Generation „Kopf unten“ aufgepasst. Wer sein Smartphone häufig benutzt (also fast jeder), riskiert ernsthafte Depressionen.

Das haben Forscher der University of Auckland festgestellt.

Der Grund ist ganz einfach:

Wer viel textet und surft, lässt auch viel den Kopf hängen. Buchstäblich.

Studien zufolge bekommen wir nicht nur bei Selbstwertproblemen und mieser Stimmung eine schlechte Körperhaltung, sondern auch anders herum – eine schlechte Körperhaltung krümmt unseren Geist und dämpft unser Selbstwertgefühl.

Nichts anderes passiert, während wir aufs Handy schauen, Kopf runter, Schultern runter. Nimm einem, der so da steht, das Smartphone aus der Hand und er sieht aus, als wäre er verdammt deprimiert. Dem Gehirn reicht diese Haltung als Signal, es zieht seinen Schluss aus dieser Haltung, und dieser Schluss ist nicht gerade „Party!“

Diese Körperhaltung ruiniert neben der Laune auch unser Selbstvetrrauen und unsere Leistungsfähigkeit in Tests sowie die generelle Produktivität, außerdem fällt es uns so schlechter, uns an gute Dinge zu erinnern, während sich die schlechten nur so aufdrängen.

Na ja, Hauptsache immer up to date.

Wollen wir mal hoffen, dass unser letzter Akt kein Selfie vom Brückengeländer ist (und wenn doch, dass wir wenigstens gut drauf aussehen und ein paar Likes für bekommen).

 

P.S.: Die Wissenschaftler sagen, bei Smartphones mit größeren Bildschirmen sei die Gefahr nicht ganz so groß, weil wir uns weniger krümmen müssen, um was zu erkennen. Außerdem hilft es, wenn wir die Handyhand vor die Augen halten und nicht die Augen vor die Handyhand.

P.P.: Siehe auch Warum Du so schlecht schläfst (der eine große Fehler).

 

Photo: Nadine Heidrich