|19. Dezember 2012 10:30

Tun, was man liebt – und das alte Einkommen behalten

Du würdest eigentlich lieber etwas ganz anderes tun als das, was Dein aktueller Job hergibt? Willst aber nicht auf das sichere Einkommen verzichten?

Dann könnte der Mittelweg für Dich der richtige sein, zu dem auch ein Autor in einer führenden Wirtschaftszeitung rät. Im Harvard Business Review empfiehlt er, der eigenen Leidenschaft zu folgen, dabei aber überlegt und langfristig vorzugehen, wie imgriff.com berichtet:

  • Die Leidenschaft und der Wille, etwas zu tun was man wirklich gerne mag, sind Grundvoraussetzungen für den Erfolg. Denn wenn man etwas mit Leidenschaft macht, ist man kreativer und gibt automatisch sein Bestes. Doch das alleine garantiert noch kein Einkommen.
  • Bevor man seinen «Brotjob» aufgibt und sich voll in neue Projekte stürzt, fängt man lieber klein an und lässt das Projekt langsam gedeihen. Heisst, man betreibt seine Leidenschaft zuerst als Hobby in seiner Freizeit.
  • Wenn das Projekt Form annimmt und man jeden Abend und ganze Wochenenden nur noch daran arbeitet, wird es Zeit für den nächsten Schritt. Teilzeitarbeit wäre eine gute Möglichkeit, falls dies der Arbeitgeber erlaubt. Zuerst 80 Prozent, dann 60 Prozent usw. So hat man die finanzielle Sicherheit und gleichzeitig das Stückchen Freiheit, wo man seine Projekte und Ideen weiterentwicklen kann.

Es muss also keine Hauruck-Paukenschlag-Strategie sein – obwohl diese auch Vorteile hat (u.a. dass mehr Druck mehr Einsatz bedeuten kann).

Welchen Weg bevorzugst Du?
 

 

 

 Photo: Mike Baird

7 Kommentare

  • Das ist doch eine prima Taktik. Ich habe gerade mit einer Yogalehrerausbildung begonnen & mache das auch neben meinem “Brotjob” in einem Verlag. Es ist tatsächlich so, dass mir alles leichter fällt und mehr Spass bereitet – weil meine Leidenschaft dem Yoga gilt. Wenn es so bleibt, werde ich auch versuchen, den Hauptjob zu reduzieren. Aber inzwischen genieße ich den Antrieb, den mir die Ausbildung gibt.

    • Hi Katja, danke für Deinen Kommentar. Ich wünsche Dir viel Freude bei Deiner neuen Ausbildung. Bin mir sicher, dass Du irgendwann einen Weg findest, den größten Teil Deiner Arbeitszeit mit Yoga zu verbringen, wenn es das ist, was Du möchtest. LG Tim

  • Ich habe die Erfahrung gemacht das das nur bis zu einem bestimmten Punkt funktioniert… am Anfang ist es vielleicht ok zweigleisig zu fahren, aber irgendwann verhindert genau das Festhalten am alten Job und der Sicherheit, das das Neue wirklich gedeihen kann. Vieles bleibt sonst Hobby und die Aufbruchsenergie versandet im Lauf der Zeit, weil es einfach schwierig ist zwei Arbeiten gleichzeitig ordentlich zu machen und weil man viele Arbeiten auch nicht einfach stufenweise runterfahren kann.
    Erst wenn man sich mit Haut und Haar und auf Gedeih und Verderb auf das einlässt, was man verwirklichen möchte, entwickelt man die Energie um wirklich alles dafür zu machen, das es gelingt.

    • Aloha Martin, das kann ich nur unterschreiben. War bei mir auch so, die Zweigleisigkeit ist ohnehin nicht mein Ding, und mit zwei Jobs fährt man womöglich irgendwann gegen die Wand. In der Vorbereitungsphase finde ich es dennoch gut, die ersten Samen zu säen, bevor man vollkommen von der Ernte abhängig ist.

  • Schön, dass du darüber schreibst, Tim! Das ist genau der Weg, den ich gehen will. Ich konkretisiere gerade meine Leidenschaft und versuche ein “Konzept” dafür zu erarbeiten, dann will ich es nebenbei aufbauen (auch wenn es viel Arbeit bedeutet, die mir aber nicht als Arbeit vorkommt) und irgendwann hoffe, ich ein Stück weit davon leben zu können.

    • Hi Kristin, dabei wünsche ich Dir viel Freude und Erfolg. Hatte es anfänglich auch so gemacht, nebenbei (teilweise mit zwei Stunden vor der Arbeit aufstehen und am Abend noch mal dransetzen). Anstrengend, aber lohnenswert. :)

  • Wie viel Kreativität würde sich entfachen und entfalten können, wie viel Glück würde sich Bahnen brechen, wie viel Wert würde geschaffen werden können, gäbe es das bedingungslose Grundeinkommen für alle? Wie viele Talente bleiben begraben oder in einer engen Zwangsjacke, wie viel Schönes muss verborgen bleiben, weil viel Zeit damit verbracht werden muss, Geld zum (Über-)leben zu verdienen?

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