|17. Februar 2013 16:00

Essen, und dann abwaschen – eine kurze Zen-Geschichte

Ein Klassiker der Zen-Geschichten:

Ein Mönch kam zu Zen-Meister Joshu und sagte, “Ich bin eben erst dem Kloster beigetreten und bin noch neu hier. Bitte unterrichte mich.”

Joshu fragte, “Hast Du Deinen Reisbrei gegessen?”

Der Mönch antwortete, “Ja, ich habe gegessen.”

Daraufhin antwortete Joshu, “Dann solltest Du lieber Deine Schale waschen.”

In diesem Moment war der Mönch erleuchtet.

Eines nach dem anderen, mit voller Aufmerksamkeit. Und erst dann das nächste, wieder mit voller Aufmerksamkeit.

Nicht gleichzeitig essen und abwaschen, nicht gleichzeitig essen und fernsehen, nicht gleichzeitig abwaschen und fernsehen.

Es klingt so einfach.

Ist es aber (für mich) nicht.

Doch jedes Mal, wenn ich es schaffe, lohnt es sich. Es ist Meditation in Bewegung.

Leben so rein, wie ich eine Schale niemals schrubben könnte.

 

 

Geschichte gefunden bei: "Zenmonkey" Thomas Bagusche

Photo: Aaron Harmon

Die myMONK-Essenz (Kostenloses Ebook)
Das Beste aus 70 meiner Interviews mit Meistern, Mönchen und Coaches + Tipps per Mail im myMONK-Newsletter. Jederzeit abbestellbar.
We hate spam just as much as you

7 Kommentare

    • Hey Chris, mag das auch überhaupt nicht. Hab jetzt seit einigen Monaten einen Geschirrspüler, keine Ahnung, ob ich jetzt noch ne Restchance auf Erleuchtung hab!

  • … danke für die Erinnerung… eins nach dem anderen und mit Aufmerksamkeit/Konzentration/Achtsamkeit.

    Liebe Grüße
    Monika

  • Ja, eins nach dem anderen. Jedoch finde ich Essen und dabei Fernsehen nicht so schlimm – solange man alles tatsächlich bewusst macht. Man kann ebenso beim Fernsehen das Essen genießen, langsam kauen, sich Zeit lassen etc. . Ist aber eh alles Geschmacks- und Einstellungssache. ;)

    • Wenn Du den Fernseher ausblenden kannst, sollte er dem Essen echt kein Abbruch tun – mir fällt das jedoch schwer, mich nicht durch die Glotze vom Speisen ablenken zu lassen.

  • Gut, durch solche Artikel und Kommentare immer mal wieder daran erinnert zu werden: “Tue, was du tust” – also sich nicht durch andere Beschäftigungen oder Gedanken (zu sehr) von etwas ablenken zu lassen. Fällt mir auch schwer, obwohl ich schon sooo oft darüber gelesen habe. Zum Beispiel esse ich im Büro mein Pausenbrot und lese gleichzeitig Artikel auf mymonk.de ;-) – und bin dann halt mit meiner Aufmerksamkeit mehr bei den Texten als beim Kauen und dem Geschmack auf meiner Zunge…

Hinterlasse einen Kommentar


x
Kostenloses Ebook: "Die myMONK-Essenz"
Das Beste aus 70 meiner Interviews mit Meistern, Mönchen und Coaches

+ monatlich Tipps per Mail für innere Ruhe und verwirklichte Träume im myMONK-Newsletter.

7.500 Newsletter-Abonnenten können sich nicht irren! :)


  

Kostenlos. Keine Weitergabe an Dritte. Jederzeit abbestellbar.