|31. Januar 2012 16:55

Kannst Du ohne diese Dinge leben?

Als mein Fernseher den Geist aufgegeben hatte, besorgte ich mir innerhalb weniger Tage einen neuen. Wenn die Süßigkeiten leer gefuttert sind, besorge ich mir oft am nächsten Tag neue im Supermarkt. Weil ich das eben brauche. Oder doch nicht?

Zenmonkey schreibt:

Könntest Du zum Beispiel ohne diese Dinge leben:

  • Kabelfernsehen
  • ein Smartphone
  • eine Couch
  • mehr als ein Paar Schuhe
  • mehr als einige Hemden und Hosen
  • eine Mikrowelle
  • ein Auto
  • Süßigkeiten
  • mehr als eine handvoll Bücher (auf einmal)
  • Makeup
  • Andenken

Den vollständigen Artikel findet ihr hier.

(Thomas Bagusche vom Blog zenmonkey.de übersetzt die Texte des populären englischsprachigen Minimalismus-Blogs zenhabits.net.)

Auf welche Dinge könntest Du verzichten (oder verzichtest Du bereits)?

 

Photo: Ghost of Khuji



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7 Kommentare

  • Ich verzichte bereits auf Kabelfernsehen (würde ich nicht als Verzicht bezeichnen, sondern als absoluter Luxus!)
    Smartphone (Zeitfresser und Kommunikationskiller!)
    Mikrowelle (wer kochen kann, braucht keine Mikrowelle)
    Auto (Fahrrad, die beste Erfindung aller Zeiten)
    Mehr als eine handvoll Bücher (auf einmal) (das einzigste, auf das ich wohl nie verzichten werde)
    Andenken (überflüssig)

    Bei eigentlich nichts der aufgeführten Güter würde ich von Verzicht reden. Wieso verzichtet man auf ein Smartphone? Bis vor kurzem gab es gar keine Smartphones. Meiner Meinung kann man nur auf etwas “verzichten”, das man eigentlich glaubt, zu brauchen, das Smartphone ist für die meisten lediglich ein Spielzeug und ein Kuscheltierersatz. Umso mehr über Minimalismus geredet wird, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass man auf etwas verzichtet. Viele dieser Dinge habe ich noch nie besessen und hatte auch noch nie das Gefühl es haben zu müssen.

    • Hallo Andrea,

      ja, das sehe ich ähnlich: “Umso mehr über Minimalismus geredet wird, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass man auf etwas verzichtet.”

      Verzicht ist immer eine Frage der Perspektive. Verzichten wir auf etwas, bekommen wir etwas anderes. Bekommen wir etwas anderes, verzichten wir auf etwas.

      Das Smartphone ist leider für viele nicht nur Spielzeug oder Kuscheltierersatz, sondern ein grimmiger Sklaventreiber, der einem permanent neue Mails und Social Media-Sachen um die Ohren peitscht. Wer auf das Smartphone verzichtet – sei es nur am Feierabend, beim Spazierengehen oder am Wochenende, der “verzichtet” wirklich auf eine ganze Menge Hektik, Anforderungen, Druck, und auf das Woandersalsimhierundjetztsein.

      Hattest Du in der Vergangenheit mal ein Auto und hast es dann abgeschafft, oder warst Du nie versucht, Dir eins zu kaufen?

      LG

      Tim

  • Hey Tim, doch, doch ich hatte bereits ein Auto und bin auch viel gefahren. In der Stadt hat es sich dann als überflüssig herausgestellt und ich war froh, als ich es meinem Bruder schenken konnte. Es kann natürlich sein, dass ich irgendwann wieder auf ein Auto angewiesen sein werde, aber bis dahin bin ich gerne “autolos”.
    So ist selbst Einkaufen bereits Fitnesstraining und die Fahrradfahrt zum Büro reinste Erholung im Vergleich zu Autofahren in der Stadt….
    Lg Andrea

    • Hi Andrea,

      so ist es bei mir auch. Mit dem Auto, das war gleichzeitig befreiend und versklavend. Wir sind mobil, und wir sind unterwegs doch gebunden. Wir können schnell überall hinfahren, aber das Auto hält uns in Gedanken gebunden.

      Sicherlich gibt es viele Konstellationen, in denen ein Auto unverzichtbar ist. Aber im Moment bin ich recht froh darüber, keines zu besitzen.

      LG und eine angenehme morgige Fahrradfahrt ins Büro :)

      Tim

  • Ich brauche Smartphone und Internet – damti verdien ich auch meinen Lebensunterhalt…

    - Fernsehen brauch ich nicht – ich schau mir meine Filme am Laptop an…

    - Ich brauche auch kein Auto – es gibt Fahrrad und Oeffentliche, allerdings: ich habe Zugriff auf eines und fahre gerne mit Freunden raus in ie Natur, auch fahren wir gemeinsam Einkaeufe erledigen… Ich gebe aber zu: ich liebe diesen Wagen!

    - Ich brauche eine Couch, ja, ich liebe sie…

    - Ich liebe meine Kleider und Schuhe und Taschen – habe allerdings selbst massiv reduziert und dafuer nur noch sehr hochwertige bzw. aufgefallene Stuecke… Dennoch ist mein Kleiderschrank im Vergleich zu Freunden ziemlich gut bestueckt, aber ich bin runter von 8 Tueren auf 4 ;-)

    - Make Up: als solches benutze ich nie, aber ja, Mascara, Lipgloss – gerne… Moechte ich auch nicht rauf verzichten, ich bin ja keine 20 mehr

    - Suessigkeiten: Nein! wenn die da sind ess ich sie also kauf ich sie gar nicht erst… Wenn ich Lust auf Suesses hab, dann back ich nen Kuchen, ess nen Apfel oder mach mir ein Marmeladenbrot!

    - Buecher, hol ich meistens beim Sozialkaufhaus oder leih sie… Wenn ich sie gelesen habe kommen sie weg bis auf wenige Stuecke…

    - Mikrowelle kommt mir nicht ins Haus, ich weiss aus erster Quelle, dass es hier keine Produkthaftung gibt, weil Mikrowellen nicht als unbedenklich eingestuft werden…

    Ich hab auch keine Kaffeemaschine, schon gar keine mit Plastik-Kapseln! Ich hab nen Wasserkocher, ne schoene Kanne und einen Porzellan-Filter, ist deutlich umweltschonender und schmeckt besser… Und meistens mach ich mir morgens sowieso eine Kanne Tee!

    Vor einigen Jahren brauchte ich ne Wohnungseinrichtung. Klar, die Couch und mein Bett waren neu und in beiden Faellen aeusserst schlicht und hochwertig… Ansonsten hab ich einige schoene Highboards geerbt, ein Zimmer zum Ankleidezimmer gemacht mit Schiebetueren, einem alten geerbten grossen Spiegel und einer geerbten Frisurkommode… auch Tisch und Stuehle geerbt (gottseidank hatte meine Familie einen schlichten guten Geschmack schon um 1900 rum und konnte vieles bewahren), auch hab ich das Geschirr, Toepfe, Tischdecken etc. uebernommen… Dennoch sieht meine Wohnung elegant und schlicht modern aus – kein Shabby chic und kein Messing Antik, kein 50ger Jahre – eher Art Deco…

    Ich reise sehr viel (das war auch der Grund er Reduktion, ich hab gesehen was Konsum anrichtet) und gerne, darauf wuerde ich nie verzichten… und ja ich nehme Andenken mit, aber keine Muschelketten und Freiheitsstatuen, sondern eher Bilder, eine Zuckerdose, Stoff um Kissen oder Kleier zu naehen oder aehnliches

  • Ich kann auf Kinder verzichten (größter Luxus),Haustiere,Auto,Disziplin,Diät,Sport,Reisen,Ausgehen (Dinner oder ähnliches)Pflanzen,Natur,Stolz,Yacht,Reisen außerhalb Europa,Pilgern,Schminke,Frisör,Markenkleidung,Spiritualität,Yoga,Meditation,Karriere,Familie,Ehe,Kaffee,Sekt,Champagner,Bildung,Mein Herz,meine Organe.

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