Du wachst auf und der Tag steht schon an Deinem Bett und starrt Dich an, und Du kennst den Blick, der sagt: mach schon, raus aus den Federn, es gibt Tausend Dinge zu erledigen, Kinder zu versorgen, Wellensittiche zu füttern, Du musst malochen, putzen, einkaufen, bügeln, kochen, Leute zurückrufen, Mails beantworten … Du weißt Bescheid, also raus mit Dir.

Und Du stehst auf, fühlst Dich jetzt schon erschlagen, total fertig, als wäre der Tag, der an Deinem Bett steht und Dich anstarrt, schon die ganze Nacht da gewesen und hätte weiß Gott was mit Dir gemacht.

Klar würdest Du gern das Buch schreiben, von dem Du schon so lange sprichst; das Bild malen, das nur Du malen kannst; das Unternehmen gründen, das Dich mit Freude und Dein Portemonnaie mit Geld füllt.

Aber wie sollst Du zwischen all diesen Anforderungen noch Zeit für Dich und Deine Träume finden?

Steven Soderbergh führte unter anderem beim Film „Oceans Eleven“ Regie sowie  bei „Traffic – Die Macht des Kartells“. Für letzteren bekam er 2001 den Oscar.

Als er den Preis aller Preise für Menschen aus dem Filmgeschäft bei der Verleihung entgegennahm, sagte er:

„Ich widme diesen Oscar allen, die auch nur eine Stunde am Tag ihre Träume verfolgen.“

Die Muse liebt Menschen, die dranbleiben. Die sich nicht nur alle paar Wochen hinsetzen und ihren Träumen widmen, oder an den Wochenenden, wenn „einem danach ist“ … sondern regelmäßig. Heute, morgen, übermorgen, die nächsten Wochen, Monate, Jahre. Eine Stunde, fünfmal die Woche, macht 250 Stunden im Jahr. Das ist eine Menge.

Die Muse liebt Menschen, die das tun. Und sie belohnt sie königlich. Mit Inspiration, Kreativität, Lebensfreude, Verwandlung, Heilung, Fortschritt, echtem Erfolg, der das Herz wärmt. Mit Träumen, die in Erfüllung gehen.

Eine Stunde am Tag packst Du gerade nicht? Dann nimm eine halbe Stunde. Eine Viertelstunde. Zehn Minuten. Aber nimm sie Dir.

Eine Stunde am Tag, oder zehn Minuten, die alles verändern können.

Was hält Dich davon ab?

 

Siehe auch: Du steckst fest, weil Du DIESE Sache scheust

 

Inspiriert von: Steven Pressfield   Photo:  ωoodmouse14158960095_96b1796294_z