir jedoch sicher: ein ungewöhnlich offenes Ohr für den Kunden zu haben, Aufträge überpünktlich zu erfüllen und in einer überraschend guten Qualität, das ist ein Garant für gute Mund-zu-Mund-Propaganda, die auch heute noch für viele Businesses der wichtigste „Marketing-Kanal“ ist. Nein, heute mehr denn je. Die Social Media sind wie Mund-zu-Mund-Propaganda auf Anabolika, wie der grandiose Gary Vaynerchuck gern sagt.

Für jeden Selbstständigen sollte aus meiner Sicht „Erwartungen übertreffen“ („Overdelivering“) zu den wichtigsten Prinzipien gehören.

#41 Single-Tasking

Multitasking ist heut der Produktivitätskiller Nummer 1. Wir wollen alles auf einmal schaffen – und schaffen nichts davon gut.

Ein offenes Browserfenster, eine offene Mail, eine einzige Aufgabe, nicht zehn, zwischen denen man kopflos umherspringt wie ein Hyperaktiver auf einer Überdosis Ecstasy.

Ein Schritt nach dem anderen. Das macht glücklich, weil man so im Moment ankommen und in einer Aufgabe aufgehen kann. Und erfolgreich, weil man alle Kräfte bündelt wie einen Laserstrahl und so zu Ergebnissen kommt, von denen jeder Multitasker nur träumen kann (natürlich während er gleichzeitig schreibt und telefoniert und isst und surft).

Wie viel mehr könntest Du schaffen, wenn Du Dir das Singletasking wieder zur Gewohnheit machen würdest?

#42 Kommunikations- und medienfreie Zeiten

Wichtigster Part des Singletaskings: einen Damm gegen die andauernd einströmenden Informationen und Belästigungen aufbauen. Zum Beispiel, indem man seine Mails nur zweimal täglich checkt. Oder sich über bestimmte Zeitblöcke ausschließlich einer Aufgabe widmet, während das Telefon auf lautlos gestellt ist.

#43 Mehr Pausen machen

Abartige Arbeitsvolumen, die Schickheit des Busy-Seins, die wichtig tuenden Dauergestressten … all das vermittelt uns: wir sollten permanent produktiv sein. Das ist ein Trugschluss. Wer zu selten Pausen macht – in denen er wirklich abschaltet, sich einen Tee macht, ein bisschen herumläuft oder aus dem Fenster schaut – killt seine Produktivität.

Wir Menschen sind keine Duracell-Hasen. Wir sind eher lebendige Hasen. Mal hoppeln wir, mal ruhen wir. Oder wir hoppeln nur und brechen dann auf dem Feld zusammen und werden von den Geiern oder Wildschweinen gefressen.

Pausen sollten wir uns gönnen, bevor wir das Gefühl haben, dringend eine zu brauchen. Dann sind wir nämlich längst so sehr ausgeschlaucht, das eigentlich der Feierabend nötig wäre.

#44 Pomodoro-Technik

Pomodoro ist eine Zeitmanagement-Technik, die Deinen Fokus bündelt und Dich durch regelmäßige Pausen auch langfristig konzentriert sein lässt.

Sie besteht aus fünf Schritten:

  1. Aufgabe schriftlich formulieren
  2. Wecker auf 25 Minuten stellen
  3. Aufgabe bearbeiten bis der Wecker klingelt
  4. 5 Minuten Pause machen
  5. alle vier Runden eine längere Pause machen für 15 bis 20 Minuten

#45 Netzwerken

Wie wäre Dein privates und berufliches Leben, wenn Du in den nächsten fünf Jahren jede Woche einen neuen Menschen kennen lernen würdest?

Ein gutes Buch zu diesem Thema ist „Never eat alone“ von Keith Ferrazzi. Gibt’s auch auf Deutsch als „Geh nie alleine essen“, weiß aber nicht, was diese Version taugt.

#46 Portfolio aufbauen

Wenn Du Künstler bist … wie viele Objekte könntest Du in fünf Jahren aufbauen, wenn Du täglich eine halbe oder ganze Stunde an Deinem Portfolio arbeitest?

Wenn Du Blogger oder Internetunternehmer bist … wie viel guten Content, wie viele gute Websites könntest Du die nächsten fünf Jahre aufbauen?

Und wie viele Aufträge, wie viel Geld würde diese Menge an Geschaffenem womöglich abwerfen?

Freizeit und Beziehungen

Nichts bedarf so sehr der Reform, wie die Gewohnheiten der Menschen.
– Mark Twain

#47 Regelmäßig in der Natur sein / Wandern

Gegengift für die ständigen Aufenthalte in künstlichen Kästen. Ob ein Spaziergang durch den benachbarten Park oder eine lange Wanderung am Wochenende: wenn wir in der Natur sind, werden wir nachweislich ruhiger, fühlen uns verbundener mit dem großen Ganzen und gewinnen auch im Kopf Abstand zum Druck und den Herausforderungen des Alltags.

#48 Reisen

Was fürs Erlernen fremder Sprachen gilt, gilt erst recht für das Reisen in fremde Gegenden. Ganz gleich ob inländisch oder an den Nordpol, Reisen lässt uns das Leben spüren, bringt uns auf neue Ideen, macht uns glücklich. Sich mit einem Wochenendticket in die Bahn zu setzen und in eine unbekannte Gegend zu fahren, kostet auch nicht die Welt.

#49 Familienessen

Fand ich als Kind oder Jugendlicher manchmal nervig, heute bin ich dankbar dafür, dass meine Eltern das so handhabten. Gemeinsam am Tisch zu sitzen und sich das Frühstück oder Abendbrot einzuverleiben, dabei miteinander zu sprechen, das sorgt dafür, dass wir tief verbunden mit unseren Lieben bleiben, anstatt uns nach und nach von ihnen zu distanzieren, weil jeder nur noch sein eigenes Ding macht.

#50 Täglich 15 Minuten die Wohnung aufräumen

Ach, wäre das schön. Bei dem Thema sollte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen … geht auch nicht, steht zu viel Krempel davor auf dem Fensterbrett.

#51 Ein Tag ohne Arbeit in der Woche

Ein Tag ohne Arbeit füllt die Kraft- und Kreativitäts-Kanister wieder auf. Umso besser können die eigenen Flammen am Folgetag wieder lodern.

#52 Zweimal drüber schlafen bei größeren Anschaffungen

Impulskäufe jenseits der eigenen Zahlungskraft brechen vielen Menschen das Genick. Die Gewohnheit, über größere Anschaffungen zweimal zu schlafen, bevor man sie tätigt, hilft dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn nach 48 Stunden lassen uns viele heiße Wünsche längst wieder kalt.

#53 Helfen

Ob Du an Karma glaubst oder nicht: helfen ist gut. Auch, weil es den Helfer schon im Moment des Helfens glücklich macht.

#54 Gegenseitige Massagen mit dem Partner

Körperkontakt stärkt die Bindung und die Beziehungsqualität.

„Du bist zuerst dran!“

#55 Täglich tun, was man liebt

Wir arbeiten für die Bank und für den Chef und für die Familie, die wir versorgen müssen. Wir kümmern uns um den Haushalt, den Papierkram, um Kunden, Kollegen und die, die wir lieben. Zu oft kommen wir selbst dabei zu kurz. Als ich in einem klassischen Job arbeitete, nahm ich mir keine Zeit mehr für die Dinge, die mein Herz erfreuen. Lange Zeit fiel mir das gar nicht auf, aber irgendwann wurde mir klar: ich hatte seit einem halben Jahr kein Buch mehr gelesen, obwohl ich unheimlich gern schmökere. Mit dem Meditieren war’s genauso so.

Ich denke, es ist wichtig für unsere Seelenheil, dass wir uns jeden Tag ein bisschen Zeit nehmen für das, was wir leidenschaftlich gern tun (unabhängig davon, ob wir dafür bezahlt werden).

 

Mehr dazu findest Du im Buch 12 Gewohnheiten, die Dein Leben verändern. Es zeigt Dir, wie Du Dinge in Deinem Leben wirklich verändern kannst – in kleinen, realistischen Schritten, und vor allem dauerhaft.
 

Photo: Jeffrey Pang