Ein Problem ist etwas, das gelöst werden soll und kann.

Und wenn es keine Lösung gibt, jetzt gerade oder für immer?

Wenn das Schiff untergegangen ist. Das Zeitfenster zu. Das Raucherbein ab. Oder die Frau fort, so wie Raymond Carver dichtete:

Weit weg
zieht ein anderer Mann meine Kinder groß
schläft mit meiner Frau, schläft mit meiner Frau.

Buddha sagte:

Hast du ein Problem, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

Dann ist es, wie es ist. Vielleicht ätzend, ja, vielleicht schmerzhaft.

Doch Akzeptieren heißt nicht, dass wir es mögen müssen. Und auch nicht, dass wir’s für immer hinnehmen müssen, vielleicht finden wir das Gesuchte ja später woanders wieder.

Aber: Wie oft habe ich mir schon den Kopf zerbrochen wegen Dingen, für die es (aktuell) einfach keine Lösung gibt – und die deshalb auch kein Problem darstellen?

Das ist mal wieder leichter geschrieben als getan. Könnte trotzdem ein guter Ansatz sein, dort weiter zu kommen, wo kein Weiterkommen möglich ist.

Photo: Luis Hernandez