20 sinnlose Sorgen, die Du noch heute loslassen kannst (und wie das geht) | myMONK.de
|21. Januar 2013 12:40

20 sinnlose Sorgen, die Du noch heute loslassen kannst (und wie das geht)

„Ich bin ein alter Mann und ich habe viel Schreckliches erlebt, doch das meiste davon ist zum Glück nie eingetreten.“

- Mark Twain

Kopfüber springen wir mit unseren sinnlosen Sorgen in den großen Topf in Teufels Küche, in dem unser Verstand und unsere innere Ruhe weichgekocht werden. Sorgen können gestandene Frauen und Männer in die Kniee zwingen. Viele dieser Gedanken kreisen um Dinge, auf die wir nicht beeinflussen können. Nicht heute. Und nicht morgen.

Ich neige dazu, mir den Kopf zu zerbrechen über Sachen, die weder in meiner Macht, noch innerhalb der Lebenswahrscheinlichkeit liegen oder die für mich selbst eigentlich gar keine Rolle spielen. Wie Mark Twain erlitt ich Nächte und Tage voller unbegründetem Leid, das einzig in meinem Kopf exisitierte. Bis heute bin ich jedoch nicht von Außerirdischen entführt wurden, trafen mich weder ein Sonnensturm, noch ein Blitz; bis heute wurde ich im Schwimmbad nicht von einem Hai angegriffen (manchmal war’s echt knapp), bis heute weiß ich nicht sicher, was andere Menschen über mich denken oder wie sie handeln werden – ganz gleich, wie viel ich mich darum gesorgt habe.

Um voran zu kommen, müssen wir immer etwas loslassen.

Warum nicht ein paar sinnlose Sorgen?

Sinnlos sorgen wir uns immer dann, wenn sich die Gedanken drehen um:

  • Die Gedanken anderer Leute
  • Die Handlungen und Reaktionen anderer Leute
  • Die unabänderliche Natur der Dinge (Leben und Sterben, Tag und Nacht, Sommer und Winter …)
  • Geschehenes, Schicksale und Zufälle
  • Äußerst Unwahrscheinliches

Hier sind 20 Sorgen, auf die eines oder mehrere dieser Kriterien zutreffen:

  1. Die Norm. Die Norm ist ein hässliches Monster. Ein Bermudadreieck, das alles verschlucken will, was anders ist als der Durchschnitt. Ja, die Norm ist ein Arschloch. In ihrer Nähe stinkts. Puuuuh!
  2. Die Meinung anderer über Dich. Darunter lassen sich viele viele unserer Sorgen fassen. Ist deswegen sinnlos, weil wir weder die wahren Gedanken eines anderen lesen können, noch sie beeinflussen können – noch sie wichtiger nehmen sollten, als das, was wir denken. „Frage Dich nicht: was denken die anderen – frage Dich: ist es wahr“, hab ich irgendwo mal aufgeschnappt.
  3. Die Gedanken der Supermarkt-Kassierer und Kellner. Verdient einen Extrapunkt in meiner Liste, weil es so häufig und so absurd ist. Angst, Comics zu kaufen als Erwachsener, Kondome oder irgendwelches Spielzeug? Angst, im Restaurant etwas besonders Deftiges zu bestellen, wenn die Kellnerin nach Salat aussieht, oder vormittags ein Bier, wenn’s was zu feiern gibt? Hier in München tun die Kassierer und Kellner manchmal so, als würde ihnen die Sonne aus dem Arsch scheinen, sie sind unfreundlich und wollen einem das Gefühl geben, als sei man es kaum wert, bedient zu werden. Doch auch die Verkäuferin im Tiffanys lebt nicht in einem Edelsteinpalast.
  4. Die Pläne der anderen für Dich. Deine Eltern wünschen sich eine Ärztin als Tochter oder einen Anwalt als Sohn, weil sie dasselbe tun? Sie wollen Dich als Eiskunstlaufprinz(essin) sehen, weil sie das selbst mal angestrebt haben und gescheitert sind? Dein Chef will Dich nach Nowosibirsk versetzen? Die Personaler in den Konzernen verlangen ein Auslandspraktikum in China und 38 ehrenamtliche Engagements, auf die Du gar keinen Bock hast? Lassen wir sie planen. Und denken lieber darüber nach, was wir von Herzen wollen.
  5. Dein Aussehen / Dein Style. Die aktuelle Mode mag schön sein, aber sie bleibt sinnlos. Noch sinnloser sind die Sorgen darüber, ob die eigene Frisur, die Schuhe, die Brille oder die Tasche gerade angesagt sind – wenn man sie selbst mag und sich damit wohlfühlt, ist doch alles fine.
  6. Ob Deine Interessen zu männlich oder zu weiblich sind. Du bist eine Frau und liebst es, Dosenbier beim Bowling zu trinken? Oder ein Typ, der gern bei romantischen Filmen weint, dass es nur so tropft? Ist doch cool, bleib dabei – ganz gleich, wonach die anderen Leute „ihre“ Interessen ausrichten.
  7. Der Besitz und das Einkommen der anderen. Wie kann sich der Nachbar bloß die neue schnike Karre leisten? Warum hat die eigene Putzfrau mehr Klunker an Arm und Hals als ich? Du selbst bist Dein eigener Maßstab, Du zählst. Am besten nur Dein Geld, nicht das der anderen.
  8. Ob Du weit genug gekommen bist, in Deinem Alter. Mit 30 Jahren immer noch keine Million auf dem Konto? Immer noch keine Weltreise gemacht? Daran kannst Du nachträglich nichts mehr ändern. Aber: anstatt Dich über verpasste Gelegenheiten zu sorgen, warum nicht Deine Zukunft planen?
  9. Dein Alter. Wenn Du einen Weg gefunden hast, Dein Alter zu beeinflussen, schreib mir bitte unbedingt. Wenn nicht: warum sorgen wir uns darüber?
  10. Perfektion. Sich darüber zu sorgen, ob man eine Sache wirklich perfekt gemacht hat, ist so, wie sich über das Austrocknen einer Fata Morgana in der Wüste zu sorgen. Perfektion ist eine Illusion.
  11. Immer Recht haben. Vermutlich werde ich die Hälfte der Sachen, die ich heute schreibe, in ein paar Jahren so nicht mehr unterschreiben können. Es geht jedoch nicht darum, Recht zu haben, sondern darum, das auszudrücken, was man in einem Moment für richtig hält.
  12. Fehler. Fehler, die man in der Vergangenheit gemacht hat, sind geschehen. Man sollte die eigenen Entscheidungen nicht nach heutigem Kenntnisstand bewerten, sondern nur danach, was man damals wusste. Wenn sich eine Entscheidung hinterher als falsch entpuppt hat, dann wussten wir es damals meist einfach nicht besser.
  13. Der / die Ex. Sie ist weg, weg, und ich bin wieder allein, allein. Sprachen die Fantastischen Vier. Tim sprach: sie bleibt weg, weg und ich werde mich neu verlieben, neu verlieben.
  14. Political Correctness. Zu unterscheiden von Höflichkeit und Einfühlungsvermögen. Ich halte gern die Tür auf, stehe auch mal in der U-Bahn aus für jemanden, der dreimal so alt ist wie ich. Aber um politische Korrektheit sorge ich mich nicht mehr. Aber um potenzielle Fettnäpfchen herumzuspringen empfinde ich als Quatsch. Die anderen denken ohnehin, was sie wollen – auch über das, was man noch so korrekt auszudrücken versuchte.
  15. Die Entscheidungen anderer für sich selbst. Ist manchmal schwer. Sehr schwer. Aber wir können niemanden dazu zwingen, mit dem Rauchen oder Trinken aufzuhören, endlich mal zum Arzt zu gehen oder die Kündigung einzureichen, um einen drohenden Burnout abzuwenden.
  16. Besserwisser. Besserwisser wird es immer geben. Wer was anderes sagt, lügt!
  17. Facebook-Posts von Leuten, die Du nicht magst. Der Schweinekollege findet sich mal wieder besonders geil? Das kann man entweder lesen und sich darum sorgen, wo das nur alles hinführen soll, oder einfach nicht mehr lesen.
  18. Naturkatastrophen. Man kann aus einer Gegend wegziehen, in der ständig Überschwemmungen oder Tornados wildern. Doch man wird sie nicht aufhalten können.
  19. Alles andere, das Du nicht kontrollieren kannst.
  20. Warum ich? Trifft mich dieses Schicksal, weil ich ein böser Mensch bin und in die Hölle komme und vorher noch hunderte von Malen weitere Schicksale erleiden muss, die mir die Hölle auf Erden bereiten? Sich darüber zu sorgen, warum  ausgerechnet einen selbst XY trifft, macht nichts als kraft- und wehrlos.

Loslassen, klar – aber wie?

Wer sich von Sorgen befreien will, die sinnlos auf ihm lasten, muss sich der Sorgen zunächst bewusst sein. Sie im nächsten Schritt annehmen: „Ja, ich mache mir über XY Sorgen“. Und im dritten Schritt unterbrechen, wenn sie auftreten. Dafür gibt es verschiedene Mittel:

  • Sinnlosigkeit der Sorgen vor Augen führen: Du kannst es nicht beeinflussen? Warum dann darüber sorgen? Wie wichtig ist das Thema überhaupt: wirst Du Dich in drei Jahren, in einem Jahr oder auch nur in einem Monat noch darüber grämen? Wenn nicht, warum nicht gleich loslassen?
  • Nachteile der Sorgen vor Augen führen: Sinnlose Sorgen kosten Kraft. Kraft, die wir vielleicht dann brauchen, wenn etwas eintritt, das wir nicht verhindern oder beeinflussen können. Wenn es nicht eintritt, haben wir uns selbst grundlos gefoltert, unsere kostbare Zeit mit negativer Energie überschüttet, uns dessen beraubt, was ein großartiger Tag hätte sein können.
  • Ablenkung: Wenn die Sorgen aufpoppen, schließe Deine Augen und stell’ Dir ein riesiges, rotes STOPP-Schild vor. Beginne dann, Dich abzulenken. Bewegung, ein Kreuzworträtsel lösen, einen Freund anzurufen, Dir einen Tee zuzubereiten, einen Spaziergang zu machen, fröhliche Musik zu hören, zu arbeiten oder was auch immer. Zielgerichtete Ablenkung ist Dein Freund.
  • Feste Sorgenzeiten schaffen: Eine feste Sorgenzeit für den Tag einrichten und alle aufpoppenden Sorgen in diese Zeit verschieben. Funktioniert für mich persönlich nicht so gut, habe aber schon häufiger gehört und gelesen, dass es für andere eine passende Strategie ist.
  • Innere Ruhe entwickeln: Langfristig das beste und sicherste Mittel gegen übertriebene Sorgen. Vielleicht möchtest Du eine der Übungen aus dem kostenlosen Ebook Die myMONK-Meditationen zum festen Bestandteil Deines Lebens machen, um stärker, ruhiger und gelassener zu werden? Yoga soll auch helfen.

Schwieriger wird es dann, wenn man einen tief verankerten Glaubenssatz in sich trägt – a la „Meine Sorgen verhindern, dass etwas Schlimmes passiert“ oder “Wenn ich zu optimistisch bin, werde ich dafür bestraft”. Stellst Du einen dieser Sätze oder etwas Ähnliches an Dir fest, kann Dir die Technik des Reframings weiterhelfen. Mehr dazu unter Von einschränkenden Glaubenssätzen befreien in 30 Minuten.

Ich weiß auch, dass die obigen Schritte nicht dazu führen, dass man ab morgen für immer sinnlossorgenfrei ist. Aber mit den Techniken kann man sich nach und nach lösen.

Was übrig bleibt (Sorgenjunkies, wir können durchatmen, selbst der sinnvolle Stoff wird nie ausgehen)

Nicht jede Sorge ist umsonst. Was übrigt bleibt sind Dinge, über die es sich lohnt, ernsthaft nachzudenken. Dinge, die wir beeinflussen können. Es sind die eigenen: Gedanken, Gefühle, Pläne, Handlungen und Reaktionen. Dann können Sorgen als Handlungssignale dienen: „ich mache mir Sorgen, vielleicht sollte ich etwas unternehmen“. Anstatt uns in eine ängstliche Tance ohne Handlungsmöglichkeit zu versetzen, können sie uns so also aufwecken. Ständige Kopfschmerzen könnten einen Arztbesuch nötig machen, schlechte Schulnoten des Kindes Gespräche und Nachhilfe, komische Geräusche des Autos eine Fahrt in die Werkstatt, Schnee Winterreifen, Geldknappheit heruntergeschraubte Ausgaben oder hochgeschraubte Einnahmen.

Ich geh jetzt ins Schwimmbad. Wenn mich im Becken (oder unter der Dusche) doch ein Hai angreift, dann ist es eben so. Vielleicht pack’ ich noch zur Sicherheit Pfefferspray ein. Ein paar Gramm davon in der Badehosentasche helfen in so einem höchst unwahrscheinlichen Notfall immer noch mehr als eine Trilliarde quälender Sorgen auf den Schultern.

 

Photo: spaceodissey

55 Kommentare

  • Wenn aus Sorgen Ängste werden, kann man diese auch transformieren.

    Aber, was ich eigentlich schreiben wollte:
    Das Alter kann man wohl nicht beeinflussen, solange Menschen die Zeit in Tagen, Monaten und Jahren messen.

    Aber was man beeinflussen kann, ist das Altern.

    Einfach aufhören zu glauben, dass man überhaupt altern muss. Mache ich schon seit ca. 15 Jahren. Bin seitdem nicht wirklich gealtert.

    Glaube ich zumindest :-)

    Viele Grüße

    Ingo

    • Hi Ingo, is ja unheimlich! ;) – Nein, im Ernst: ich denke, ich weiß, was Du meinst. Ich nehme an, weder Deine körperlichen Beschwerden haben zugenommen, noch beschwerst Du Dich mehr über alles, als vor 15 Jahren (Jammern scheint mir auch mit zunehmendem Alter anzusteigen)?

    • Hallo Ingo, so mache ich das auch seit jeher. Ich bin nun 38, fühle mich wie 25 (aber mit der genug Erfahrung ;) und gucke aus wie 30 :)

    • Letzthin habe ich einen schönen Bericht gelesen zum Thema Alter in anderen Teilen der Welt. Am schönsten fand ich den Kommentar eines Mannes aus dem Orient, der meinte, er wüsste nicht wann er Geburtstag habe und wolle es auch nicht wissen. Sobald er davon wüsste, würde er altern, aber ohne diese Zahlen im Kopf könnte er einfach leben und genießen ohne sich mit Gleichaltrigen zu messen. Eine schöne idee. Einfach nicht so genau hinsehen ;)

      • Hi Jelika,

        ich hatte vor nicht allzu langer Zeit Geburtstag, da triffst Du einen wunden Punkt bei mir ;)

        Im Orient isses anscheinend deutlich weniger bürokratisch als hier. *lach*

        Danke für die schöne Anekdote, gefällt mir sehr.

        Liebe Grüße

        Tim

    • Muss grad so lachen, ich glaube, ich kann das ZU gut. :D

      Ich bin jetzt 34 und hier ein paar Eindrücke der letzten ca. 4 Jahre:

      - Der Busfahrer, der mir ungefragt eine Schülerkarte auszuhädigen versucht.
      - Beim Tabak- oder auch mal Bierkauf: “Bist du schon 16, zeig mal deinen Ausweis.”
      - Der Tierschutzspendenschnorrer an der Wohnungstür: “Oh! Sind deine Eltern da?”

      So weit alles cool, nur wenn mich irgendwelche Kiddies für (annähernd) gleichaltrig halten und ausfallend werden (mein Kleidungsstil, Brille), dann nix wie weg.

      Die körperlichen Beschwerden haben nur minimal zugenommen seither, aber Jammern ist nicht so mein Ding.
      Bei vielen der oben genannten Sorgen wundert’s mich immer wieder, wieso die Leute sich das denn überhaupt antun?
      So viel unlogisches Zeug.

      • Lach… die Beispiele kenn ich nur zu gut :) ich werd nächsten Monat 39 und muss oft noch meinen Ausweis zücken um zu beweisen das ich schon 18 bin :)

        Und jammern pfff über was? Es ist wie es ist und jammern hilft bei keinem Problem weiter ;)

  • ich habe es wieder sehr gerne gelesen. wirklich toll geschrieben, und es gibt einem zu denken. denn auch ich neige dazu mir stets und ständig über irgendetwas unnötige sorgen zu machen. ich werde in zukunft sicher einiges beherzigen, was ich hier gelesen habe. vielen dank!

  • Das kenne ich auch nur all zu gut. Das Gedankenkarussel kann einen zur Verzweiflung bringen.
    Danke für den Artikel und die Tipps :-)

  • Herrlich und auf den Punkt gebracht! Ich bin zum Glück schon soweit gekommen, dass mir die Gedanken und/oder Reaktionen anderer nicht (mehr) so wichtig sind. Sollen Sie sich das Maul zerreißen oder versuchen, mich zu beeinflussen. Mir egal. Ich gehe meinen Weg, und wem er nicht gefällt, der darf gerne an der Weggabelung abbiegen ;-). Das klingt jetzt etwas fatalistisch, aber die Erfahrungen insbesondere des letzten Jahres haben gezeigt, dass das ständige Kreisen meiner Gedanken um andere mich nicht voranbringt, sondern schnurstracks in den Wahnsinn treibt. Und da gefällt es mir nicht so gut…

    • Aloha Andrea, danke – freut mich, dass der Text Dich anspricht. Klingt so, als hattest Du 2012 einige Kämpfe zu kämpfen gehabt gegen die Gedanken über die Gedanken der anderen. Umso schöner, dass Du auf einem so guten Weg bist! LG Tim

  • Haha, die Gedanken der Kassierin.
    Interessant, dass es offenbar noch mehr Menschen gibt, die sich über die Gedanken der Kassierer Gedanken machen. Dabei ist es wirklich vollkommen sinnfrei.
    Gut, dass du mich wieder einmal daran erinnert hast!

    • Hi Juli, das war von mir ins Blaue geschossen, die Vermutung, dass das andere auch schon so erfahrne haben – nun bin ich froh, dass ICH nicht der einzige bin, dem es manchmal so geht oder ging! :) LG, Tim

  • Hej!
    das ist ein reichhaltiger Text:-)
    Vielen Dank, habe zu einem der “Alten”, Epiktet, ähnliche Gedanken geschrieben.
    Nicht, was wir erleben oder was andere Menschen zu uns sagen oder welche Meinung sie von uns haben ist entscheidend für dich: Unsere Einstellung dazu ist es.
    Deine Zusammenstellung muss ich noch einige Male lesen…so etwas benötigen wir von zeit zu Zeit, weil wir so einfache Hilfen zu schnell wieder vergessen.
    Lieben Dank
    Toffel

    • Hey Toffel, schön von Dir zu lesen! Hoffe, es geht Dir gut. Und ich danke Dir für Dein Kompliment an den Text. Mir geht’s oft genauso: ich lese etwas, es scheint mir klar und einfach zu sein … zu einfach … und dann vergesse ich es sofort wieder. Dabei sind es doch in den meistens Fällen die einfachen Lösungen, die uns weiterbringen. Keine komplizierten Techniken oder vertrackten Pläne. Liebe Grüße, Tim

  • Hach. Wohltuend wie immer.

    An der Stelle mit der Kassiererin musste ich ganz schön lachen. ICH mache mir nämlich jedes Mal Sorgen darüber, ob ich es wohl DIESMAL SCHAFFE, die Einkäufe in die Tüte zu packen, BEVOR sie fertig mit eintippen ist und mir die Summe “entgegenbellt”… Denn DANN folgt immer dieser schreckliche Moment… Die Leute warten… Ich bin zu langsam… Erst das Geld rausholen oder erst den Rest einpacken? Stress. Wie unnötig. Ommmmmm….

    • Hahaha! Genau das denke ich auch sehr oft! Ich halte schon extra alles bereit, um dann schnell fertig zu sein…
      Aber ehrlich gesagt hat da noch niemand einen dummen Spruch gemacht. Nur ich mir selbst.

      • Hehe, das kenne ich auch! Irgendwann habe ich festgestellt, das ich beim Einkaufen in meiner Freizeit an der Kasse dermassen unter Stress stand, das ich mir dachte: Das kann es doch nicht sein! Also habe ich auch mal in normaler Geschwindigkeit eingepackt. Und? Mich hat keiner gefressen, auch noch nie wenn ich noch einpacken musste. Die Kassierer versuchen zu stressen, aber sonst niemand.

        Lg

  • An dieser Stelle empfehle ich allen denen der Beitrag gefallen hat das Buch Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle.

    • Hi Basti, danke für Deine Buchempfehlung. Hab ich vor einiger Zeit mal gelesen, war mir aber nicht sicher, wie es mir gefällt. LG Tim

  • Wirklich genialer Artikel! Humorvoll und informativ. :)
    Es ist echt unglaublich wieviel (schei**) wir manchmal denken. Wo kommen diese Gedanken her? Sind diese nur da, um unsere “Langeweile” zu stopfen? Würden wir nichts denken, was wäre dann? Totale Stille im Kopf?

    Stille befreit auf jeden Fall und gibt neue Kraft&Harmonie.

    :)

    Top Artikel!

    Liebe Grüße

    Valeria

  • vielen dank für den artikel! :-)
    gut das ich ihn jetzt gelesen habe – bin vor kurzem wieder in die oben genannten sorgenfallen getappt über die gedanken der anderen über mich – voll sinnlos natürlich!
    aber der satz: “frage dich nicht was denken die anderen, sondern: ist es wahr?”
    den find ich toll! gut um aus dem gedankenkarusell herauszukommen…
    liebe grüsse edith

    • Hi Edith, ja diesen Satz mag ich auch besonders gern. Ich glaube, es ist menschlich und auch in Ordnung, hin und wieder in die “Was denken die anderen”-Falle zu treten – solange man es dann bald bemerkt und gegensteuert. LG Tim

    • hi edith, du kannst gerne mal bei katie byron nachlesen. ihre methode “the work” stellt genau diese frage und hinterfragt unsere eigene denkweise auf unglaublich effektive art und weise. lg barbara

  • Ich glaube dieses mal wirds ausgedruckt und neben Charly Chaplins Geburstagsrede an den Kühlschrank gehängt. Auch wenn mein Kopf es nach ein paar Tagen schon nicht mehr bewusst wahrnehmen wird. Ein Reminder bleibts trotzdem.

    • Hi Doreen, vielen lieben Dank für das große Kompliment, einen myMONK-Artikel zu einem kleinen Teil Deines Lebensraums zu machen! :) LG Tim

  • Hallo,

    diese Seite kannte ich noch nicht, wird aber gleich gespeichert!
    Viele, viele Körnchen Wahrheit mit Humor vermittelt – super, danke dafür!
    Bei vielem davon bin ich dabei, es umzusetzen. Jetzt weiß ich, das es noch vielen anderen so geht und ich auf dem richtigen Weg bin :-)

    Lg

  • Sorgen sind nichts anderes als negative Gedanken und Bilder, die vor dem inneren Auge ablaufen. Sie entstehen, weil man negativen Gedanken die Macht gibt sich zu manifestieren. Es ist schwer los zulassen, weil positive Gedanken eher das Unvorstellbare sind. Dabei ist es gar nicht so schwer, positive Gedanken zu trainieren. Es ist einfach nur eine Geduldsache. Hat man aber einmal den Dreh raus, lebt es sich viel gesünder.

  • Der Artikel ist wirklich top. Und es trifft genau auf den Punkt. Über was wir uns im Alltag doch oft Sorgen machen… meine Güte… das ist wirklich krass.

    Vielen Dank für den Artikel.

    Lieben Gruß, Michel

  • Herzerfrischend! Wenn jemandem die Sonne aus dem A… scheint, werd ich mal hintenrum schauen.
    Danke für deine Schubser :))

  • In München gibt es auch Tiffany ? Ich liebe die Hähnchenteile dort. Wir haben hier in Wiesbaden nur indische Leute in dem Laden und die sind richtig süß. Und Sorgen? Die habe ich schon lange nicht mehr – warum auch ? Weil ich mit meinen 50 Jahren gemerkt habe, dass ich mich 30 Jahre umsonst gesorgt habe :)
    Seit ich versuche, jeden Tag meines Lebens wie ein hübsche Perlenkette aneinander zu reihen, geht es mir richtig gut. Versuchen im Hier und Jetzt zu leben, das geht. Als Kiddis konnten wir das – wir haben das sich sorgen nur erlernt und nicht in den Genen.
    Aso und gegen muffelige Bedienungen hilft nur eines: ein fettes Trinkgeld und beim nächsten Besuch haste die netteste Bedienung. Die sind nämlich nicht von Natur aus so – manche machen den Job für fünf Euro die Stunde, is so, weiß ich sicher. Und da ich meine Menschen versuche lieb zu haben, so möchte ich sie auch mit ein paar Taler unterstützen. Ist doch normal, oder? In diesem Sinne einen wundervollen Sommertag!
    Liebe Grüße
    Binchen

  • hallo, bin hier zufällig über den Blog gestolpert. Über den letzten Absatz mit dem Hai und dem Pfefferspray musste ich voll schmunzeln, ein kleines bißchen auch lachen (werde ich mir merken).Ansonsten hasst du vollkommen recht mit deinen Ansichten. je länger wir in den Sorgen verweilen, desto dauerhafter baut sich dieses negative Bild vor den Auge auf und es läuft von da an nur noch alles schief. Was mir hilft, ist an meine Engel zu glauben und dann in das Bewusstsein gehen, dass es immer eine Lösung gibt für das Problem. Es gibt immer einen (Aus)weg für alles. Das gebe ich auch in meinen Beratungen so weiter.

  • Mein Gedankenkarussel kann ich ganz einfach stoppen, indem ich mir ganz genau überlege was der Grund ist für meine schlechten Gefühle. Dann überlege ich wie ich diese Gründe beseitigen oder verändern kann, damit es mir besser geht.
    Sobald ich mich beim kreiseln im Gedankenkarussel erwische weiß ich: Es ist Zeit aktiv in mein Leben einzugreifen und eine Änderung zu machen.
    Insofern freue ich mich mittlerweile sobald ich merke ich habe angefangen mit grübeln, denn ich weiß dadurch was ich besser machen kann.

  • Als ehemalige Kassiererin finde ich Punkt 3 Recht lustig. :-) Ja, Kassiererinnen machen sich Gedanken, auch über seltsame Einkäufe und so…Warum denn nicht? Dann hat man mal was zum Schmunzeln… Und aus sowas kann doch auch mal ein kleiner Schnack entstehen. Ich finde es schade, wenn man sich immer nur so steril begegnet und sich gegenseitig nur in seiner Funktion wahrnimmt. Und was die Unfreundlichkeit angeht: Da muss man sich als Kassiererin – und ich vermute, auch als Kellnerin – von den Kunden auch einiges bieten lassen….

    Ansonsten finde ich den Artikel mal wieder sehr schön und inspirierend. ;-)

  • Ein super Text.Auch prima für Jugendliche um Ihnen die ein oder andere Sorge zunehmen.Ich habe deinen Text ausgedruckt und aufgehängt.So kann ich mir immer wieder ein paar Zeilen durchlesen in der Hoffnung sie so zu verinnerlichen.
    Vielen Dank :)

  • Danke für Deinen Artikel :-)
    Wirklich gut.
    LG

  • Oh wie spooky… woher kennst Du meine jahrzehntelang gehegt und gepflegten Mantras à la “Meine Sorgen verhindern, dass etwas Schlimmes passiert“ oder “Wenn ich zu optimistisch bin, werde ich dafür bestraft”. Ich hab gerade einige Sekunden gebraucht, um meine heruntergeklappte Kinnlade wieder einzufahren.
    Ich war das personifizierte “Mal den Teufel an die Wand, dann verschont er Dein Haus” Gedankenmuster. Und wurde von allen seiten ungläubig belächelt, wie man denn so g´schmarrert denken kann.
    Es hat eeeeeewig gedauert, sich aus dieser Zwangsjacke rauszuschälen. Immer wieder griffen die Schnallen um sich und zurrten sich noch enger um mich. Jedesmal mit dem bitteren Beigeschmack “Du darfst nicht anders denken, Du siehst doch, das dieses Muster (Deine) Wahrheit ist”. Und solange ich so dachte, bekam ich auch immer brav die Bestätigung dafür, an jeder Ecke wartete das bedrohliche Leben auf mich und zack, ein weiterer Magenschwinger, der mich in die Knie zwang.
    In einem wie gesagt sehr langen Prozess und der klaren Entscheidung, so nicht weiter machen zu wollen und vorallem, so nicht weiter machen zu müssen ließ ich das Muster los, nachdem ich es erkannt und angenommen hatte. Es ploppt immer wieder auf, aber ich begegne ihm heute anders, geduldiger, weiser, respektvoller. Es belohnt mich, indem es mich nicht mehr festhält. Oder bin ich es etwa, die sich mit der Freiheit belohnt, sich nicht mehr von dem Muster fesseln lassen zu müssen ;-)
    LG

    • Hi Eszter,

      du siehst: wir sind uns da alle ziemlich ähnlich. Fast jeder von uns sorgt sich, auch über absurden Kram und schrägen Verknüpfungen und Aberglauben.

      Wie schön, dass Du inzwischen so viel freier davon bist!

      LG

      Tim

  • Sehr guter Beitrag Tim,

    LOSLASSEN ist einer der wichtigsten Punkte im Leben.
    Ich habe da auch einen Blogbeitrag verfasst, möglicherweise sind da ein paar Ergänzungen dabei: http://mentaltrainer1.wordpress.com/2012/04/10/loslassen/

    Wünsche Dir weiterhin so gute Beiträge ;-)

    Mit den besten mentalen Erfolgsgrüssen,
    Swen-William Bormann ;-) Wenn Du es träumen kannst, dann kannst Du es auch: “Einfach tun”!

  • Dazu nur zwei Wörter: Danke und Genial!☺

  • Das ist nun zwar eine Frage, welche vielleicht nicht direkt zum Thema passt, aber ich möchte sie trotzdem gerne mal stellen.

    Mein kleines Problem ist, dass ich über die letzten Jahre irgendwie vergessen habe, wie man seine Gefühle ausdrückt bzw. wie man sich selbst ist.

    Ich meine, viele Leute können gar nicht unterscheiden, ob ich glücklich oder traurig bin. Natürlich sollte es mich nicht kümmern, was andere darüber denken, aber um das geht es ja gar nicht. Ich will einfach nicht falsche Signale aussenden. Ich weiss nicht, von wo das kommt. Ich weiss jedenfalls, dass es sich dieses Jahr schon ein wenig verbessert hat.
    Auch mit dem lachen habe ich Mühe. Es wirkt nicht wirklich überzeugend und überhaupt gibt es Situationen, wo ich mein Lachen oft unterdrücke. Wohl aus dem Grund, dass ich mich schäme, einfach loszulachen bzw. überhaupt zu lächeln. Weiterhin verstelle ich mich teilweise in der Höflichkeit extrem. Ich meine, ich erfinde Sachen, um andere zu gefallen, mache Witze über Dinge, die ich eigentlich selbst nicht lustig finde und stehe auch nicht zu meinen Meinungen. Ok, ich stehe schon zu ihnen, aber nicht mit der vollen Überzeugung. Ich habe auch Angst, gewisse Sachen zu tragen aufgrund Meinungen anderer… oder sage nie das, was ich eigentlich sagen will sondern eher, das, was die anderen hören möchten. Oftmals wäre es sogar besser, ich würde gar nichts sagen (da ich ja eigentlich gar nichts zu einem gewissen Thema zu sagen habe/möchte), mache es aber trotzdem und wirke dann wieder komisch auf andere Leute.

    Ich möchte das alles aber nicht mehr. Ich möcht erstens meine Emotionen zeigen können, lachen können, wann immer ich will und einfach ich selbst sein. Aber warum ist das nur so schwierig? Warum muss es so schwer sein, einfach natürlich zu sein? Ich muss immer wieder hören, dass ich anfangs immer so komisch wirke. Ich weiss nun nicht, ob das daran liegt, dass sich die Leute daran gewöhnen und deshalb sagen, am Anfang. Oder ob ich mich halt mehr öffne und mehr mich selbst werde. Ich weiss es nicht. Ich habe einfach keine Lust mehr, mich zu verstecken. Ich möchte ohne Anstrengung ich selbst sein. Momentan finde ich es ja äusserst anstrengend und schaffe es meist für eine Stunde, wenn ich Glück habe, dann falle ich in die alte Muster zurück -_-

    Von wo kommt das? Und wie werde ich davon endlich los? Bis ans Ende meines Lebens möchte ich jedenfalls nicht so leben.

    • Das ist nicht so selten, wie du vielleicht glaubst, Tenshi, denke ich. Es sind deine Blockaden, die das Fliesen deiner Gefühle behindern, und das ständige Kontrollieren mit dem Verstand, hinter dem letztlich Ängste stecken. Versuchs doch mal mit EFT, geh zu einem Seminar, und nimm dir täglich einige Minuten, um wieder etwas freier zu werden.

      Bald wirst du lächeln, über deine Muster :)

  • Mark Twain war schon ein kluger Mann! Nebenbei mal großes Kompliment für die Seite bzw. vor allem den Inhalt. Es ist selten, so viele wirklich treffende Themen zu lesen. Wenn ich mir deine Lebensgeschichte anschaue aber auch die Themen, erkenne ich mich erschreckend oft wieder ;) Weiter so! Das Buch ist auch super!

  • Man weis das alles im tiefsten aber die Gedanken kommen immer wieder.
    Lg Britta

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