Meditation ist eine Technik, mit der man (unter anderem) innere Ruhe finden kann. Kaum eine Methode baut so gut Stress ab und sorgt für Entspannung. Während in den westlichen Ländern die Gebete als religiöse Praxis vorherrschen, praktizieren Asiaten aller religiösen und philosophischen Hintergründe schon seit Jahrtausenden Meditation. Die Meditierenden versprachen sich innere Ruhe und inneren Frieden, Harmonie und Erleuchtung.
In den westlichen Gefilden sorgte erst in den 1960ern der Guru Maharishi für die Verbreitung von Meditation – zunächst allerdings nur unter alternativ lebenden Menschen. Nach und nach gewann das friedvolle Sitzen auch für andere Gesellschaftsschichten an Bedeutung.
Seit einigen Jahren steht Meditation zunehmend im wissenschaftlichen Interesse. Heute ist bereits bekannt, dass die Methode nachweislich entspannt (Stressabbau) und von Sorgen und Ängsten befreit, uns gelassener werden lässt und nicht nur bei psychischen Erkrankungen heilsam ist. Unsere Gedanken werden bewusster und können besser in förderliche Bahnen gelenkt werden. Auch der Körper profitiert: mit regelmäßiger Übung kann der Praktizierende toleranter gegenüber Schmerzen und Stress werden, die Herzfrequenz senken und seinen Atem verlangsamen
Was leicht aussieht, entpuppt sich in der Praxis als echte Herausforderung. Schon das Stillsitzen für einige Minuten fällt uns schwer. Wir sind es gewohnt, uns permanent zu bewegen und zu beschäftigen. Und erst die Gedanken anzuhalten … das scheint unmöglich.
Glücklicherweise reichen bereits kurze Meditationen zu Beginn, um „etwas zu merken“, um uns erfrischt und entspannt zu fühlen. Mit mehr Übung gelingt uns das Stillsitzen und Stilldenken dann immer besser, die Ergebnisse werden nachhaltiger, die innere Ruhe bleibt auch nach dem Aufstehen erhalten, ein paar Minuten, später ein paar Stunden, bis sich eine zuverlässige Gelassenheit in uns etabliert.
Eine wirkungsvolle Meditation braucht nur drei Dinge: Ruhe, Haltung und Konzentration.
Mir hat die folgende Variante besonders gut gefallen: man konzentriert sich auf den Atem. Bei jedem Einatmen zählt man die Atemzüge. Ist man am zehnten Atemzug angelangt, fängt man wieder bei 1 an.
Idealerweise nimmt man sich mindestens 20 Minuten Zeit. Und idealerweise übt man täglich. Jeden Tag 10 Minuten sind w e s e n t l i c h besser als einmal wöchentlich 70 Minuten am Stück.
Auf die Uhr schauen muss man dabei nicht. Ist man nach 15 Minuten fertig, ist es gut. Sind 25 Minuten vergangen, ist es auch gut.
Unterwegs lässt sich die Meditation zumindest in einer abgespeckten Variante ebenfalls ausführen: in der U-Bahn, im Wartezimmer oder in der Warteschlange … Gelegenheiten gibt es reichlich.
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