Mario Andretti war einer der erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten. In einem Interview fragte man ihn, welchen wichtigsten Rat er angehenden Fahrern geben würde.

Seine Antwort:

„Wenn Du von der Straße abkommst, schaue nicht auf die Wand, oder Du rauschst voll hinein. Richte Deinen Blick gleich wieder auf die Straße. Dein Auto fährt, wohin Du schaust.“

Der Fahrer weiß, dass die Wand da ist. Er tut nicht so, als wäre nichts. Aber mit dem Wissen um das Problem richtet er seinen Blick so schnell wie möglich wieder auf das Ziel, auf den Ort, wo er hin will.

Was passiert, wenn man das nicht macht, zeigen Statistiken aus den USA. Dort gibt es auf den Highways unverhältnismäßig viele tödliche Zusammenstöße mit Telefonmasten. Obwohl diese nur in sehr großen Abständen stehen und dazwischen gar nichts ist als Weite … also auch keine Gefahr des Zusammenstoßes. Doch beim Abkommen von der Straße werden die Leute panisch. Sie konzentrieren sich auf die Masten und rasen direkt in sie hinein.

Dasselbe gilt für viele Schwierigkeiten in unserem Leben.

Wir konzentrieren uns oft zu sehr auf das Problem und machen es damit größer.

Ich denke da an die Sorgen und Ängste, die winzig begannen und zu Riesen wurden, wenn ich sie nur lange genug in Gedanken wälzte. Oder an die selbsterfüllenden Prophezeiungen, die allein deshalb eintraten, weil ich mit ihnen rechnete. An die vielen Male, in denen ich so um ein Problem kreiste, dass ich in meiner Verzweiflung gar keine Kraft mehr übrig hatte für die Lösung. Und an all das Gute, was ich nicht mehr sehen konnte, weil das Schwierige es in meinem Geist abdeckte wie eine große, kackbraune Plane.

Was ich lernen möchte? Meinen Kopf etwas eher zu drehen. Und an das zu denken, was aus der alten hawaiianischen Huna-Philosophie schon seit Ewigkeiten bekannt ist:

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

 

Siehe auch: Sprich achtsam – Wie Deine Worte nachhaltig Dein Gehirn verändern.

 

Photo: Mike Maguire