Warum eine Kündigung sinnvoll sein kann – auch wenn nicht weiß, was man danach machen soll | myMONK.de
|17. September 2012 08:22

Warum eine Kündigung sinnvoll sein kann – auch wenn nicht weiß, was man danach machen soll

BWL-Studium, danach in eine Werbeagentur, internationale Kunden betreuen. Um die ganze Welt reisen, damit die Kunden und der Arbeitgeber glücklich sind. Und man selbst? Immer weniger. So oder so ähnlich geht es vielen, egal ob in Beratungen, der Werbebranche, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder Banken.

Auch Su Busson. Die nach fünf Jahren zwischen Meetings, zwischen Hotels und Flughäfen und Key Accounts und ewig langen Arbeitstagen selbst nur noch ZWISCHEN war.

Erst verliert man die Freiheit über seine Zeit und die Tagesabläufe.

Dann die körperliche und geistige Gesundheit.

DiePresse.com schreibt über Su Busson:

„Mein Leben war genauso wie das, das Heather Locklear in der Fernsehserie „Melrose Place“ geführt hat. Und genauso wollte ich immer sein.“ Doch die Rolle der knallharten Karrierefrau hat auch ihre Tücken. Schon bald nach dem Ausklingen der ersten Euphorie beginnt sie, schlecht zu schlafen. Fängt sie an, über ihr Leben nachzudenken. Den ewigen Rhythmus zwischen arbeiten und schlafen, unterbrochen nur von unzähligen Zigarettenpausen. Zeit für Sport gibt es nicht, das Essen kommt von der Tankstelle – weil beim Verlassen des Büros schon alle Geschäfte geschlossen haben. Sie fühlt sich zunehmend unwohl, erschöpft, wird anfällig für Krankheiten.

Fünf Jahre ging das so, dann war Schluss mit der Karriere in der Werbeagentur.

So viel stand fest.

Was sie stattdessen tun sollte, wusste Sue damals noch nicht.

Sie versuchte sich als Fitness-Trainerin, bildete sich in alternativen Heilverfahren weiter und wurde zunächst Yogalehrerin.

Heute arbeitet die selbst, wie sie sagt, “fast vom Burn-out Betroffene” als Lebensberaterin und Coach für und mit Menschen, denen das eigene Leben die Luft abschnürt.

Fakt ist:

“Sie selbst, sagt sie, lebt jetzt genau das Leben, das zu ihr passt.”

Da haben wir’s wieder:

passen muss es muss passen

Das geschah bei Sue nicht mit einem Knall, der sie sofort an die für sie richtige Stelle im Leben gebombt hätte.

Wo diese, die richtige Stelle ist, konnte sie erst Stück für Stück sehen, nachdem sie sich gelöst hatte aus den alten Ketten der gewöhnlichen Jetset-Karriere.

Wenn Du Dich unwohl fühlst, wenn Dein Job Dich, Deinen Geist und Körper nur noch abfuckt – dann musst Du nicht zwangsläufig auf die perfekte Chance für einen Wandel warten.

Du weißt nicht, was Du statt mit dem nervigen Job mit Deinem Leben anfangen solltest?

Den für sich selbst richtigen Fleck auf diesem Planeten kann man oft erst dann erkennen, wenn aus dem Gefängnis ausbricht und sich damit eine freie Aussicht erkämpft.

Dass Du diesen Platz nicht sehen kannst, während die Handschellen Deine Arme wundreiben heißt nicht, dass es ihn nicht gibt.

Wir sehen uns in der Freiheit.

 

 

Photo: varun suresh

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41 Kommentare

  • Das ist ein schöner und sehr wahrer Bericht !
    Ich würde dem gerne zustimmen und genau das machen… einfach kündigen und etwas anderes machen.

    Ich finde nur das die nicht immer so einfach ist. Natürlich kann man einfach kündigen, aber wenn man finanziell schon schlecht da steht.. Dann lässt sich sowas nicht so gut in die Tat umsetzen.

    • So siehts mal aus. Das selbe habe ich neulich auch schon unter einem ähnlichen Artikel geschrieben. (Dort wurde es auch nicht kommentiert^^)
      Man kann immer schön große Reden schwingen von “leben deinen Traum”. Das ist auch alles richtig so und ich würde es sofort machen wenn ich könnte.
      In der Realität ist das aber leider nur was für Leute, die genug Geld haben. :(

      • Hi Nadine,

        also ich kann nur von mir sprechen. Ich hatte damals einen Plan und auch einiges vorbereitet, bevor ich gekündigt habe. Aber viel Geld hatte ich nicht auf dem Konto.

        Klar, ich hatte auch keine Verantwortung für andere Menschen (Kinder oder so) … aber kann man damit wirklich jeden Traum niederbügeln?

        LG

        Tim

        • Hi Tim, ich hatte das neulich unter “heute den ersten Schritt gehen” schon geschrieben… ging wahrscheinlich unter, kein Ding. Ich kopiere es nochmal hier rein:

          Lieber Tim,
          das ist schön geschrieben, und passt mal wieder super zu meiner derzeitigen Situation. Auch ich bin die tägliche Tretmühle sowas von leid. Und in der letzten Woche hatte ich sehr viel Zeit darüber nachzudenken, da mich der Arzt wegen meiner Depressionen eine Woche aus dem Verkehr gezogen hat. Wies aussieht stehe ich an der Schwelle zum Burnout.
          Mein ganzes Wesen ist bereit für eine Veränderung… ich bin auch wirklich absolut der Typ zum “Aussteigen”. Angst bzw. Mut ist nicht das Problem… das Problem ist – mein Bankkoto sagt nein.
          Und da kommt die Realität ins Spiel: Du kannst nicht einfach deinen Job kündigen und deinem Traum nachgehen, wenn dein Konto überzogen ist, du einen Kredit abzahlen musst und nichts auf der hohen Kante hast. Da bleibt dir eben nur die Hoffnung auf einen Lottogewinn oder auf “Irgendwann” (Rente?).

          Klar sind kleine Schritte auch im Alltag möglich. Aber das Leben von Wochenende zu Wochenende bzw. in der wenigen Freizeit die einem bleibt ist auf Dauer auch nicht grade erfüllend :/

          LG
          ———

          Und ja, im moment sehe ich das alles als ziemlich aussichtslos. 8(

          • Hey liebe Nadine,

            meine Meinung ist: wichtig ist, dass Du erst einmal wieder zu Kräften kommst. Dass es Dir wieder gut geht.

            Hamsterrad oder Leidenschaft hin oder her, natürlich sind das wichtige Fragen, aber ich denke, dass DU gerade wichtiger bist.

            Ich hab’s damals so gemacht: http://mymonk.de/mut-zur-kuendigung/

            Deine Situation kenne ich ja nun nur grob, und ich weiß auch nicht, ob es gerade noch den Gründungszuschuss und so gibt, aber langfristig ist es ganz sicher möglich, dass Du aus dem Job, der Dich anscheinend fertig macht, aussteigst und etwas anderes tust. Vielleicht ist es ja vorrübergehend auch ein anderer Job – aber einer, der Dir mehr Freude macht und besser zu Dir passt?

            Liebe Grüße und vor allem: gute Besserung!

            Tim

  • Ich stimme Anni zu. Aber leider ist der Durchschnittsverdiener, oftmanls verschuldet, von daher einen Job einfach aufgeben, ist oftmals nicht möglich ohne vorher schon was anderes klar gemacht zu haben.

  • Da bin ich ja in einer Luxussituation ;-)
    Montag habe ich meine Kündigung bekommen (betriebsbedingt) und nun steht mir die Welt offen. Ich glaube, man muss an einem bestimmten Punkt im Leben angekommen sein, um dies wirklich als Chance begreifen zu können, nicht als Bedrohung. Und es hilft, wenn die finanzielle Situation einigermaßen überschaubar ist.

  • Hi Stephan,

    herzlich willkommen im neuen Leben.

    Und … zumindest in Deiner Situation scheint es angemessen zu sein … Glückwunsch! :)

    Was machst’n jetzt? Gibt’s etwas, dass Du schon lange vor hattest, wofür aber nie die Zeit da war?

    LG und Danke für Deine News,

    Tim

  • Hi Tim,

    jetzt erstmal Urlaub und ein Umzug – dann mal weiterschauen, was sich so ergibt ;-)
    Ich liebäugel gerade mit Capoeira, um endlich mein Portugiesisch und meine Knochen etwas herauszufordern. Beruflich gibt es nichts, wofür vorher nicht auch Zeit gewesen wäre.

    Jetzt bleibt die Gretchenfrage – eigener Herr oder Angestellter werden/bleiben…

    • Die Frage nach “eigener Herr oder Angestellter” ist vermutlich nicht an mich gerichtet – meine radikale Meinung kennst Du ja ;)). Urlaub und Umzug klingt auf jeden Fall schon mal sehr schön! Ziehst du in eine andere statdt oder innerhalb um?

  • Ich habe mir gestern morgen genau diese Frage gestellt. Heute bekomme ich als erstes diesen Artikel angezeigt. Ist das Schicksal, Zufall oder schon ein Wink mit dem Zaunpfahl? Was auch immer es ist, danke jedenfalls für die Inspiration!

    • Ich danke Dir, Saskia! Freu’ mich, Dich hier begrüßen zu dürfen. Bin sehr gespannt, wovon Du beruflich träumst, magst Du das kurz hier mit uns teilen? Wenn Dir das zu privat ist dann auch gern per Mail an mich (info@mymonk.de). Fänd es schön, mehr von Dir zu erfahren. Thx, LG, Tim

  • Jeder sollte versuchen in einer Welt wo es nur um Macht und Geschäft und Geld geht zumindestens durch “und das ist wichtig, denn es betrifft jeden auf diesem Planeten” Eigenverantwortung sich selbst zu definieren wo er steht. Niemand sollte die Schuld wo anders suchen oder glauben wer anderer als man selbst kan deine, also seine Lage aktiv verändern. Ein Jeder eine Jede hat es in der Hand seinen/ ihren Weg zu finden. Das einzige was uns hindert ist die Angst was würde geschehen wenn?!
    Ich mache zur Zeit so eine Phase durch ich àndere meinen Kurs wo er enden wird weiß ich nicht nur soviel die Tage sind wieder spannend man lernt dazu .
    Wäre ich gibt’s nicht, Probleme was ist das = es gibt für alles eine Lösung und ihr werdet es nicht glauben es gibt genug Menschen Die Dir helfen Es zu Tun. ALSO tu es. Worauf wartet Ihr

  • Hallo zusammen
    Hallo Monk
    Ich lese sehr aufmerksam die Komentare und die Artikel hier. Diesen Gedanken trage ich schon lange mit mir herum. Also ich bin alleine habe meine Finanziellen Gegebenheiten ziemlich in Griff. aber der Job der laugt mich aus und gibt mir das Gefühl in einer geschlossenen Welt zu leben. So wie in einem Cocoon. Trotzdem dass ich den Gedanken, einfach zu kündigen, mit mir herumschleppe wie eine Kette, mache ich diesen Schritt nicht. Wieso und was sind die gründe? Sind dies alte eingepflanzte GEwohnheiten, dass man nicht aufgeben soll , sonst bist du ein Versager oder wurde einfach in der Kindheit eine Gewohnheit infiltriert aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Wer hindert einem Neue Wege zu beschreiten?. Ist dies unser innerstes? Oder unser Umfeld?. Und wo geht der Weg hin, wenn man keine Richtung hat? Ich werde in Kürze 50 Jahre jung. Soll man sich bis zur pensionierung durhc quälen oder habe auch die 50iger ein recht auf einen Neuanfang? Ich weiss der enscheidende Drang muss vonmir kommen, doch wo anfangen? Vielleicht könnt Ihr mir hier einige Inputs geben. Besten Dank für euer verständniss. Und Monk danke für die wertvollen Berichte.
    Gruss Urs

  • Bei mir war die Kündigung eine Art logische Kurzschlussreaktion. Nebenher hatte ich ja schon das Studium zum Psychologischen Berater laufen, aber der Job fraß dann doch meine ganze Energie. Die kam nach der Kündigung schlagartig zurück und seither läufts wie geschmiert mit neuen Ideen und Gelegenheiten. Die wichtigste Erfahrung dabei ist für mich das absolute Freiheitsgefühl, endlich SELBST entscheiden zu können, wo es hingeht.

  • Nachdem ich gemerkt habe, dass Menschen scheinbar am besten drauf sind, wenn sie kündigen dürfen, habe ich dem Thema mal ein ganz eigenes Tumblr gewidmet:
    The Art of Quitting – http://theartofquitting.tumblr.com/

    • Hi Stephan,

      hab ja lange nichts mehr von Dir gehört, danke für den Link – gleich mal n paar Videos dort anschauen! :)

      LG

      Tim

  • Hallo Tim,
    mich hat die “Karriere” an meine körperlichen und psychischen Grenzen gebracht. Dass mir damals der Vertrag nicht verlängert wurde, ist heute für mich ein Segen. Die ersten Monate befand ich mich wie in einem Schockzustand. Was tut ein Hamster, wenn ihm das Hamsterrad weggenommen wird? Die große Krise hat mein Leben ganz schön durchgerüttelt. Heute, 1,5 Jahre später, mache ich erste Gehversuche in ein neues Leben. Auf dem Arbeitsmarkt bin ich nicht fündig geworden… jetzt helfe ich Menschen, sich ein zweites Standbein neben dem Beruf aufzubauen und sich so mit einem passiven Einkommen eine neue Freiheit zurückzuerobern. Ich kann nur jedem empfehlen, der merkt, dass der Job ihm nicht mehr gut tut, keinen Spaß macht oder man gar ständig krank ist…so früh wie möglich die Reißleine zu ziehen. Damit es nicht wie bei mir zum Supergau kommt. Danke für Deine schönen, inspirierenden Artikel. Ich habe einen kleinen, halbprivaten Blog http://www.selbstfindungstrip.blogspot.de. Hier schreibe ich jedoch nur über mich, darfst aber gern vorbeischauen. Alles Liebe

    • Hey Tanja,

      Danke für Deine Zeilen!

      “Was tut ein Hamster, wenn ihm das Hamsterrad weggenommen wird?” -> nice, gefällt mir besonders gut.

      Noch besser gefällt mir, dass Du Deinen Weg gefunden hast, und dass sich die schlechte Nachricht doch in eine sehr gute gewandelt hat.

      LG

      Tim

  • hallo myMonk, ich verfolge deine Seite seit einiger Zeit und finde sie sehr interessant. was ich schade finde, ist, das Du nie auf die Probleme der Leser eingehst, die zwar Interesse haben die Probleme zu ändern, allerdings nicht die Möglichkeit. So wie heute zum Beispiel, die finanziellen Möglichkeiten. Was können diese Menschen tun, außer noch Unzufriedener werden? LG Sabine

    • Hi Sabine,

      Danke für Deinen Kommentar und dafür, dass Du schon länger hier liest!

      Meine Gedanken zu Deiner Frage:

      “was ich schade finde ist, dass Du nie auf die Probleme der Leser eingehst, die zwar Interesse haben die Probleme zu ändern, allerdings nicht die Möglichkeit”

      -> Könnte es sein, dass ich es manchmal doch tue? Dass ich zum Beispiel in vielen Texten über Veränderungen im Innen schreibe?

      Und könnte es genauso gut auch sein, dass die Menschen, von denen Du schreibst, nicht KEINE Möglichkeit haben?

      LG

      Tim

  • Diesen Weg zu gehen, sollten sich ruhig mehr Menschen trauen.

  • Hallo zusammen:-)

    und danke lieber Tim. Ich frage mich auch, ob die Erscheinung Deines Artikels ein Wink für mich ist, denn ich stehe im Moment gerade an diesem Punkt, mich zu entscheiden den Job aufzugeben, oder nicht. Noch bin ich in der Probezeit, die in 3 Wochen ausläuft, überlege aber der Kündigung der Geschäftsleitung zuvorzukommen. Ich habe es so satt in eine Rolle gepresst zu werden, die ich einfach nicht mehr bereit bin zu spielen. Die Umstände und die Stimmung haben sich in den letzten Wochen rapide verschlechtert. Ehrlich gesagt würde ich mich freuen, wenn der Vertrag nicht verlängert wird, denn ich spüre ganz tief, dass für mich jetzt der Punkt erreicht ist, aus dieser Branche endlich auszusteigen. Für mich ist eben der Knackpunkt die finanzielle Seite, oder Absicherung. Obwohl ich von dieser Angst mich auch schon immer mehr löse. Ich war bisher noch nie angewiesen auf Gelder vom Amt und diese Wahrscheinlichkeit löst ein komisches Gefühl aus, dass mich in die Warteposition versetzt und ich deshalb wohl auch noch bei diesem Job bin.
    Anderseits sehe ich eine Kündigung auch endlich als meine Chance…. ich könnte mich gezielt mit den Themen auseinandersetzen, für denen mein Herz schlägt und hätte dann die nötige Zeit, meinen Weg in meine Richtung zu gehen.
    Das Wunderbare an der Sache ist, dass ich gerade in dem jetzigen Job so tolle Menschen kennengelernt habe, die das selbe durchgemacht haben und die mich bestärkt haben, meinen neuen Weg zu gehen. Und auch die Idee, die ich für mich habe, wie ich meine Zukunft gestalten möchte, sind durch diese Menschen viel klarer und konkreter geworden. Ich weiß also, wo ich gerne hin möchte und habe auch schon einiges dafür unternommen.
    Darum bin ich diesem Job auch sehr dankbar und zeigt mir wieder einmal, dass alles einen Sinn und Grund hat, warum es gerade jetzt so ist.

    Und trotzdem bleibt bei mir die Frage: Soll ich warten auf meine Kündigung und nebenbei daran arbeiten, mir ein zweites Standbein aufzubauen oder soll ich selbst die Initiative ergreifen und um Kündigung bitten;-)

    Vielleicht habt ihr ja ein paar Denkanstösse für mich.

    Liebe Grüße, B.

    • Ja das überlege ich auch schon länger. Ich habe noch nicht gekündigt, aber ich bin dabei, mir ein weiteres Standbein aufzubauen. Ich habe jetzt eine Strategie und warte auf das nächste “Sozialpaket” meiner Firma. Das letzte traute ich mir nicht anzunehmen. Aber da so eine neuerliche Kündigungswelle abzusehen ist, ob früher oder später, weiß man nicht, aber diese kommt gewiss, habe ich vermutlich unbewusst im sommer aus furcht den schwanz eingezogen. So gesehen habe ich doch noch jemanden, der meine miete zahlt und ich kündige, wenn mein neuer Job steht!

      Lg Bettina

  • Ich befinde mich auch gerade in dieser Situation. Ich war erfüllt von meiner Arbeit, bin jeden Tag glücklich zur Arbeit gegangen und glücklich wieder Nachhause gegangen. Und dann wurden mir Steine in den Weg gelegt und ich wurde angesprochen selbst zu kündigen. Ich bin sehr enttäuscht, denn ich habe all diese Menschen geliebt mit denen ich zusammen gearbeitet habe. Im Moment bin ich krank geschrieben, schon 7 Monate. Und in dieser Zeit sind viele meiner Lieben verstorben. Ich bin sehr traurig und frage mich ob es wirklich ein zurück für mich gibt, oder ob ich gehen soll.

  • Hallo MyMonk,

    ich bekam den Link zu diesem Artikel geschickt, nachdem ich endlich! die betriebsbedingte Kündigung am Dienstag bekommen habe.
    Einerseits fühlte es sich verdammt gut an gekündigt zu werden, da es genau dass war, was ich unbedingt wollte. Andererseits ist da dennoch ein mulmiges Gefühl dabei, denn ein klares Ziel wie es weiter geht habe ich noch nicht. Ich versuche jetzt erst einmal meine Gedanken zu sortieren.

    • Hi Tina,

      na in diesem Fall definitiv: Glückwunsch zur Kündigung! :)

      Sortiere Dich, nimm Dir Zeit, die nächsten Schritte werden sich schon auftun!

      LG

      Tim

    • Ich wünsche noch, aber ich glaube das wird bei mir nicht eintreffen ;-) Ich muss da wohl selbst tätig werden *seufz*

  • Hallo tim

    Durch Zufall auf deiner Seite gelandet und schon jetzt ein rießen fan!
    Auch ich stehe gerade vor einer beruflichen Umbruchphase.
    Gefangen in einem furchtbar schwergängigem Hamsterrad jongliere ich gerade mit Ideen mich daraus zu befreien.
    Noch ist die Angst zu groß mich damit in den finanziellen Abgrund zu stürzen aber ich hoffe, das ich bald den Mut finde den Schritt zu gehen.

    Liebe Grüße
    Petra

  • Hallo Tim!

    Ich habe deine Seite im Facebook empfohlen bekommen und verfolge sei nun gespannt seit Tagen und Wochen. Mir gefällt sie sehr und deine Texte sind immer lesens- und überlegenswert.;)

    Ich selbst stehew seit kurzem an einem Punkt, der sich schon seit Jahren angebahnt hat. Ich bin jetzt noch einen Monat 29 Jahre alt und habe nach dem Abi eine Ausbildung zum Indsutriekaufmann gemacht. Ich wurde nie wirklich zuufrieden und wichtiger noch, nie glücklich damit. Jetzt habe ich Anfang Mai 2014 zum Ende Juni meinen Job im Versand in einer japanischen Firma in Düsseldorf gekündigt, weil der Job und die damit verbundene Langeweile und das Nicht-Erfülltsein mich mit in die Depression getrieben haben. Nun endlich habe ich den Schritt gewagt und nach knapp 4 Jahren in der Firma gekündigt. Ein paar Tage muss ich noch hinter mich bringen, bis ich es geschafft habe. Ich werde sicherlich die lieben Kollegen und die finanzielle Sicherheit missen. Ich weiß nämlich auch noch fast überhaupt nicht, wohin es mit meinem Leben gehen soll. Dazu kommt, dass ich mich auch von meiner Freundin getrennt habe und nun aus beiden Gründen zu meinem Bruder ziehe und dort eine WG mit ihm mache. Es ist also schon ein radikaler Rundumschlag. Ich glaube aber, dass ich den im Endeffekt brauche, um endlich dahinter zu steigen, was ich eigentlich im Leben will. Wenn ich umgezogen bin und den Job nicht mehr machen muss, denke ich, wird sich das Chaos in meinem Kopf lichten, ich werde befreiter sein und mich auf die Zukunft konzentrieren können. Manchmal gilt es einfach, eine Entscheidung zu treffen und nicht zu lange mit sich zu hadern.

    Das, was du hier machst, finde ich ja auch sehr erstrebenswert. Ich schreibe selbst gerne und besonders auch über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Dazu kommt, dass ich Menschen gerne helfe, wenn es ihnen schlecht geht. Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie ich das am Besten in einen Beruf oder ähnliches packe, um den Weg zu gehen?!

    Deine Seite und eine aus Amerika sind da sicherlich eine Vorbildfunktion.:)

    Mach weiter so. Ich glaube, du hilfst und inspirierst viele Leute.

    Viele Grüße
    Martin

    • Hey Martin,

      danke für die Blumen und mal offiziell willkommen hier! :)

      Das klingt nach einem ziemlichen Neuanfang bei Dir, und manchmal zeigt sich der weitere Weg eben erst, wenn man die Tür zur Vergangenheit schließt und die Dinge auf sich zukommen lässt.

      Du hast offensichtlich schon eine grobe Vorstellung, was Dein Beruf beinhalten könnte (schreiben, helfen). Nun gilt es, weiter zu bohren. Vielleicht macht’s ja Sinn, Dir erst mal einen Job zu suchen, der Dir Freude macht, und langfristig eine Selbstständigkeit zu planen und aufzubauen, wenn Du das willst.

      Für den Job hilft Dir das hier vielleicht weiter:
      http://mymonk.de/7-fragen-die-dich-zu-deiner-lebensaufgabe-fuehren/

      Für die Selbstständigkeit:
      http://mymonk.de/wie-du-echten-wert-schaffen-und-von-deiner-leidenschaft-leben-kannst/

      LG!

      Tim

      • Hej Tim,

        vielen Dank.:)

        Ja, das ist er tatsächlich. Wie du schon schreibst, muss die Türe sich erstmal schließen und dann kommen die Dinge auch auf mich zu und ich kanns anders angehen als derzeit.
        Es ist natürlich nicht gerade die beste Zeit, in der alles auf einmal kommt. Aber ich guter Dinge, dass es bald alles seinen Sinn hat und sich der Kreis schließt. Dass ich sagen kann, dafür war es gut, wie es gekommen ist.

        Ja, ein paar Ideen habe ich schon. Danke für die Links. Les hier natürlich auch fleißig weiter. Das hilft immer mehr.
        Im Laufe der Tage ändern sich gewisse Denkweisen und ich kann mehr und mehr klarer sehen. Das merke ich schon.

        Ja, das mit dem Job als “Sicherheit”, der aber auch Spaß macht, habe ich auch schon überlegt. Und dass man “nebenbei” dann quasi noch an was weiterem arbeitet. Ich werde noch ein paar Tage/ Wochen brauchen, um da ein bisschen Ordnung reinzukriegen. Aber ich glaube auch, dass es wichtig ist, da Vertrauen zu haben und sich selbst die Geduld (die ich eigentlich nicht habe) zu schenken.:)

        LG
        Martin

  • Hallo Tim,

    genau heute vor zwei Wochen habe ich einen meiner längsten Aufträge (ich bin unter Anderem selbstständige Rechtsanwaltsfachangestellte ) beendet. Durch mein Pflichtbewusstsein sowie meiner “Angstellteneinstellung” habe ich viel zu lange in einer unerträglichen Situation verharrt, die mich wirklich gesundheitlich beeinträchtigt hat. Als ich dann Mitte Juli für drei Wochen nach Südfrankreich fahren konnte,habe ich den Entschluss gefasst was zu ändern, da mir weder dieser Tyran noch das Geld was ich verdient habe es mir wert waren diesen Zustand weiter zu ertragen. Jeder in meinem Bekanntenkreis sowie meine Familie danken es mir täglich. was noch besser ist, ich danke es mir täglich weil meine Nerven mittlerweile wieder strapazierfähig sind und ich meiner ursprüngliche Berufung folgen kann (was genau dann ins laufen kam, als ich mich von dieser unerträglichen Situation gelöst habe). Es ist nicht so, dass nur reiche Menschen ihren Träumen folgen können. Das ist ein Trugschluss. Ich bin der Meinung jeder kann es.

  • Hallo Tim, Hallo an alle anderen Leser,
    dieser Bericht hätte auch von mir stammen können. Ich habe nach meinem Studium, einem Volontariat und einem Nebenjob irgendwann echt kein Leben mehr gehabt, weil alles nur noch irgendwie funktionieren musste. Da ich dadurch total verwirrt war und nicht wusste, was ich eigentlich will, blieb ich einfach stehen. Ich wurde arbeitslos. Eine Schande in unserer Gesellschaft. Nun habe ich meinen Nebenjob, der für mich eine Überbrückung sein sollte, bis ich wieder einen Job habe, den ich will, gekündigt! Und es fühlt sich so großartig an. Ich bin noch keine 30 und hab bisher nur Trainee-Stellen und Weiterbildungen hinter mir und ich habe echt keine Ahnung was kommt ABER ich weiß zumindest, was nicht mehr kommt. Dinge tun, die irgendwie Sicherheit bieten aber einem das Leben verwähren. Ich suche nun nach einem Job in einer anderen Stadt und mache nichts mehr, was “Geld” bringt, sondern das, was ich machen will. Also an alle: traut euch, es lohnt sich! Ihr habt nur ein Leben.

  • Das habe ich vor ein paar Jahren auch gemacht. Ich hatte zwar kein Geld auf der hohen Kante, aber meinen Job so satt dass ich meinen Chef nach einer garstigen Diskussion gesagt habe “er soll seinen Scheiss doch selber machen”. Er wollte das ich mich entschuldige und zugebe daß er Recht hat, sonst flieg ich raus. Ich musste keinen Moment überlegen, und bin sofort gegangen. Am ersten Tag habe ich noch gegrübelt was passiert wenn ich nichts neues finde, aber mir ging es sofort besser, weil ich wusste dass es auch nicht schlimmer als im alten Job sein kann. Das ist jetzt 5 Jahre her, ich habe verschiedene Stellen gehabt, die alle besser waren. Mit meiner jetztigen Arbeit bin ich sehr zufrieden, mein Leben ist zwar noch nicht perfekt – so wie ich es mir vorstelle, aber ich arbeite daran. Ich habe früher immer Pläne gemacht, aber das hat keinen Sinn, es kam immer etwas dazwischen. Ich weiss jetzt das ich das Leben einfach laufen lassen muss und von Tag zu Tag entscheide. Dadurch dass ich nicht mehr langfristig plane habe ich Möglichkeiten geboten bekommen, die mich – wenn auch mit Umwegen, langsam dahin bringen wo ich hin will. Komischerweise weiss ich noch nicht wo und was das ist. Aber ich komme ihm immer näher, und wenn ich es irgendwann erreicht habe glaube ich das es wahrscheinlich ganz anders ist als ich es immer erwartet habe. Es geht nicht von Heute auf Morgen, aber man kann immer in kleinen Schritten an einem schönen Leben arbeiten.Ich habe diese Kündigung nie bereut, und würde es immer wieder machen wenn ich mit einer Arbeit unglücklich bin.

    • Hi Katja,

      Glückwunsch zu Deinem Mut, auf Dein Herz zu hören. Und danke, dass Du das mit uns teilst – vielleicht gibt das dem einen oder anderen die noch fehlende Portion Vertrauen, dass neue Türen aufgehen, wenn man alte hinter sich schließt.

      LG!

      Tim

  • Hallo Tim,
    es stimmt, früher war ich immer zu verkopft um etwas spontan zu machen. Alkerdings habe ich auch den Vorteil, dass ich keine Familie habe die ich mit einbeziehen muss. Aber ich denke, man kann es auch immer irgendwie schaffen wenn alle zusammen halten. Ich lese viel auf Deiner Seite und habe schon bei etlichen Themen gedacht: “Er hat so recht, wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen”. Ich habe jetzt bewusst eine Arbeit bei der ich weniger verdiene aber mehr Zeit für mich habe, und ich möchte das nie wieder ändern. Zeit zu haben für die Dinge die man gerne macht ist so viel mehr wert als ein dickes Konto. Ich hoffe dass Deine Seite mich noch lange begleitet da ich dort schon so viel Inspiration gefunden habe :)

    • Hey Katja,

      so sollte es sein – weniger Geld und mehr Zeit und Freude. Wobei das mit dem wenigeren Geld ja auch nicht für immer so sein muss. Wenn man noch für andere Menschen verantwortlich ist, ist sicher noch eine Extraschippe Geduld und Abwägung nötig, aber ich denke wie Du: auch dann kann es gehen, wenn man es wirklich will (und die Kinder bevorzugen glückliche Eltern gegenüber reichen Eltern meistens).

      Ich hoffe, dass ich Dich noch ne Weile halten kann als Leserin, das würde mich freuen!

      LG

      Tim

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