|5. Januar 2012 15:48

Wie uns Stress krank macht

Was im Körper geschieht, wenn wir Belastungen ausgesetzt sind, haben wir bereits unter Stress erfahren:

„Im Kampf-oder-Flucht-Modus schaltet der Körper in einen höheren Gang. Das sympathische Nervensystem reagiert, der Hypothalamus (ein Teil des Gehirns) aktiviert die Hirnanhangdrüsen, diese führen ein Hormon in den Blutkreislauf, das ACTH (adrenocorticotropes Hormon). ACTH erreicht die Adrenaldrüsen, die darauf hin mehr Adrenalin (Epinephrin) und Glukortikoide wie Cortisol prodzieren.“

Das Herz schlägt daraufhin schneller, die Muskeln spannen sich an, wir atmen schneller und flacher.

Aber wie macht Stress uns eigentlich krank?

Stress wirkt sich vor allem auf die Muskeln aus, auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und auf das Verdauungssystem.

Stress und die Muskeln

Beim Stress ziehen sich unsere Muskeln zusammen und spannen sich an. Durch die Muskelspannung können die Nerven, die Blutbahnen, Organe und Knochen belastet werden – wenn der Stress und die Anspannung über längere Zeit bestehen bleiben.

Unter anderem können stressbedingte Muskelanspannungen folgende Erkrankungen auftreten:

  • Muskelkrämpfe, Muskelzucken
  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Schmerzende Muskeln im Gesicht, am Kinn und im Nacken
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Brustschmerzen

Stress und das Herz

Stress spielt eine wichtige Rolle bei Herzinfarkten, Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Schlaganfällen, denn Stress:

  • erhöht den Blutdruck
  • verengt die Blutgefäße
  • kann die Blutgerinnung verstärken
  • steigert den Cholesterinspiegel
  • kann Herzrhythmusstörungen auslösen

Heute weiß man, dass Stress bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine ähnlich große Rolle spielt wie Rauchen, mangelnde Bewegung oder Übergewicht.

Stress und das Immunsystem

Nachdem sich die Beweise in den letzten Jahrzehnten immer weiter gemehrt haben, dass Stress und Emotionen das Immunsystem angreift, ist eine neue Forschungsrichtung entstanden, die sich ausschließlich mit diesem Thema befasst – die Psycho-Neuro-Immunologie. Stress schwächt das Immunsystem nachweislich und macht es so angreifbarer für Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze. Außerdem kann Stress Entzündungsreaktionen auslösen oder verstärken.

Aus diesen Gründen kann Stress nach heutigem wissenschaftlichen Stand vermutlich die folgenden Erkrankungen begünstigen oder verstärken:

  • Infekte / Erkältungen
  • Rheuma
  • Hauterkrankungen und Allergien
  • Herpesbedingte Krankheiten
  • Krebs
  • HIV / AIDS

Stress und das Verdauungssystem

Auch vor dem Verdauungssystem macht der Stress nicht Halt.

Stress wirkt auf vielfältige Weise, zum Beispiel:

  • beeinflusst er die Produktion und Abgabe von Magensäure
  • die Peristaltik verlangsamen oder beschleunigen

So kann er:

  • zu Durchfall oder Verstopfung führen
  • Blähungen und Magenkrämpfe hervorrufen
  • Gewichtsverlust auslösen
  • Speiseröhrenentzündungen verursachen

Stress, Burn-out und die Folgen

Wie sich dauerhafter, starker Stress in Form eines Burn-outs auf den Körper auswirkt, erfahrt ihr unter Burn-out.

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