|25. Mai 2012 21:58

Hart arbeiten, weich leben

 

In harte Arbeit kannst Du Dich fallen lassen wie in ein weiches Bett, das frisch und duftig bezogen ist, in dem Du Dich behaglich ausstreckst, alle Anspannungen und belastenden Gedanken gehen lässt. Harte Arbeit kann Dich die Zeit und die Sorgen vergessen lassen, Dich auffangen, so wie ein prächtiger Baum herabstürzende Regentropfen auffängt und ihnen ein Zuhause gibt. Du kannst Dich selbst verlieren, von einem Regentropfen zur Nahrung des Baumes, des Erdbodens, der Welt werden. Wertvolles tun.

In harter Arbeit kannst Du Dich aber auch in einer anderen Weise verlieren. Harte Arbeit kann Dein Ego aufpumpen, Deine Sorgen verstärken und die Angst, etwas zu verlieren oder gar nicht erst zu erreichen. Harte Arbeit lässt Muskeln, Gefühle und Gedanken verhärten oder sogar versteinern und kann Dich zum sauren Regentropfen werden lassen, der den Baum, den Erdboden und die Welt vergiftet.

Wo ist der Unterschied?

Der Unterschied ist, ob Du aus Liebe und mit Liebe arbeitest oder nicht. Ob Du arbeitest, um etwas Gutes zu erschaffen, im Moment oder darüber hinaus. Arbeitest Du mit Liebe, dann nährst Du Dich selbst und die Welt. Mehr Arbeit, mehr Wert. Arbeitest Du ohne Liebe und nur für Geld und die Rechnungen im Briefkasten, kannst Du Dich selbst und die Welt damit vergiften. Mehr Arbeit, mehr Schaden.

Woran kann man erkennen, ob man aus Liebe und mit Liebe arbeitet oder nicht?

Schließe Deine Augen. Denke an Deinen Arbeitsplatz, denke daran, wie Du an Deinem Schreibtisch sitzt oder im Laden stehst. Was fühlst Du? Was passiert mit Deinen Muskeln, spannen sie sich an?
 
Fühlst Du Liebe, arbeite weiter, arbeite hart. Sei ein kräftiger Regentropfen, der den prächtigen Teil des Baums noch prächtiger werden lässt und den kranken Teil heilt.

Fühlst Du keine Liebe, halte inne, halte an. Höre auf, Dich selbst und die Welt zu vergiften.

Du weißt, was Du liebst. Tue es, tue es hart, und Du wirst weicher leben.

Text von myMONK
 

 

 

Photo: Louise Docker



Das könnte Dich auch interessieren

  1. Entspannter leben – Arbeiten als Cyber Cyrano
  2. Wie lange die Deutschen pro Woche arbeiten (Infografik)
  3. Das 7-Tage-Wochenende oder arbeiten bei Semco
  4. Nicht jeder Mensch ist zum Arbeiten geboren – Interview mit einem Arbeitspsychologen
  5. Thomas Jeffersons 10 Lebensregeln und wie sie zu einem entspannteren Leben beitragen können
Schlagwörter:

6 Kommentare

  • das hast du für mich geschrieben, gell? :)

  • Aber dann muss man auch was Neues finden. Mit der Verantwortung die Familie zu ernähren, in nicht mehr ganz so jungem Alter…schwierig…Aber die Hoffnung stirbt zuletzt :-) …Ich freue mich, dass es doch andere gibt, die ihre Situation auch aktiv hinterfragen. Macht Mut Danke

  • oh…. ganz interessant geschrieben .. eine andere Definition von “hart” … denn das Wort “hart” hätte ich nicht mit arbeiten aus und in Liebe verbunden … wenn ich aus und in Liebe arbeite, fühle ich mich in Fluss, es macht mir Freude, dankbar … danke für deine andere Perspektive …

    • Hi Susanne, merci für Deinen Kommentar und herzlich willkommen auf myMONK! :) Die Liebe und der Fluss widersprechen der Härte der Arbeit aus meiner Sicht nicht. Denn auch wenn wir uns geführt fühlen, von bestimmten Aufgaben angezogen, gibt es Widerstände in uns und um uns herum, die es uns erschweren, uns täglich mit aller Kraft der nötigen Arbeit hinzugeben. Zumindest geht’s mir oft so. Ich liebe, was ich heute tue. Dennoch gibt’s tägliche Kämpfe mit negativen Gedanken und Gefühlen, Faulheit und so weiter. Daher sage ich: man muss hart arbeiten. Denn im Fluss treibend mag man vorankommen (wenn nicht gerade ein Fels im Weg ist) … aber: rudernd kommt man weiter. LG Tim

Hinterlasse einen Kommentar