|10. August 2012 12:31

Die 5 Dinge, die Menschen im Sterbebett bereuen

Bronnie Ware ist eine australische Krankenschwester, die über viele Jahre todkranke Menschen beim Sterben begleitet hat. Nun hat sie ein Buch geschrieben mit den häufigsten Antworten der Patienten, die sie in ihrem letzten Lebensabschnitt gefragt hat: “Gibt es etwas, dass Sie bereuen oder lieber anders gemacht hätten?”.

Die fünf häufigsten, immer wiederkehrenden Antworten:

  1. “Ich hätte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben – und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten lassen.”
  2. “Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen.”
  3. “Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken.”
  4. “Ich hätte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen.”
  5. “Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen.”

Nicht vorgekommen sind also Antworten wie:

  • “Hätte ich nur mehr geschuftet, um mir den BMW / das Haus / Wasauchimmer leisten zu können.”
  • “Ich habe mir selbst viel zu viel Zeit zum Entspannen, Inmichgehen, Fürmichdasein genommen.”
  • “Hätte ich mich nur besser angepasst um die Erwartungen der Mitmenschen besser zu erfüllen.”
  • “Hätte ich meine Träume nur noch ein bisschen länger vor mir hergeschoben oder am besten früher ganz begraben.”

Gibt es einen Traum, den Du Dir schon lange erfüllen wolltest? Oder eine Aufgabe, die Dich viel mehr erfüllen würde als das, was Du derzeit den größten Teil Deiner Wachzeit tust?

Siehe auch: 8 Dinge, die man über sich selbst sagen können sollte.



Photo: Ari Bakker

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7 Kommentare

  • Ein sehr lesenswerter Artikel der das Leben verändern kann. Wir müssen ja nicht warten bis zum Lebensende bis wir uns diese Fragen stellen.Diese Fragen gehören in jede Psychotherapie integriert, sie bringen das wesentliche zum Vorschein. Besonders in Form einer Imaginationsübung können diese Fragen emotionale Spuren im Leben hinterlassen. Also nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und warte auf die Antworten die im Inneren entstehen.

  • Wieder so ein super Abholer, Tim, danke für das Erinnern! Im Grunde können wir mit Punkt 5 anfangen und die anderen Punkte als Einzelheiten davon sehen. Gehe einfach hinein in den Zustand von Zufriedenheit und Glück. Die anderen Dinge werden dann folgen, nicht umgekehrt. Ich möchte eigentlich nicht schon wieder das Hier und Jetzt strapazieren. Doch ist dein Artikel eigentlich eine Aufforderung, möglichst oft hinein zu gehen in das Hier und Jetzt, sprich, bei dir selbst zu sein.

    • thx Richard – hoffe Du hast ein schönes Wochenende (hier war das Wetter gestern richtig frühlingshaft).

      Wenn’s zum Beispiel ums Außen geht, darum, Ziele zu erreichen (und seien es ganz alltägliche, damit man was zu Essen aufm Tisch hat), da braucht man manchmal mehr als das Hier und Jetzt, denke ich. Da geht’s um eine gewisse Disziplinierung, über die Überwindung von Unlust oder anderen Gefühlen, die einen im Hier und Jetzt locker davon abhalten würden, etwas zu tun, von dem man später einen vollen Kühlschrank hat.

      • Schön für dich Tim. Ich fahre morgen auch wieder nach München, aber für den Biergarten wird das Wetter wohl nicht reichen. Hätte dir auch eine Mass spendiert ;). Ja, das Leben fühlt sich manchmal auch hart an. Und auf dem Sterbebett drehen sich dann manche Prioritäten um.

  • Tolle, wahre Worte!

    Ich habe vor einigen Wochen ihren Roman “5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen” gelesen und war mehr als positiv überrascht darüber, wie Bronnie Ware nicht nur von ihren Patienten berichtete, sondern auch, wie sie persönlich von diesen Erlebnissen und Menschen geprägt wurde und welche Lehren sich daraus für sie ergeben haben.

    Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen – auch, wenn der Titel klingt, als sei das Buch vielleicht eher depressiv/melancholisch, finden sich doch auch viele lebensbejahende und ermutigende Aspekte wieder.

    Danke, Tim, für die Erinnerung daran =)

    • Das klingt interessant, was Du über das Buch schreibst. Ich habs noch nicht gelesen und hatte etwas befürchtet, dass darin einfach die 5 Dinge unnötig lang auf X Seiten ausgewälzt werden. LG Tim

  • Ich hatte auf Grund meines Umfeld – Ministrant;Musikkapelle;Kirchenchor – sehr oft Beerdigungen beigewohnt. Was mir dabei am meisten vehaftet blieb war die Aussage – über den Verstorbenen- ” er war ein braver und fleißiger Mann “! Diese Wortwahl hat mir später sehr geholfen einen Weg zu beschreiten der für mein Umfeld nicht nachvollziehbar war und für dieses völlig unvorstellbar. Für mich aber der richtige Weg. – Den ich bis heute nicht bereut habe und der mich noch näher an Jesus und seine Lehre herangefürt hat.

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