Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Woran erkennt man, das ein Blog im Sterben liegt?

An einem Post, der so beginnt:

„Sorry, dass ich hier so lange nicht geschrieben habe, aber …“

So soll dieser Text nicht beginnen und na ja, er beginnt ja auch nicht so.

Ist jetzt knapp zwei Monate her, mein letzter Text. Was war los mit dem Tim? Vom Zug überfahren? Von Außerirdischen entführt oder Innerirdischen eingesperrt? Keinen Bock mehr? Au contraire!, wie der Franzose sagt (danke nochmals an meine Französisch-Lehrerin, die mir diesen einzigen, einsamen Ausdruck in vier Jahren Schulunterricht beigebracht hat).

Irgendwie brauchte ich nach dem letzten Buch ein bisschen Abstand und Zeit zum Auftanken, Bücher schreiben ist doch noch mal um einiges anstrengender als bloggen. Dass es so eine, für Internetverhältnisse, lange Zeit wurde, war nicht geplant, fühlte sich aber richtig an. Obwohl ich zweifelte: Darf ich wirklich so lange Pause machen, während sich die Welt weiter dreht und dreht wie ein fieses Horror-Ketten-Karussell, bedient von einem verzerrt grinsenden, schwitzenden Irren, der niemanden mehr absteigen lassen will? Aber ja, ich denke schon, ich durfte, wir dürfen, so wie’s im Herbst regnen darf. „Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens“, schrieb John Steinbeck, und selbst wenn sie’s nicht wäre, keinen Zweck hätte als den, dass sie uns gut tut, hätte sie doch ihre Berechtigung.

Nächste Woche rappelt’s hier jedenfalls wieder im Karton. Ich hab auch in dieser Pause in die Tasten gehauen, aber eben weniger, langsamer, erst mal nur für mich. Und mich über die Mails von euch gefreut, die hier neues Zeug vermisst haben – es tut mir gut zu wissen, dass es nicht egal ist, ob ich was veröffentliche oder nicht.

Was bleibt zu sagen?

Vor allem eins: Danke für eure Treue und eure Nachsicht mit mir. Ist beides alles andere als selbstverständlich für mich, wo ich sogar mir selbst gegenüber nicht immer allzu nachsichtig bin.

Also Danke, wirklich. Und auf die nächsten Meter!

 

Photo: Robert Couse-Baker