|27. November 2012 07:43

Kamah – Interview mit Verena Sapper

Verena Sapper ist die Gründerin von Kamah, einem Hersteller von Yoga-Bekleidung. Im Interview spricht sie mit mir über ihre Vision, ihr Unternehmen und hochwertige Yogakleidung.

Hallo Frau Sapper, Danke für Ihre Zeit. Was sehen Sie gerade um sich herum – und wie geht es Ihnen?

Ich sehe die wunderbaren Menschen um mich herum in meinem Büro, die Seite an Seite mit mir für die noch junge Marke Kamah arbeiten. Und freue mich. ☺

Es macht mich sehr glücklich, meine Vision zu einer Mission realisieren zu können. „Follow your Bliss“  – in Gemeinschaft mit sehr wertvollen Menschen an einem Strang ziehen zu können für eine Firma, in der man ganzheitlich denkt und handelt.

Wie haben Sie Yoga für sich entdeckt? Was bedeutet es Ihnen heute?

Ich habe zum allerersten Mal Yoga in Sri Lanka praktiziert, begleitend zu einer Ayurveda-Kur im Jahr 1997. Es vergingen jedoch nochmals 6 Jahre, bis ich begann, wirklich ernsthaft zu üben. Heute ist Yoga in all seinen Aspekten aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken und begleitet mich durch jeden Tag.

Die körperliche und geistige Yogapraxis entspannt und stärkt mich zugleich – sie gleicht meine Energien aus und hat mein Lebensgefühl um 100% verbessert.

Warum lieben Sie Mode? Und kann Mode glücklich machen?

Ich weiß nicht, ob ich Mode LIEBE – ich würde es eher als eine hohe Affinität zu Stoffen, Farben und Schnitten bezeichnen. Schon als Kind habe ich es geliebt, mich und andere zu verkleiden –ich fand es faszinierend, wie Kleidung einen Menschen nicht nur äußerlich sondern auch in seiner inneren Haltung verändern kann: von der  Körperspannung bis hin zum Lebensgefühl. Nach meinem Diplom als Modedesignerin arbeitete ich neben meiner Tätigkeit als Sportmode-Designerin auch als Kostümbildnerin für Theater und Film. Mit dem deutschen Fernsehpreis in der Tasche bin ich dann 2008  zum Design zurückgekehrt – diesmal zu meinem eigenen Label Kamah.

Mode allein kann nicht der Heilsbringer sein, jedoch vermag ein Outfit durch Farbe, Schnitt und Tragekomfort die Sinne anzuregen und so zu einem ganzheitlichen Wohlgefühl beizutragen.

Sie ist mit Liebe erdacht  – und unsere liebevollen Details machen jedes Teil zu etwas Besonderem. Das nimmt man wahr, bewußt oder unbewusst.

Auf die Idee, den Namen Kamah zu wählen, kamen Sie während einer Indien-Reise. In welcher Situation fiel Ihnen das ein? Und wie würden Sie das Gefühl beschreiben, das Sie während des Einfalls und danach hatten?

Die Liebe und die Hingabe zum Yoga haben mich zu diesem Namen inspiriert.

Ich hielt mich zu dieser Zeit in einem wunderschönen Ashram auf, welcher inmitten eines üppigen Gartens angelegt war. Der Weg zur Yogashala führte mich jeden Tag unter blühenden Bäumen entlang – inmitten dieser Fülle und den Menschen dort fühlte ich einfach eine ganz tiefe Verbundenheit und Liebe zum Leben.
Es war das Gefühl, angekommen zu sein und gleichzeitig etwas Aufregendes zu beginnen.

Viele Menschen haben irgendwann mal eine gute Idee – bevor sie sie kurz darauf wieder fallen lassen. Was hat Ihnen dabei geholfen, die Idee zu verwirklichen?

Ich habe einen sehr starken Willen – und schon als Teenager hatte ich meine Vision.

Als Kostümbildnerin konnte ich mit den Mitarbeitern meines Teams diese Vision leben und weiterentwickeln.

Und in meiner Firma Kamah kann ich diese Art der Zusammenarbeit vorleben und weitergeben.

Schlagwort „flache Hierachien“ – ich nenne es respektvolles Miteinander, wo Stärken und Schwächen der einzelnen Personen sich in konstruktiver Weise und zum Wohle aller ergänzen.

Mir geht es darum, meinen Beitrag zu leisten zu einem echten MITeinander… dies versuche ich in gleicher Weise mit meinen Produktions- und Handelspartnern. Und stoße leider immer noch auf viele Hindernisse „alten“ Denkens.

Was würden Sie einem Freund raten, der schon seit Jahren den Wunsch einer beruflichen Neuorientierung mit sich herumträgt, aber noch immer auf der Stelle tritt?

Achte Deine Intuition und den Ruf Deines Herzens. Erwarte nichts. Es wird der richtige Zeitpunkt kommen  – dann sei bereit, denn für den ersten Schritt auf der Reise ist es nie zu spät.

Was macht gute, bequeme Yoga-Kleidung aus? Und wie bequem sind die Produkte von kamah?

Gute Yogakleidung ist für mich Kleidung, die jede Bewegung mitmacht, die nicht einengt, drückt oder rutscht. Idealerweise ist sie aus hypoallergenen Stoffen und freundlich zur Haut, so wie die Kleidung von Kamah.
Sie sollte unter humanen und Ressourcen-schonenden Umständen hergestellt sein und fair gehandelt werden. Wir produzieren ausdrücklich nicht in China, da wir diese Auffassung von Respekt und deren Expansionspolitik bzgl. Tibet strikt ablehnen.

Die Produkte von Kamah sind gänzlich ohne petrochemische Materialien, wie z.B Polyester oder Microfaser, hergestellt. Alle Stoffe sind natürlichen Ursprungs und sehr hautfreundlich. Die in der Kollektion verwendeten Elasthan-Fasern sorgen für perfekten Sitz der Kleidung, selbst in herausfordernden Asanas. Gemeinsam mit befreundeten Yogalehrern wird jedes Teil zuerst in der Praxis getestet, bevor es produziert wird.

Sind die Produkte von kamah hautfreundlich? Welche Rolle spielt Bambus dabei?

Alle Stoffe von Kamah sind natürlichen Ursprungs.

Da ich als Designerin selbst zu Allergien neige, war es mir ein persönliches Anliegen, Stoffe zu verwenden, die gut zur Haut sind. Dazu gehört vor allem Bambusviscose, welche auch für Neurodermitiker von Dermatologen empfohlen wird. Wenn man in ein Kleidungsstück aus Bambusviscose schlüpft, fühlt es sich zunächst angenehm glatt und kühl an – um dann weich und wärmend zu wirken. Das beruhigt irritierte Haut und wärmt sie zugleich.

Was ist Ihre Vision für kamah?

Ich möchte mit Kamah gemeinsam wachsen – es ist zugleich intellektuelle und spirituelle Herausforderung für mich, eine Firma auf respektvolle Weise und auch profitbringend zu führen  – und als Marke erfolgreich zu machen.

Ich wünsche mir, daß Kamah als ein Unternehmen wahrgenommen wird, welches das Prinzip „zum Wohle aller“ erfolgreich in der Geschäftswelt durchsetzt.

Wo können die Leser mehr über kamah erfahren?

Auf unserer Homepage www.kamahyoga.com, unserem monatlichen Newsletter oder auf unserer Facebook-Seite, wo wir mit anderen teilen, was uns beschäftigt und wichtig ist.

Wir freuen uns auch über alle, die zu uns in der Neumarkterstrasse in München besuchen kommen.

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