|5. Januar 2012 16:05

Stress-Test

Mittels Stress-Test soll die Frage beantwortet werden: „Wie gestresst bin ich?“. Das ist nämlich die Grundlage, um seinen Stress besser bewältigen zu können. Im Internet kursieren zahlreiche Stress-Tests. Doch so kompliziert muss es gar nicht sein. Meist hilft schon die einfache Frage.

Der beste Stress-Test: „Wie viel Stress empfinde ich jetzt gerade?“
Klingt simpel? Ist es auch. Unser Körper ist ein hochkomplexes System, das viel mehr über sich weiß, als wir manchmal wahrhaben wollen. Hören wir also kurz in uns hinein, und unterziehen uns damit dem einfachsten und vermutlich besten Stress-Test überhaupt.

Vielen Menschen hilft es, eine Zahl zu bestimmen, die den aktuellen Stresslevel wiedergibt. Wie gestresst bist Du gerade – auf einer Skala von 0 (gar nicht gestresst) bis 10 (extrem gestresst)?

Körperliche Verspannungen erkennen

Hilfreich kann es auch sein, seinen Körper kurz auf Verspannungen zu „scannen“, zum Beispiel mit den folgenden Fragen. Und am besten mit geschlossenen Augen.

  • Runzel ich meine Stirn?
  • Ziehe ich meine Augenbrauen zusammen?
  • Beiße ich die Zähne zusammen?
  • Ziehe ich meine Schultern hoch?
  • Sind meine Arme angespannt?
  • Ist mein Bauch angespannt?
  • Sind meine Beine angespannt oder die Zehen zusammengerollt?
  • Habe ich körperliche Beschwerden?

Mit ein bisschen Übung gelingt der Bodyscan locker innerhalb einer Minute. Dabei stellen wir nicht nur fest, ob wir verspannt sind. Gleichzeitig treten wir auch in Kontakt mit unserem Körper, was entspannen kann.

Weitere Stress-Symptome – eine Art Stress-Test

Daneben gibt es weitere Stress-Symptome, die sich im Körper, im Geist und im Verhalten zeigen. Ihr könnt den aufgeführten Symptomen jeweils eine Punktzahl von 0 bis 3 zuordnen:

0 = kommt nie vor
1 = kommt manchmal vor
2 = kommt oft vor
3 = kommt sehr oft vor

Symptome Punkte (0 = nie, 3 = sehr oft)
Häufige Müdigkeit und Erschöpftheit / fehlende Energie  
Herzklopfen und starker Pulsschlag  
Schnelle Atmung  
Verstärktes Schwitzen  
Trockener Mund, Schwierigkeiten beim Schlucken  
Kalte Hände oder Füße     
Schmerzen an Nacken oder Schultern     
Rückenschmerzen  
Kopfschmerzen  
Zähneknirschen / Zähnezusammenbeißen  
Engegefühl in der Brust    
Übelkeit und Magenprobleme   
Durchfall oder Verstopfung  
Schlafstörungen  
Nägelkauen  
Nervöse Zuckungen / Ticks  
Häufige Erkältungen / Infekte   
Verstärkter Alkoholkonsum  
Verstärktes Rauchen     
Verstärkter Gebrauch von Medikamenten oder Drogen   
Übermäßiges Geldausgeben   
Übermäßiges Essen     
Regelmäßige Abwesenheit vom Arbeitsplatz  
Nervosität, Ängstlichkeit     
Verstärkte Gereiztheit  
Erlebte Belastung  
Sorgen  
Ungeduld, Rastlosigkeit  
Wut  
Vergesslichkeit  
Weinkrämpfe   

Am Ende einfach die Punkte zusammenzählen und in der folgenden Legende nachschauen, worauf die Punktzahl hindeutet.

Punktezahl Bedeutung
0 bis 15 Weniger gestresst als der Durchschnitt
16 bis 30 Durchschnittlich gestresst
31 bis 39 Etwas überdurchschnittlich gestresst
40 und mehr Deutlich mehr gestresst als der Durchschnitt

Ob es sich bei den Stress-Symptomen bereits um Anzeichen eines Burn-outs handelt, könnt ihr unter Burn-out-Test erfahren.

Die Suche nach den Ursachen

Das Stress-Maß einer Person lässt sich objektiv und von Außen nur schwer bestimmen, anders als beim Puls oder Blutdruck gibt es keine simplen Geräte dafür.

Mit einem ausführlichen Stress-Test sollte weniger bestimmt werden, wie gestresst man ist – das weiß man in der Regel selbst am besten. Viel mehr geht es darum, die Ursachen des Stress herauszufinden. Das heißt: Stress-Test ja, aber eher auf die selbst angekreuzten Stress-Quellen achten als auf den ermittelten Wert.

Große Veränderungen im Leben und wichtige private, berufliche, psychische und körperliche Probleme sind die wichtigsten Stressfaktoren.

Die folgenden Fragen helfen Dir dabei, den Ursachen auf die Schliche zu kommen. Du kannst Dein Stresslevel von 0 (gar kein Stress) bis 10 (extrem viel Stress) jeweils angeben:

Ursache     Stress (0-10)
Beziehungsprobleme / Eheprobleme     
Druck aus der Familie     
Sorgen um den Partner     
Sorgen um die Kinder  
Sorgen um die Eltern   
Tod eines nahestehenden Menschen  
Gesundheitliche Probleme (körperlich und psychisch)   
Finanzielle Sorgen     
Probleme / Sorgen im Beruf (z.B. drohender Arbeitsplatzverlust)   
Langer oder stressiger Weg zur Arbeit  
Probleme mit der Wohnsituation oder den Nachbarn   
Verantwortung für den Haushalt   
Änderungen im Lebensumfeld (z.B. Umzug)  
Probleme mit Freunden / dem sozialen Leben / Einsamkeit  
Bedenken bezüglich des eigenen Aussehens    
Schwierigkeiten mit eigenen Eigenschaften oder Verhaltensweisen  
Angst vorm Älterwerden (oder Ältergewordensein)  
Zu wenig Zeit für sich  
Langeweile  

Hierbei geht es nicht darum, die Zahlen am Ende zu einer bestimmten Punktzahl zu addieren: jeder Mensch reagiert schließlich anders auf äußerliche Situationen. Das Bewerten der Stressquellen zeigt uns jedoch, warum wir gestresst sind und gibt uns Hinweise darauf, was wir gegen unser Gestresstsein tun können.

Stresstagebuch

Wer sich noch klarer darüber werden will, wann er eigentlich aus welchen Gründen Stress empfindet, kann dies mit dem Stresstagebuch von myMONK erledigen.

Stress
Stress-Definition (Was ist Stress?)
Positiver Stress?
Nimmt der Stress zu?
Stressfaktoren
Wie uns Stress krank macht
Stress-Symptome
Stress-Test
Stresstagebuch
Stressbewältigung

 

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