Hi Constanze, vielen Dank für Deine Bereitschaft zum myMONK-Interview. Worauf freust Du Dich heute?

Heute freue ich mich auf die Freuden, Überraschungen und Herausforderungen die der Tag mir heute bringt und morgen und übermorgen und überübermorgen…

Seit wann beschäftigst Du Dich mit spirituellen Themen – und was war der Auslöser?

Der Auslöser war, wie bei vielen Menschen, eine Krise, der ich meinte, nicht mehr gewachsen zu sein, sondern die mich zu überwältigen schien.

Dies war vor ungefähr 13 Jahren und die erste Berührung mit dem spirituellen Bereich nahm ich damals vom Bewusstsein her eher sportlich –  mit meiner beginnenden Yogapraxis. Durch die regelmäßige körperliche Praxis kam ich mit der Zeit auch unweigerlich zum Wesentlichen – zu mir selbst und begann mehr zu spüren, wahrzunehmen, Situationen und meine Verhaltensweisen selbst zu hinterfragen. Dies stieß weitere Krisen an, die mich auf weitere spirituelle Wege führten.  Mit dem sich veränderndem Bewusstsein gestaltete ich mein Leben immer wieder neu und das bis heute und so wird es auch weitergehen.

Warum arbeitest Du nicht von 9 bis 5 in einem Büro?

Der erste Grund ist, dass ich einen starken Bewegungsdrang habe und alleine deswegen ein Büro nichts für mich wäre 😉

Der andere ist, dass ich das was ich momentan tue, das ist das ich gerne und mit Liebe tue und mich an der Freude freuen kann, die sich durch mein Tun entwickelt und verbreitet. Auch erfahre ich mich in meiner Arbeit immer wieder neu und das ist immer wieder spannend. Meine Arbeit scheint mir momentan bestimmt zu sein, denn es fühlt sich für mich sehr gut an.

Wieso atmen so viele von uns nicht optimal? Und wie geht es richtig?

Der Atem ist dein Leben. Hört die Atmung auf, hört dein Herz auf zu schlagen.

Viele nehmen die Atmung als selbstverständlich und machen sich keine Gedanken darüber. Du kannst dich beruhigt schlafen legen, ohne dass du Angst haben musst, dass deine Atmung stehen bleibt.

Jedoch verändert sich die Atmung z. B. bei verschiedenen Situationen, wie positivem und negativem Stress.

Dies hat wiederum Auswirkungen auf dein gesamtes Körpersystem und kann dich unbewusst zusätzlich stressen.

Lernst du deine Aufmerksamkeit öfter am Tag auf deine Atmung zu lenken und sie zu beobachten, dann bemerkst  du vielleicht, dass sich überwiegend dein Brustkorb beim Atmen hebt und senkt, oder dass du nur ganz flach atmest, oder vielleicht sogar den Atem oft mittendrin anhälst.

Sobald du das entdeckst, hast du die Möglichkeit etwas zu verändern. Die Atmung kannst du nun mehr in den Bauch lenken und beobachten, wie sich dein Bauch beim atmen nun wölbt und wieder zurückgeht, du kannst tiefer ein und ausatmen, am besten an der frischen Luft, du kannst üben länger auszuatmen als du eingeatmet hast und deine Atmung fließend zu halten, dann bist du im Lebensfluss.

Was ist „das eigene Maß“ – und wie kann man schnell erkennen, dass man es überschritten hat?

Ein erschöpfter Zustand darf nach einem Arbeitstag oder nach einem sonst anstrengendem Tag sein und ist verständlich.
Dies bedeutet einfach eine Pause einzulegen und dir Entspannung und Zeit für dich selbst auf verschiedene Weise zu gönnen.
Halten die angespannten und erschöpften Zustände an, und vermisst du deine Lebensfreude, darfst du dir Gedanken darüber machen, welche Veränderungen möglich sind um wieder in deine Lebensfreude zu kommen. Dies kann in der Konsequenz liegen, dir Zeit für dich und deine Entspannung zu nehmen oder an festgehaltenen Verhaltens- und Sichtweisen mit denen du dein Leben gestaltest.

Was ist das AntiGravity-Yoga und wozu ist es gut?

AntiGravity Yoga ermöglicht durch das Üben in einem aufgehängten Tuch, ähnlich einer eng hängender  Hängematte, das vollständige Entlasten der tragenden Wirbelsäule und deren Bandscheiben, verleiht das Gefühl der Leichtigkeit und Kraft und verbindet dich mit deiner Lebensfreude.

Dieses Luftakrobatik-Ensemble wurde von Christopher Harrison entwickelt.

Er kombiniert Elemente des Yoga, Calisthenetik, Tanz, Gymnastik und Luftakrobatik. Diese Technik ist eine sehr präziese Bewegungskunst, die der Schwerkraft und dem körperlichen und mentalen Alterungseffekt trotz.

Wobei handelt es sich bei ManitouMoves?

ManitouMoves ist eine von mir entwickelte Kombination von fließenden Bewegungen des Yoga, dem Kampfsport, schamanischem Heiltanz und schamanischen Bewusstseinsreisen.

Es ist ein Übungssystem das dein Energiefeld klärt und dich zu inneren und äußeren Heilungsprozessen inspiriert.

Durch die Konzentration auf die Bewegungsabläufe spürst du dich ganz in deinem Körper und bist im Hier und Jetzt – bei dir.

Die begleitenden Affirmationen inspirieren dich und lassen dich deine Mitte spüren.

In der schamanischen Reise kannst du z. B. deinem aktuellen Krafttier begegnen. Durch das Reisen wirst du dir deiner besonderen Fähigkeiten bewusst und dies kann dich in deinem Alltag in verschiedenen Situationen unterstützen.

Im Laufe deines Lebens hast du dich vielleicht unbewusst auf Schwere in den unterschiedlichsten Bereichen programmiert und mit regelmäßigem ManitouMoves programmierst du dich selbst neu für eine entspanntere Sicht der Dinge.

Du lernst aus für dich negativ empfundenen Situationen und Emotionen herauszugehen, um wieder freie Sicht für Lösungen zu bekommen. Es entsteht das leichte und beschwingte Gefühl – der Fluss des Lebens in Lebensfreude.

Wozu dienen Schwitzhütten? Sind sie gefährlich? Und würdest Du Deine eigene Schwitzhütten-Erfahrung beschreiben?

Es ist die Gelegenheit vom Stress und der Hektik im Alltag für ein paar Stunden Abstand zu nehmen und mit der Natur „Eins“ zu werden und zu dir selbst zu kommen.

Seit Jahrhunderten praktizieren die Menschen auf der Welt Zeremonien, um sich zu reinigen, um die körperlichen und seelischen Disharmonieren auszugleichen und um Heilung zu erreichen. Auch werden damit die Sinne geöffnet um Zugang zu anderen Wahrnehmungsebenen zu erhalten und Visionen zu empfangen.

In den verschiedenen Kulturen haben sich unterschiedliche Rituale entwickelt.

Die Schwitzhütte dient der zeremoniellen Reinigung, Gesunderhaltung und Heilung und ist der Ort für Gebete. Jeder kann sich öffnen, beten und zu den Ahnen, Tieren, Pflanzen und zu anderen Wesen Kontakt aufnehmen.

Die Schwitzhütte ist ein heiliger und sicherer Ort. Es gibt ein paar Dinge zu beachten, wie z. B. dass dem leitendem Schamanen der Schwitzhütte absolut zu folgen ist auch, wenn er kurzfristig entscheidet, dass du heute nicht in die Schwitzhütte darfst oder dass du sie sofort zu verlassen hast oder eben drin sitzen bleiben sollst. Ebenso sollten Frauen während Ihrer Menstruation nicht in die Hütte gehen, da sie bereits in ihrer natürlichen Reinigung sind.

Bei meinem ersten Schwitzhüttengang stellte ich mich auf einen etwas exotischen „Wellness-Saunagang“ ein und erfuhr, dass es nicht damit zu vergleichen war. Ich krabbelte durch eine kleine Öffnung in dieses mit Decken abgedunkelte, aus Haselnusästen gebundenen Iglu und setzte mich an den mir zugeteilten Platz. Es war stockdunkel und ich sah nur die glühenden Steine in der Mitte leuchten. Dadurch dass die Hütte ein Schamane leitete wurde in der Hütte eben auch schamanisch gearbeitet und dies war intensiv körperlich wie mental zu spüren. Während den Prozessen wurde ein Sud über die Steine gegossen, so dass es in dieser Hütte sehr heiß wurde und wir uns mit Tüchern vor dem heißen Dampf schützten. Das Herauskrabbeln aus der Schwitzhütte schien für mich wie die schwere Geburt aus dem Bauch der Mutter Erde und draußen sah ich einiges nun mit den Augen eines frisch geschlüpften Küken und konnte dadurch neue Erkenntnisse ziehen.

Mittlerweile führe ich selbst schamanische Frauenschwitzhütten durch und es ist jedes mal ein neues Erleben für die Teilnehmer wie auch für mich.

Wo können die Leser mehr über Dich erfahren?

Auf unserer Website www.yogahaus-woerth.de.

Herzlichen Dank!

 

Photo (oben): gman