|5. Januar 2012 23:22

Burn-out – Diagnose

Die Burn-out-Diagnose fußt insbesondere auf dem Patientengespräch. Ein Arzt, der sich mit der Erkrankung auskennt, wird sich für dieses Zeit nehmen und untersuchen, ob und wie stark der Patient erschöpft und/oder depressiv ist (siehe Burn-out-Symptome). Oft manifestiert sich der erschöpfte Eindruck im Burn-out weitaus eher als auffällige Messwerte bei Laboruntersuchungen.

Ist der Burn-out bereits fortgeschritten, können sich Symptome an unterschiedlichen Organen zeigen, besonders häufig betroffen ist das Herz-Kreislauf-System. Das Herz-Kreislauf-System wird von einem Internisten oder Kardiologen durchgeführt. Typische Anzeichen eines Burn-outs sind:

  • eingeschränkte Herzratenvariabilität
  • erhöhter Blutdruck
  • eingeschränkte Blutdruckregulation
  • eingeschränkte Variabilität der Gefäßerweiterung und –verengung (kann ein Frühzeichen für Diabetes sein)

Auch wird der Arzt eine körperliche Untersuchung vornehmen, auf einen Burn-out hinweisen kann zum Beispiel eine deutlich erhöhte Muskelspannung in und oberhalb der Zwerchfellebene.

In Laboruntersuchungen deuten folgende Auffälligkeiten auf einen Burn-out hin:

  • Cortisol und andere Hormone der Stressachse werden verändert ausgeschüttet
  • Geschlechtshormone werden bei Männern und bei Frauen verändert ausgeschüttet
  • Immunfaktoren wie das Immunglobulin A sind abnorm
  • das körpereigene Melatonin sinkt

Diagnostische Maßnahmen im Burn-out

Untersucht werden sollten beim Verdacht auf Burn-out die folgenden Punkte:

Allen voran sollte eine allgemeinmedizinische Untersuchung mit

  • Blutdruck
  • EKG
  • Herzratenvariabilitäts-Untersuchung
  • Lungenfunktionsmessung

und psychosomatische Untersuchung erfolgen.

Im Labor empfehlen sich die folgenden Diagnostiken:

  • Laboruntersuchungen: Blutbild allgemein (Standard), Cortisol, DHEA (Vorstufe etlicher Hormone), Geschlechtshormone, Immunglobulin A im Speichel, Geschlechtshormone, Schilddrüsenwerte
  • Laboruntersuchungen, die ebenfalls zum Einsatz kommen können: Immunstatus, Vitamin B12, Melatonin.

Hinweis: erhöhtes Cholesterin und Homocystein sind nach aktuellem wissenschaftlichen Stand (2012) kein Hinweis auf einen Burn-out.

Ganzheitlich aufgestellte Ärzte werden darüber hinaus noch Maßnahmen durchführen, zum Beispiel aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der Osteopathie oder der Chiropraktik.

Idealerweise werden alle Untersuchungen von einem einzigen Arzt durchgeführt, um den Patienten nicht mit unzähligen Arztbesuchen und verschiedenen Diagnosen weiter zu überfordern.

 

Burn-out
Burn-out und Depressionen
Burn-out – Verbreitung und Kosten

Burn-out – Verlauf
Burn-out – Symptome
Burn-out – Begleiterkrankungen
Burn-out – Diagnose
Burn-out – Test
Burn-out – Ursachen
Burn-out – Behandlung
Burn-out vorbeugen (Prävention)
Quellen

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