
Der Wecker klingelt, ich drücke den Snooze-Button, drehe mich um, fünf Minuten später geht das Spiel von vorn los, ein paar Runden später stehe ich zähneknirschend auf. Gehe unter die Dusche, putze die knirschenden Zähne, denke an den Weg zur Arbeit und die folgenden 9 Stunden im Büro. Schlucke den Widerwillen hinunter, ein Stück davon bleibt allerdings den gesamten Tag über in meinem Hals stecken. Breche (auf, zur Arbeit). Lauter Leute unterwegs, lauter Leute im Büro, denen es genauso geht. Bis zur Mittagspause vergeht die Zeit noch halbwegs schnell, danach dehnt sie sich aus, eine Stunde wird zur Ssstttuuunnndddeee.
Ich bin ein Angestellter. Ich habe einen Job. Aber wenig Freiheit, wenig aufregende Tage, viel weniger Geld, als mir eigentlich zustünde, um für die Zeit zwischen dem ersten Weckerklingeln und dem Nachhausekommen angemessen entschädigt zu werden. Meine Wochenenden und mein Urlaub sind mal mehr, mal weniger schöne Inseln in einem Meer aus Mist.
Ich mache das so, weil es eben so gemacht wird.
Herzlich willkommen auf myMONK.de.
Halte an, halte inne. Es gibt viele gute Gründe, niemals so zu leben, niemals einen Job anzunehmen.
Zwei Geständnisse vorab:
Hinter Gittern werden Träume gebrochen. Hinter Gittern verlieren Menschen nach und nach ihre Lebendigkeit.
Sie sehen nur noch andere Menschen, die sich Jahr für Jahr mehr von ihren Träumen verabschieden, von dem, was sie in ihrer Kindheit, Jugend und als junge Erwachsene erleben und erreichen wollten.
Die Gitter halten uns davon ab, rauszugehen und das Leben zu führen, das uns glücklich machen würde, unsere Tage so zu verbringen, wie wir es uns wünschen.
Im Job zeigen sich die Gitter nicht als metallene Stäbe, sie sind aber genauso gnadenlos hart und unumgänglich.
Aber nur, solange wir an sie glauben.
Es gibt sie gar nicht. Wir glauben nur an die Gitter, weil es die meisten Anderen auch tun.
Reiß’ sie nieder.
Du brauchst kein großes Einkommen, Du brauchst ein großes Leben.
Ein großes Leben besteht nicht zum größten Teil aus Meetings mit Wichtigtuern, aus Schreibtischen mit vor sich hinratternden Computern, an denen man 40, 50, 60 Stunden in der Woche hockt, um seelenleere Tabellen und Powerpoint-Charts zu füllen. Es besteht nicht aus toten Zeiten zwischen ersehnten Zigaretten-, Kaffee- und Mittagspausen.
Wie sieht Dein großes Leben aus?
Ein Kind braucht Grenzen, die die Eltern für es setzen. Es braucht Eltern, die sich um es kümmern und Lob, wenn es etwas richtig gemacht hat.
Ein erwachsener Mensch nicht.
Ein Job grenzt uns ein, gibt vor, wann wir wo was zu tun haben. Sind wir dann fertig, gehen wir zum Chef, stellen unser Ergebnis vor, und wollen gelobt werden.
Im Job bleibt man ein Kind – oder lässt sich zumindest so behandeln.
Abhängig.
Hast Du ein schlechtes Gewissen, wenn Du mal einen Tag nicht arbeiten willst – so, wie wenn Du der strengen Chef-Mutti verheimlichen möchtest, dass Du gar kein Fieber, sondern das Fieberthermometer nur kurz auf die Heizung gelegt hast?
Wie lange darfst Du am Abend zum Spielen rausgehen, wann musst Du spätestens wieder da sein, damit Du Chef-Mutti am nächsten Tag von Deiner Frische und Leistungsbereitschaft überzeugen kannst?
Bei Mutti kann man nicht kündigen, im Job schon.
Sei ein Erwachsener.
Sei frei.
Oft ist es unser Bauchgefühl, unsere Intuition, die uns im Leben weiterbringt. Das Gefühl, etwas Großes schaffen oder etwas Schlimmes verhindern zu können.
Wie jeder Muskel und alles andere auch wächst das, was man trainiert, und schrumpft, was man nicht nutzt („use it or loose it“). So schrumpft auch unsere Fähigkeit, intuitiv zu handeln, wenn wir sie nicht nutzen.
Intuition bringt aber nun mal das „Problem“ mit sich, zu etwas jenseits der Rationalität zu streben. Wer Fehler macht, und hinterher keine klaren Argumente hervorbringen kann, warum es zumindest einen Versuch wert war, steckt schnell in der Klemme.
Es mag ein paar innovative Unternehmen geben, die Freiraum und das Fehlermachendürfen zur Priorität erklärt haben. In 99 von 100 Unternehmen ist das leider anders – da ist es oft besser, gar nichts zu tun (außer während der Arbeitszeit im Internet zu surfen und das geringste mögliche Maß an Alibi-Aufgaben zu erledigen), als sich etwas zu trauen, das einem hinterher Ansehen oder gleich den Job kostet.
Dass man als Angestellter außerdem nur selten die eigenen Früchte ernten darf, lässt die Motivation und den Mut zur Intuition noch schneller absterben.
Hast Du heute oder in der letzten Woche mit Deiner Arbeit etwas geschaffen, das Bestand hat – ein Einkommen, von dem Du auch über dieses Monat hinaus profitieren kannst?
Oder musst Du nächsten Monat wieder Deine wertvolle Lebenszeit gegen einen Gehaltszettel eintauschen, um Deine Rechnungen zahlen zu können?
Mit einem Job baut man nichts auf. Fähigkeiten vielleicht, ja (aber auch in erster Linie nur solche, die einzig zum Überleben in der Angestelltenwelt dienen), bestenfalls ein oder zwei Beziehungen, die überleben, wenn wir woanders hingehen. Aber auf keinen Fall etwas, das einmal erschaffen fortwährend Einkommen generiert.
Ein Buch zum Beispiel schreibt sich meist nicht innerhalb von einem Monat, dafür kann es über Jahre hinweg für Einkommen sorgen. Eine Website mit vielen Besuchern lässt sich nicht von heut auf morgen aufbauen. Doch irgendwann gewinnt sie ein Eigenleben, das uns ganz oder teilweise ernähren kann.
Du tust etwas einmal, und das Ergebnis kann vielen Menschen immer wieder helfen.
So lange das eigene Einkommen davon abhängt, dass wir heute wieder den selben Mist machen müssen, wie gestern, so lange ist nichts erschaffen, so lange sind wir nicht frei.
Für wen schaffst Du sonst bleibenden Wert, wenn nicht für Dich?
Na klar, für Deinen Chef oder für dessen Chef, der Dich eingestellt hat, weil Du ihm mehr Geld einbringen sollst, als Du ihn kostest.
Also: wie sehr liebst Du ihn, Deinen Boss? Mehr als Dich selbst? Wenn ja, dann bist Du in einem Job fantastisch aufgehoben!
Wenn nein: wäre es nicht schön, Dich selbst mit Deiner wertvollen Arbeit reich machen zu können?
Die mühsame feste Tages-, Wochen- und Jahresstruktur lässt uns abends erschöpft nach Hause kommen, die Hemden bügeln, vielleicht noch ein paar Mails beantworten, die der Chef am Abend geschickt hat, weil er selbst ja auch nichts besseres mit sich und seinem Leben anzufangen weiß.
Und schon ist er wieder um, der Abend, schon sind sie wieder da, die Schlafprobleme, das Klingeln des Weckers, der leere Blick im Spiegel.
Das eine Problem ist, dass wir als immer wieder arbeiten müssen, um die nächste Rechnung zahlen zu können. Das andere ist, dass viele Menschen von ihrem sinn- und freudlosen Job so erschöpft nach Hause kommen, dass sie die Kraft finden, bewusst schöne Zeit mit den Kindern, dem Partner oder Freunden zu verbringen.
Was bleibt, ist die Glotze. In die wir dann genauso leer starren, wie in den Spiegel am Morgen und den Monitor im Büro.
Die kostbare, stark begrenzte Lebenszeit verstreicht (wir wissen oft gar nicht, wie stark begrenzt sie wirklich sein wird). Einfach so. Das ist der Preis für … ja, für was eigentlich … für Sicherheit?
„Such Dir einen sicheren Job“, hieß es früher oft.
Heute einen sicheren Job zu finden ist ungefähr genauso wahrscheinlich, wie Elvis Presley aufzuspüren, der manchen Anhängern zufolge im Ufo über uns herumschwebt.
Jobs sind so lange sicher, wie es dauert, eine Kündigung auszusprechen (und je nach Art der Kündigung noch ein paar Monate Kündigungsfrist länger).
Große Konzerne entlassen zehntausende, eigentlich gewinnbringende Mitarbeiter, weil sie in anderen Ländern billiger und damit noch profitabler produzieren können.
Mittelständler mit großer Tradition sind nicht länger verschont.
Über kleine Unternehmen müssen wir gar nicht erst sprechen.
Und dann steht man da, hat sich verlassen auf die „sichere“ Stelle, den loyalen Arbeitgeber, der sich doch dafür kenntlich zeigen müsste, dass man sich jahre- und jahrzehntelang den Arsch für ihn aufgerissen hat.
Tut er aber nicht.
Der einzige Einkommensfluss versiegt dann, unser Konto verdurstet schnell.
Da die wenigsten Angestellten jeden Monat genügend Geld beiseite legen können, um im Falle einer Kündigung eine Zeit lang gut überleben zu können, ist ein Job das Gegenteil von Sicherheit.
Wenn Du jetzt noch 20 Jahre oder mehr von Deiner Rentenzeit entfernt bist … glaubst Du wirklich, dass Du im Alter davon leben können wirst?
Dann wirf’ doch mal Google an mit der Suche „Die Rente ist sicher“ (und lies nicht nur das, was Norbert Blüm sagt).
Wer nicht selbst vorsorgt, wird irgendwann alt und arm sein. Leider fehlt dafür das Geld, wenn ein großer Teil des Bruttoeinkommens in die Rentenkasse fließt, die leer sein wird, wenn wir irgendwann hineingreifen wollen.
Unzufriedenheit macht kauflustig. Liegt hinter uns ein langer Tag mit langen und sinnlosen Aufgaben und Meetings, neigen wir dazu, uns zu entschädigen. Mit einer Pizzabestellung am Abend. Oder einem neuen Fernseher, oder Auto – wir „haben ja schließlich dafür gearbeitet“.
Dass wir eigentlich keine Dinge brauchen, sondern freie und erfüllte Lebenszeit, mögen wir dann kurz vergessen können. Aber eben nur kurz. Bis zur nächsten Pizza, dem nächsten Fernseher, dem nächsten Auto.
Die ganzen Entschädigungen fesseln uns an einen „höheren“ Lebensstandard und damit auch weiter an den Job.
Noch schlimmer wird es, wenn wir uns mit Dingen entschädigen wollen, die wir uns nicht leisten können – bzw. nur mit einem Kredit.
Ein Kreislauf entsteht:
Unzufriedener.
Höhere Ausgaben.
Mehr Zwang zur Arbeit.
Unzufriedener.
Psychische Erkrankungen, Übergewicht und Herzerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Und das nicht von ungefähr. Die Art und Weise, wie die meisten Menschen leben, wie die Masse lebt, isst, arbeitet, sich verbiegt führt ins Verderben.
Könnte das Berufsleben der Leute, das ja immerhin den größten Teil der Tageszeit neben dem Schlafen ausmacht, auch damit zu tun haben?
Wir fragen uns oft: was tut die Masse? … und tun es dann selbst.
Besser ist aber sehr, sehr häufig zu fragen: was tut die Masse nicht? … und genau das umzusetzen.
Wie verbringt die Masse ihr Leben?
Im Job lernen wir: es geht um uns selbst, nicht um andere. Um Selbstinszenierung und nicht darum, Nutzen für andere zu schaffen.
Zwangsläufig ist unser Denken und Handeln als Angestellter davon geprägt, nur den eigenen Nutzen zu maximieren:
Da auch die Kollegen rechts und links von uns so denken und handeln, und wir das genau wissen, entsteht eine mehr oder weniger unterschwelle Feindlichkeit. Eine Stelle kann eben nur von einem besetzt sein, und dann doch in jedem Fall lieber von mir, als dem anderen.
Mit dem eigenen Business ist es etwas anderes. Je mehr Wert wir für andere schaffen, umso wahrscheinlicher ist es, dass wir dafür irgendwann entlohnt werden. Wir sind daher viel mehr gezwungen, uns um den Nutzen für andere zu sorgen.
Das gilt nicht nur für die eigenen Kunden, sondern auch für Partnerschaften mit anderen Unternehmen. Mit gemeinsamen Vorhaben kann deutlich leichter Wert für alle Beteiligten geschaffen werden, als im Angestelltenverhältnis.
Business kann auch Krieg sein, für andere Wert zu erschaffen wird aber viel eher belohnt.
Nicht nur der Egoismus und die Feindlichkeit der Angestelltenwelt schaden uns, sondern bereits die bloße Anwesenheit derer mit dem tagtäglichen Brocken Widerwillen im Hals.
In den letzten Jahrzehnten haben Studien immer wieder gezeigt: wenn diejenigen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen, arm sind, dann sind wir es auch, sind sie dünn, sind wir es auch. Die meisten von uns wiegen ungefähr so viel wie der Durchschnitt derer, mit denen wir unser Leben leben. Und dazu gehören nicht zuletzt die Kollegen.
Wenn es für Körpergewicht und Einkommen gilt, dann auch für die eigene Lebendigkeit.
Da das Angestelltendasein vielen Menschen ihre Freiheit, ihre Träume, ihre Intuition und Energie raubt, bleibt nach vielen Jahren oft nichts mehr als eine graue, verbitterte, frustrierte Hülle, die den Kern der Lebendigkeit und Lebensfreude ummauert hat.
Und mit solchen Leuten verbringen wir mehr Zeit als mit der eigenen Familie und den Freunden.
Es ist wie im Horrorfilm: wenn wir mit Zombies herumhängen, werden die Zombies uns beißen, und wir werden selbst zu einem.
Willst Du wirklich, dass Deine Kinder und alle anderen, die Dir am Herzen liegen, so abhängig und eingeschränkt leben müssen, wie es die meisten Angestellten tun?
Nein?
Dann sei ein Vorbild, inspiriere Deine sie mit Deinem eigenen Leben, mache ihnen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen.
Ohne Job zu leben, geht das immer? Nein, sicher nicht.
Ausnahme 1:
Wir sind verpflichtet, genügend Geld zu verdienen, um uns und unsere Familie zu ernähren. Wenn wir weder Ersparnisse, noch eine andere Einkommensquelle neben dem Job haben, dann macht es wenig Sinn, zu kündigen – vor allem dann, wir für andere Menschen Verantwortung tragen.
(Selbst in diesem Fall können wir aber immer noch nebenher damit beginnen, etwas aufzubauen, von dem wir später frei und erfüllt leben können.)
Ausnahme 2:
Daneben gibt es Zeiten, in denen man vielleicht einfach einen gewöhnlichen Arbeitsplatz braucht, bei dem man morgens antanzt und nachmittags wieder abhaut – man kann nun mal nicht immer an allen Fronten gleichzeitig kämpfen. Bei so manchen gesundheitlichen Problemen etwa lebt es sich sicher deutlich leichter als Angestellter.
Ausnahme 3:
Du hast einen Job, der Dich komplett erfüllt, Deinen Wünschen und Talenten entsprichst, genügend Geld einbringt, den Du frei gestalten und verändern kannst und der auf lange Zeit sicher ist? Glückwunsch! Wenn Du magst freue ich mich über Deinen Kommentar!
Einige der Leser, die hier unten im Text ankommen, werden vielleicht erleichtert aufatmen, weil sie glauben, sich in einer der drei Ausnahmesituationen zu befinden.
Geht es Dir auch so?
Bist Du wirklich sicher?
Was sagt Dein Herz?
Text von myMONK
Photo: Luz Adriana Villa
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Wow!! Und danke!! Das ist ein mutiger Artikel. Und ein so wichtiger. Mutig, weil er bestimmt nicht unumstritten bleibt und du damit einige Diskussionen herausfordern wirst. Ich hab mich noch nicht getraut, das so offen auszusprechen, weil ich diese Diskussionen fürchtete und noch teilweise in mir selbst führe. Wichtig, weil ich ihn für richtig und wahr halte. Weil er ein Umdenken fördern kann. Weil er vielleicht ein paar Leute zum Nachdenken über ihre Lage bringt und dein Blog ihnen zeigt, dass es Alternativen gibt. Glücklicherweise bist du und bin ich ja nicht allein mit dieser Auffassung. Auf dass viele Menschen herausfinden, was ihnen in ihrem zeitlich begrenzten Leben wirklich wichtig ist. Ich hätte es nie so schön ausdrücken können. Dafür danke ich dir.
Liebe Sandra,
ich danke Dir fürs Lesen des recht lang gewordenen Textes und natürlich auch für Deine bekräftigenden Worte und die Unterstützung, über die ich mich sehr freue. Es ist schön zu wissen, dass Du und andere das typische Berufsleben ähnlich sehen wie ich. Ob Diskussionen aufkommen, wird sich ja noch zeigen, die meisten, die den Artikel scheiße finden werden vermutlich einfach wegklicken und nie wieder zurückkommen, was für mich auch okay ist.
Dir jedenfalls herzlichen Dank und eine schöne neue Woche!
LG
Tim
Hallo Tim,
ein guter und mutiger Artikel, da schließe ich mich Sandra an
Viele der Themen beschäftigen mich auch. Ich denke, dass es vielen, vielen anderen Menschen ebenfalls so geht. Die meisten denken aber in der Kategorie “Ich habe keine Alternative”… Aber wie Du oben schon ausführst: Ohne Arbeit wird nichts daraus. Ein Blogger, der von seiner Seite lebt hat vorher viel Arbeit investiert. Ebenso die Autorin, die jetzt Bücher verkauft… Wenn wir bereit sind, etwas zu tun und etwas zu bewegen, dann erhalten wir die Selbstbestimmung über unser Leben zurück. Vielleicht statt in die Glotze zu kucken selber produktiv werden und an der eigenen Zukunft außerhalb des Herkömmlichen arbeiten. Machen statt lamentieren!
LG, Andrea
Hi Tim, wirklich ein interessanter Artikel! Ich bezweifle allerdings, dass das so pauschal richtig ist. Ich kenne nicht nur Ausnahmen, sondern ganze Konzerne (z.B. Semco http://www.geistundgegenwart.de/2011/07/auf-dem-weg-zu-paradiesischen.html), wo sich die Mitarbeiter mehrheitlich anders fühlen, nämlich ernst genommen, kreativ, selbst verantwortlich für ihr “bleibendes” Projekt. Auch eine faire Entlohnung mit Beteiligung am Erfolg der Firma ist hier wichtig. Also: Am Ende kommt es nur auf vernünftige Organisationsentwicklung und eine gute Kultur an, dann kann auch Arbeit als Angestellte/r Freude machen. Eigentlich finde ich es sogar kontraproduktiv, so etwas zu schreiben, weil dann alle sagen: “Ja, is so, kann man nix machen.” Aber das stimmt eben nicht. Wir können, sollen, müssen alle was machen, damit es kein “Angestelltenknast” wird/bleibt, in dem man uns wie Kinder behandelt.
Hi Gilbert,
vielen Dank für Deinen Kommentar.
Semco kenne ich auch – eben weil das Unternehmen eines der anscheinend nicht gerade die Mehrheit ausmachenden ist, in dem sich die Mitarbeiter wirklich wohlfühlen, wo sie wirklich gern morgens hingehen. Und all jene, denen es im Job gut geht, klammere ich auch als “Ausnahmen” aus.
Eine exzellente Organisationsentwicklung und Kultur ist sicherlich in so einigen Unternehmen möglich, allerdings denke ich, dass:
- die eben nur sehr bedingt vom Einzelnen losgetreten und umgesetzt werden kann (und ich schreibe ja aus individueller, nicht aus organisatorischer Sicht)
- die Kraft des Einzelnen für ihn vermutlich besser eingesetzt ist, wenn er seinen eigenen Weg verfolgt, anstatt sich für “Change” mit irgendwelchem fremden politischen Kram abzurackern in einer Firma, die sein Herz nicht berührt
Ich weiß ja, dass Du Personaler bist und damit auch noch eher in der Lage, etwas für die Mitarbeiter zu tun als viele Mitarbeiter selbst, und ich finde es auch gut und richtig, dass Du da anders drüber denkst als ich.
Meine Meinung ist dennoch: “Man kann etwas machen – und zwar indem man sich nicht beschwert, sondern aufsteht und geht, wenn man mehr Lust auf etwas anderes hat.”
LG
Tim
Klar, wenn es nicht mehr funktioniert für einen selbst, dann sollte man wirklich diesen Mut haben zu gehen. Und wenn Artikel wie deiner diesen Mut befeuern finde ich das auch gut. Selbst aus Organisationssicht, denn dadurch entsteht Druck auf die Organisationen, sich zu ändern, damit nicht alle weglaufen.
Ich bin aber ebenso dafür, nicht gleich alle hinzuwerfen, wenn man mal nicht zufrieden ist (das gilt ja auch in Liebesbeziehungen), sondern selbst aktiv daran mitwirken, etwas zu verändern. Dass das Mitarbeiter selbst nicht könnten, sondern nur Chefs und Personaler ist ein bequemer Mythos einer Beschwerdekultur.
Ich glaube unserer kleinster gemeinsamer Nenner ist: Eigenverantwortung
Auf Eigenverantwortung einige ich mich sehr gern mit Dir, so klein ist der gemeinsame Nenner dann auch gar nicht.
Tolle Liste!
Da kann ich nur zustimmen! Vor allem bei der angeblichen Sicherheit, die einem ein Lebenn als Angestellter bietet. Heute ist man nur “sicher”, wenn man seine Fähigkeiten immer weiterentwickelt, so dass man nicht unbedingt von einem Arbeitgeber abhängig ist. Kommt es nämlich hart auf hart, ist der sichere Job schneller weg, als man denkt.
Hi Andrea,
vielen Dank, freut mich, dass der Text Dir gefällt. Die persönliche und skills-technische Weiterentwicklung ist auch aus meiner Sicht heute unverzichtbar und wie Du schon sagst, auch als Angestellter einer der besten Wege, um (mehr oder weniger) unabhängig zu bleiben.
LG
Tim
Der Text ist sehr gut verfasst,genauso wie die meisten denken!Es ist nun leider so in unserem noch so kurzem Leben!
Tolle Zeilen…und genauso wie ich darüber denke. Die meisten sind so sehr damit beschäftigt sich selbst und ihr wertvolles Leben zu versklaven, dass sie schon gar nicht mehr wissen warum sie das tun und innerlich tot sind. Das Leben bietet so viel mehr! Aber in unserer Gesellschaft zählt nur Leistung und “Reichtum” – aber wann bin ich reich und was macht mich reich? Sicherlich nicht das Geld auf meinem Konto. Sondern wenn ich jeden Tag genießen kann, mich daran erfreuen kann, wie schön, wunderbar und einzigartig denn unsere Erde ist. Und ich dankbar bin, dass ich bin und mein Leben mit den Menschen teile, die ich liebe. Zum Leben braucht man nicht viel, wir müssen nur lernen genügsamer zu sein – dann reicht es vielleicht auch wenn man nur 60% arbeitet und den Rest der Zeit lieber sich selbst, den Menschen die man liebt und der Natur widmet.
Vielen Dank für Deine Zeilen, Melanie!
Sehr schöner Beitrag.
Ich weiss gerade gar nicht, wie ich auf Deine Seite gestossen bin, aber mir gefällt, was Du schreibst.
Ich stimme Deinen 13 Punkten, wie auch den Punkten im Artikel von Steve Pavlina, den ich schon vor langer Zeit gelesen habe, vollkommen zu.
Seit Jahren hatte ich immer das Gefühl ein Gefangener der Angestelltenwelt zu sein. Das obwohl ich meistens sehr viel Freiheit in meiner Arbeit hatte. Aber es war eben nie das was ich wirklich wollte.
Es braucht mehr Menschen, die sich darum bemühen, ihre Mitmenschen zu motivieren, das Leben in die eigene Hand zu nehmen und sich selbst zu verwirklichen.
Hi Sebastian, vielen Dank für Deinen Kommentar. War gerade auch auf Deiner Seite und habe mich kurz umgesehen. Abgesehen davon, dass ich weder tauchen kann noch jemals in Thailand war, gibt’s da ja schon ein paar Parallelen
. Ich mach jetzt mal Feierabend, bis denne, Tim.
Dein Text spricht mir aus dem Herzen und aus der Seele. Nachdem ich ein Leben in Angst und Abhängigkeiten gelebt habe und nun wirklich so nicht mehr leben kann und will habe ich mich selbstständig gemacht.
Bisher habe ich daraus noch kein Einkommen erzielt, aber ich bin überzeugt davon, daß sich das ändern wird, je zuversichtlicher ich in bezug auf meine Fähigkeiten werde und bin.
Meine eigene kleine Dienstleistungsfirma ist meinen Einsatz wert und ich freue mich auf meine Kunden.
Am speziellsten Tag dieses Jahres werde ich beginnen meine website zu kreieren(man muß ja heute im wörlweitweb vorhanden sein)und ich denke, daß ich dann auch ab Jahresbeginn 2013 online vetreten sein kann.
Das war ein langer und schmerzlicher Prozess bis hierher, aber ich bin jetzt schon sicher: es hat sich gelohnt.
Nach 40 Berufsjahren als “underdog”in Hilfstätigkeiten, harter, körperlicher Arbeit,schlechter Bezahlung und miserablem gesellschaftlichen Status(Putzfrau), kann es nur besser werden!
Dir vielen Dank für diese “13 Punkte”-und: ich wünsche allen unzufriedenen Arbeitnehmern den Mut, dem zu folgen “was ihr Herz zum singen bringt”(so drückt Robert Betz das immer gerne aus), sich immer wieder in Deinen “13 Punkten” wieder zu erkennen und endlich auszusteigen aus dem Hamsterrad.
Sicherheit ist eine Illusion,Liebe und Intuition sind es nicht!
Lass´ nicht zu, daß Arbeit Dich versklavt und die Angst in Dir gewinnt, mit Angst wird nämlich von Außen operiert, um Dich zu einem willfährigen Trottel zu machen, damit man Dich/Deine Lebens-und Arbeitskraft ausbeuten kann.
Du bist nicht aus Angst entstanden und solltest NIE aus Angst handeln.
Ich wünsche Euch allen Mut und Kraft.
Hi Monika,
vielen Dank für Deine offenen Zeilen, die mich sehr berühren.
Es erquickt mein Herz
, dass Du inzwischen auf Deinem Weg bist und sagen kannst, dass es sich bereits für Dich gelohnt hat.
Ich würde mich freuen, wenn Du uns hin und wieder berichtest, wie es Dir unterwegs ergeht.
Liebe Grüße, schlaf gut,
Tim
Vielen Dank! Da spricht mir doch jemand aus der Seele! Und wenn auch mein Budget derzeit mehr als begrenzt ist, hab ich die Bürohölle Jahre um Jahre ertragen. Jetzt ist Gott sei Dank Schluss damit. Was zwar bedeutet, dass ich die Amtshölle am Hals habe, aber ich arbeite daran, dass das aufhört. Und nein, ich gehöre nicht zu den “Dreien”
Hi Andrea, vielen Dank für Deine Worte! Erstmal Glückwunsch von Herzen – wenn Du es schon Bürohölle nennst, gehörst Du wohl wirklich zu denen, die das Angestelltentum krank macht. Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg bei Deinen nächsten Schritten! LG und gute Nacht, Tim
Vielen Dank, Tim. Wie Monika über mir habe auch ich mich auf kleiner Basis selbständig gemacht und werde mal sehen, wohin der Weg mich bringt. LG Andrea
Alle Frauen heißen hier Andrea- witzig. Ich habe Zeit meines Berufsleben als Angestellte gearbeitet und egal welches Unternehmen oder welche Branche, ich war totunglücklich. Die Hierachie, sei sie auch noch so flach, die sinnentleerte Arbeit (nichts für sich zu tun) usw. Letztlich wäre ich krank geworden, wäre ich nicht im letzten Job gekündigt worden. Ich habe die Zeit danach genutzt, für Reisen, Buch schreiben und hatte keine Idee, wohin es gehen wird. Dann hat sich eine Möglichkeit aufgetan.Selbst wenn sich das die erste Zeit finanziell nicht ganz tragen wird, lieber arbeite ich dann noch nebenher geringfügig als Angestellte oder lass mir was anderes einfallen, aber nie, nie wieder will ich in einer sinnentleerten Bürohölle gefangen sein. Das versauert das Leben. Und Personaler labern doch auch nur rum. Es gibt Menschen, und eigentlich ziemlich viele, die das Angestelltendasein schlicht nicht ertragen. Nieder mit dem Kapitalismus!
WOW! Ich lese seit Ewigkeiten in Blog’s etc. und noch nie hat mich ein Artikel so stark angesprochen, dass ich unbedingt einen Kommentar dalassen möchte!
Prima! Ich danke Dir! Zu Lesen was ich selbst im Ansatz denke ist einfach wundervoll und macht Mut. “Da Draußen” hab ich viel zu oft das Gefühl, niemand würde so denken wie ich, aber vielleich auch nur, weil sich niemand traut anders zu reden als die Masse lebt.. Vielleicht sollte ich ja auch etwas mutiger werden
DANKE
Hi Buttterfly, vielen Dank für Deinen Kommentar. Das ist natürlich ein Riesenkompliment, das Du mir damit zuteil kommen lässt – und freut mich sehr! Mir ging’s recht ähnlich, bevor ich myMONK startete: ich wähnte mich manchmal als Alleinkämpfer. Dabei gibt’s so viele Leute, die ähnlich denken, fühlen und sich entscheiden. Darf ich fragen was mehr Mut in Deinem Fall bedeuten würde? Was wäre denn der Weg, auf den Dein Mut Dich führen würde? Bin gespannt! LG Tim
hmm…
du hast es genauso beschrieben wie in meinem lieblings Film Fight Club. Aber trotzdem bin ich nicht ganz deiner Meinung bzw. weiß nicht wie ich mit dem Text umgehen soll.
Ich bin genauso ein Zombie wie oben beschrieben, ich sitze in meinem Büro und mag meine Arbeit nicht. Trotz sehr guten und netten Kollegen/Chef sowie Aufstiegsmöglichkeiten und eine Bezahlung die noch etwas unter meinen Vorstellungen liegt was sich aber in absehbarer Zeit ändert.
Das Problem, das ich mit dem Text habe ist nicht wie ich meine Rechnung bezahlen soll sondern viel mehr, wie ich meine Träume (die Geld kosten) erfüllen kann ohne diesen Job vorläufig aus zu üben.
Klar könnte ich etwas anderes machen, woran ich auch arbeite aber selbst die Weiterbildungen oder Studiengänge kosten Geld.
Von Liebe und Intuition lassen sich Träume nun mal nicht bezahlen.
Versteh mich nicht falsch, ich finde die Message aus dem Text wichtig und ich kann sie bis zu einem gewissen Teil auch mehr als vertreten aber mir fällt die Umsetzung doch etwas schwer zu glauben.
Hi KiezKalle,
Danke für Deinen Kommentar.
Es stimmt: einfach ist es nicht, von dem zu leben, was einem wirklich etwas bedeutet.
Aber: es ist auch nicht einfach, jahrelang einer Tätigkeit nachzugehen, die man nicht liebt. Klar, man gewöhnt sich dran und richtet sich womöglich darin ein, doch der Preis ist hoch, auch wenn man ihn scheinbar bequemer zahlen kann. Zudem gehört es auch zum “System”, einen glauben zu lassen, dass es richtig ist, im Büro zu sitzen und seine Arbeit nicht zu mögen. Der Widerstand dagegen kostet schon Kraft.
Die 13 Gründe sind erst mal nur das – Gründe, warum ich grundsätzlich kein davon bin, in einer Festanstellung zu leben, wenn sie einen nicht erfüllt.
Könntest Du nicht vielleicht erste Schritte parallel zu Deinem Job machen – das Geld für die Weiterbildungen, die Du brauchst, ansparen oder vielleicht schon beginnen, Deine Ideen zu konkretisieren, Dich zu belesen und mit Menschen auszutauschen, die schon das tun, was Du gern tun würdest, eine Website aufsetzen, Testläufe ?
Bei mir war’s so: ich bin während meines Angestelltendaseins zwei Stunden eher aufgestanden, um am “Business” zu arbeiten, die Zeiten im Büro, die es hergaben, habe ich auch dafür genutzt, und am Abend habe ich weitere Grundsteine dafür gelegt, schon bald davon leben zu können (wenn auch mit verringertem Lebensstandard, vorerst).
LG
Tim
Ja, auch mir spricht es aus dem Herzen. Ich habe keine Rücklagen, keine Erbschaft oder sonstwas wovon ich leben könnte. Noch brauche ich einen Job. Den habe ich massiv reduziert…Nehme es in Kauf im Engpass zu leben in so einer teueren Stadt wie München. Habe nun meinen Heilpraktiker Schein und möchte damit was aufbauen. Was ja bekanntlich auch nicht ein Zuckerschlecken ist, da an jeder Ecke eine HP Praxis steht. Und das Weiterbilden kostet auch wiederum was. Finanziell ist es gerade ein Engpass. Und ich bin ein nicht gerade sehr “aktiver” Mensch der auf Andere zugeht, sich präsentiert etc…Auch das muss ich lernen. Ich versuche noch Bilder zu verkaufen nebenbei. Es stagniert finanziell gerade etwas. Aber ich glaube an das was ich tue.
…aber es geht mir wunderbar damit…immer mehr freunde ich mich mit dem Gedanken an mein Eigenes aufzubauen. Seitdem ich nicht mehr 40 Stunden in der Apotheke stehe, mir eine Jammerklage nachd er Anderen anhöre “wie schlecht es uns in Deutschland doch geht und die Krankenversicherungen würden immer weniger bezahlen” etc etc (derweilen sind alle Kühlschränke gesteckt voll von den Jammerern.STatt dass sie denken dass es immer noch viel besser ist als woanders auf der Welt…Siehe Griechenland)…Seitdem geht es mir sogar körperlich besser…:) Ich male viel mehr, dichte viel mehr…Ich müsste nur die Kurve kriegen gerade…Weiss nicht wie…aber auch das kommt schon noch…
Hi Öznur,
vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich sehe darin bestätigt, was immer mehr von uns erfahren: die Rechnung mehr Lebensfreude für weniger Geld kann durchaus aufgehen. Und langfristig ist aus meiner Sicht der beste Ansatz, auch finanziell erfolgreich zu sein, der, etwas zu tun was man liebt – mit einem Einsatz und einer Ausdauer, für die man sich nur für die eigene Herzensangelegenheit einsetzen kann.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg.
Liebe Grüße
Tim
Hallo,
was heißt “Monk” – Affe?
Doch, bei Mutti kann Kind, sofern es erwachsen ist und ggf. auch vorher kündigen!
Hab gestern einige Seiten hier gelesen. Auf einer schriebst Du, dass man morgens mit Freude und Lust auf den Tag und auf seinen Job aufstehen sollte.
Ich kenne solche Gefühle, hatte einen Beruf in dem ich jeden Morgen gespannt war, was mir das Abenteuer “Tag” bringen wird. Das Leben war eine große Spielwiese. Damals ging der Job wöchentlich ca. 60 Stunden und laugte mich immer mehr aus, so dass diese kindliche Lust auf Abenteuer verblasste und dann ganz verstummte.
Diese Freude auf das Leben, auf den Tag nur auf den Job zu fokussieren halte ich für ungut.
Ich meine, es ist viel mehr eine Lebenseinstellung und die Fähigkeit zur Demut i.S. dankbar zu sein für jeden Tag der einem in Gesundheit geschenkt ist, sich auf kleine Episoden zu freuen, oder sich zu freuen, wenn man überhaupt weiß, was einem an diesem Tag wichtig ist und das tun zu dürfen.
Das ist es, was ich für mich lernte. Früher hatte ich große Erwartungen und dachte, es müsste sonst was Tolles geschehen, um mit Lust morgens aufzustehen und ich wurde müde, hatte keine Lust auf irgendwas und das so lange, bis ich lernte hinzuhören, was mir wichtig ist und das zu tun, auch wenn es keinen Spaßfaktor implizierte. Alleine schon dieses selbstbestimmte Planen und dann Durchführen garantierte während dem Tun Zufriedenheit und Freude in diesem Fluss zu sein.
Und genau so handhabe ich es mit dem Job. Ich hab es aufgegeben nach DEM Job zu suchen, der mir Spaß macht, für den ich mit Lust morgens aus dem Bett hopse …
Bin älter und bescheidener geworden in meinen Erwartungen. Falls mir so ein Job noch mal begegnen sollte, dann auch gut, nur suchen werde ich nicht mehr danach. Ich mach das, was gerade ansteht und das in dem Vertrauen, dass es für mich richtig ist, in dem Gefühl, dass es sich richtig anfühlt und ich damit im Einklang und zufrieden bin.
Danke für Deine Texte, die mich anregten mal wieder über mich und das Leben nachzudenken und inspirierten hier was zu schreiben.
ups, nach dem Absenden ist mein Kommentar verschwunden. Schade.
Ist wieder aufgetaucht!
Dankeschön für Deine Zeilen, Sophia!
Hallo Mitleser,
habe dann den Bauernhof dann verpachtet, um meine Eltern zu pflegen und unsere 4 Kinder großzuziehen. Nach dem Tod meiner Eltern habe ich es erstmals mit “normaler” Erwerbstätigkeit (Handel) versucht, ein Versuch der gründlich schiefging, Machtspiele und Intriegen waren an der Tagesordnung. Nach einem halben Jahr hatte ich genug.
der Artikel hat mich dankbar gemacht und mir wieder vor Augen geführt, welch großes Glück ich hatte und habe, eine “Ausnahme 3″ zu sein
Ich war 20 Jahre lang Bäuerin und also meine eigene Chefin
Einige Praktika später wusste ich: ich wollte Elektrotechnikerin werden. Auf die Ausbildung hatte ich ein halbes Jahr zu warten, so suchte ich mir eine Arbeitsstelle, die in diese Wartezeit passen sollte. Ich bekam eine Stelle als Karenzvertretung auf einem Bauernhof, wo mit behinderten Jugendlichen gearbeitet wurde.
Ich- die vorher nie mit behinderten Menschen zu tun hatte!
Was soll ich sagen, mittlerweile bin ich seit neun Jahren auf dem Hof und mache berufsbegleitend die Diplomausbildung.
Ich fahre jeden Tag gerne in die Arbeit und lerne an und mit den Menschen, die mir anvertraut sind. Ich habe viel Handlungsspielraum und kann kreativ arbeiten, was für mich überlebenswichtig ist! Unser Betreuerteam ist toll, es wird viel gelacht und ich bekomme soviel an Liebe und Dankbarkeit von unseren Klienten zurückgeschenkt.
Sie führen mir auch täglich vor Augen, was Menschsein ausmacht:
eine SINNVOLLE Arbeit zu tun, lieben, lachen, gut essen und trinken, Freundschaften leben.
DAnke fürs Lesen
Hi Maria, dankeschön für Deinen Kommentar! Es ist schön zu lesen, dass Dein Weg Dich dorthin geführt hat, wo Du so glücklich bist! Ob Job oder Selbstständigkeit ist in diesem Fall wirklich wurscht. Wichtig ist die Veränderung, wenn man nicht zufrieden ist – und die hast Du ja sehr schnell eingeleitet, nachdem Handel so gar nicht Deins war. Find ich toll! LG Tim
Hallo myMONK!
Ich lese sehr gerne deine Beiträge. Ich habe mal versucht das auf meine Lebenssituation zu Projizieren.Ich sitze hier mit Tränen und weiß gar nicht wie ich anfangen kann.Ich hatte keinen Bürojob ich durfte mich als Erzieherin austoben. Mir hat der Beruf immer viel Spaß gemacht und er wurde auch gut bezahlt.Nach meiner Babypause fing ich wieder an zu arbeiten. Der ganze Gehalts Tarif hat sich verändert. Auf einmal verdient man deutlich weniger und auf 20 Kinder kommt 1 Erzieher. Dann gab es immer mehr Ansprüche die man Erfüllen musste.Tausend Protokolle und Berichte. Dann verändert sich die Kindheit dramatisch.Von 20 Kindern in einer Gruppe sind min 5-6 Gewalttätig und haben noch andere Auffälligkeiten. Ich wollte mir was neues suchen fing an zu schauen was ich kann wozu ich lust habe. Ich merkte leider nicht bei der ganzen suche das ich immer unzufriedener wurde. Ich war nicht mehr in der Lage noch Dinge zu tun die mir Spaß gemacht haben. Keine Energie mehr. Ich war nur noch müde und kaputt. Mein ganzes Leben drehte sich nur noch um den Kindergarten Überstunden ohne ende um Eltern bei Laune zu halten mit Festen und Bastelabende. Ich habe mich oft gefragt für wenn ich diese Freizeit Opferung hin gebe. Die Überstunden konnte man eh nicht abfeiern.Ich habe drum gebeten weniger zu machen, wurde nicht akzeptiert. Wunderbar dachte ich. Ich wollte mir ein 2tes Standbein aufbauen eine Ausbildung Starten innerhalb von 14 Monaten hätte ich zur Prüfung gehen können.Ich dachte ein Licht am Himmel und 6000€ währe das ganze mir auch Wert.Mein Körper sagte aber nein, Streik. Seid Mitte 2012 konnte ich nicht mehr Arbeiten.Ich hatte sogar Lähmungen. Leider konnte ich die Ausbildung auch nicht beginnen, aber das kommt schon, wenn es kommen soll.Naturheilkunde Psychotherapeutin ist immer noch ein Traum von mir.Ich selber durfte feststellen wie wunderbar das Wirkt. Diese Krankheit die Ich habe kann ich nur Bewältigen, wenn ich auf mich achte auf allen Ebenen Körper/Geist/Seele.Es gibt keine Medizinischen Mittel. Das heißt für mich Achtsamkeit steht im Vordergrund.Ich weiß nicht ob ich jemals wieder arbeiten kann, ich weiß nicht was die Zukunft bringt. Für mich ist es sehr schwer, da wo ich jetzt bin. Ich bin froh das ich mich Ehrenamtlich ins Leben einbringen kann, zwar nur einmal im Monat aber es gibt mir so viel Kraft. Im Dezember hatte ich Versucht wieder zu arbeiten , es ging mir sehr schnell wieder schlecht. Mein Weg wird sich mir noch zeigen. Ich entdecke alte Fähigkeiten wieder. Und mal sehen was sich daraus machen lässt. Deine Artikel sind wunderbar mach weiter so. Ich danke dir von ganzem Herzen
Hi Drea,
dankeschön für Deinen offenen Bericht und Dein Lob an myMONK! Ich finde es sehr erschreckend, was Du über die Lage dieses Kindergartens erzählst, unter solchen Umständen können Erzieher und Kinder gleichermaßen ja nur verlieren. Tut mir leid, dass nun auch noch Dein Körper erkrankt ist – aber vielleicht war das wirklich wichtig für Dich und genau die Notbremse, die noch Schlimmeres verhinderte und Dich nun dazu zwingt, mehr auf Dich, Deine Bedürfnisse und Träume zu achten. Ich wünsche Dir alles alles Gute dabei! LG Tim
Hallo,
inzwischen hab ich mit Google heraus gefunden, was MONK heißt und das auf Deiner Twitter Seite bestätigt gefunden. Monky ist wohl Affe.
Für mich treffen die Ausnahmen 1+2 zu und glücklich wäre ich, wenn sich Nr. 3 noch dazu gesellt.
In Deinem Text las ich:
” (…) wäre es nicht schön, Dich selbst mit Deiner wertvollen Arbeit reich machen zu können?”
Na klar, dass wäre wunderschön!
Mein Wunsch ist die Ausnahme Nr. 3, dass die Arbeit mich erfüllt bzw., weil das so ist, ich die Arbeit nicht als Arbeit empfinde, mich wohl und zufrieden mit meinem notwendigen Gelderwerb fühle. Das wünsche ich mir sehr. DArum bitte ich.
Hallo Sophia, so isses, den Affen will ich hier nicht machen! *lol*
Welche Arbeit würde Dir denn Freude machen und Dir das Gefühl geben, etwas wirklich Sinnvolles zu tun?
LG
Tim
Hallo Tim,
danke für Deine Frage, die mir eine sehr schwere Frage ist.
Am liebsten würde ich “Nichts tun”!
Am liebsten würde ich das tun, was sich von innen heraus meldet, dass getan werden will.
Ich weiß nicht, ob es mir wichtig ist, was Sinnvolles, was wirklich Sinnvolles zu tun.
Mein Anspruch an den Erwerb von Einkommen ist:
Ich möchte mich bei dem, was ich tu
wohlfühlen,
erfüllt und zufrieden sein und
finanziell reich sein.
Zufrieden bin ich zB damit, wenn ich mir Ziele setze und diese erreiche.
Also bei einem beliebigen Arbeitsplatz überlege ich mir morgens vor dem Start in den Tag, was heute anliegt, getan werden muss, was ich besonders gut tun will und dann erarbeite ich diese Zielsetzung. Abends bin ich zufrieden, dass ich was geschafft hab und meine selbst gesteckten Ziele erreichte.
Am liebsten würde ich das Wort Arbeiten durch Vergnügen ersetzen.
Am liebsten eine Arbeit, die ich nicht als Arbeit empfinde, sondern, als Vergnügen.
Vordergründig anderen helfen, anderen nützlich sein, ist nicht mein Anspruch.
Ist ja ganz nett, so zu leben, beruhigt das Gewissen, man kann sich als Gut-Mensch fühlen.
Ist aber nicht mein Ding.
Mit ausreichend Geld wäre ich zufrieden, einfach nur so da zu sein, in Frieden zu sein, meine Ruhe zu haben und das zu tun, was ich will. Also selbstbestimmt leben.
Eine website zu haben und über diese was zu verkaufen, sinnvolle Produkte, die nützlich und gewünscht sind, gut für die Gesundheit und mit wenig Aufwand viel einbringen. So ein Projekt könnte mich motivieren. Naja, dafür fehlt die website und die Produkte.
Bin gespannt auf Deine eventuell weiteren Fragen.
Netter Gruß von Sophia
Hi Sophia
// Ich möchte mich bei dem, was ich tu
// wohlfühlen,
// erfüllt und zufrieden sein und
// finanziell reich sein.
Das möchte ich auch. Und ist es nicht dann vielleicht bereits “wirklich sinnvoll”? Zum Beispiel, weil man mit der eigenen Zufriedenheit andere anstecken kann, ein Vorbild sein kann für jene, die ihren Job hassen und gern auch so erfüllt leben würden?
// Vordergründig anderen helfen, anderen nützlich sein, ist nicht mein Anspruch.
// Ist ja ganz nett, so zu leben, beruhigt das Gewissen, man kann sich als Gut-Mensch fühlen.
// Ist aber nicht mein Ding.
So richtig nützlich sein kann man für andere auch nur dann, wenn man selbst hat, was man braucht, schätze ich. Ich selbst bin kein Vertreter des Gutmenschentums, obwohl ich auch diesen Begriff sehr abwertend finde.
// Am liebsten eine Arbeit, die ich nicht als Arbeit empfinde, sondern, als Vergnügen.
Ist aus meiner Sicht beides: selbst die grundsätzlich vergnülichste Arbeit würde manchmal komplett auf der Strecke bleiben, weil ich lustlos in der Ecke hänge und den ganzen Assi-Fernsehen anschauen will.
// Eine website zu haben und über diese was zu verkaufen, sinnvolle Produkte, die nützlich und gewünscht sind, gut für die Gesundheit und mit
// wenig Aufwand viel einbringen. So ein Projekt könnte mich motivieren. Naja, dafür fehlt die website und die Produkte.
Ich schätze, den meisten, die von Websites leben, fehlten am Anfang Website und Produkte
. Dazu ein paar Fragen für Dich.
1. Was tust Du leidenschaftlich gern, was erfüllt Dich, auf welches Thema bist Du dauerhungrig?
2. Was kannst Du gut?
3. Wie kannst Du mit dem, was Du leidenschaftlich gern tust und auch gut kannst, Wert für andere schaffen – in einer Weise, für die sie zu zahlen bereit wären?
Liebe Grüße
Tim
Hallo Tim,
vielen Dank für die Mühe Deiner sehr anspruchsvollen Antwort, die ich aufmerksam las.
// Was tust Du leidenschaftlich gern?
Ich liebe meinen Computer als Kommunikations- und Lerninstrument und arbeite leidenschaftlich gerne mit meinem allerliebsten mbp.
Selbstbestimmt meinen eigenen Rhythmus in Ruhe und Frieden leben;
Mit mir selbst ungestört in Ruhe sein und diesen Zustand genießen.
Gut und reichlich essen;
Mich beschweren und empören (derzeit schreibe ich gerade eine Beschwerde an die Bundesarbeitsministerin)
Schreiben mit “10 Finger blind System” auf dem PC Keyboard tippen;
In Kontakt mit mir sein, “mich” hören und fühlen, dass dieses intuitive Sein möglich ist;
Meine Wahrheiten mit anderen teilen, andere eines Besseren belehren;
//auf welches Thema bist Du dauerhungrig?
Gesundheitsthemen, gesundheitliche Aufklärung,
zB. in gleichnamiger Gruppe in Facebook auf Fragen antworten, Gesundheit predigen;
Ich bin ein gieriger Mensch, auf “Haben wollen” bin ich dauerhungrig,
viel Geld haben wollen, finanziell reich sein;
Hörspiele hören;
Im TV die Krimi-Kultreihe Tatort sehen;
überhaupt gute und geistreiche Filme sehen;
Themen wie: Stasi, Amok Läufer zB. Robert Steinhäuser …
tagsüber immer Klassik Radio hören;
Meinen Besitz reduzieren auf das Nötigste;
Auf Ruhe, Entspanntsein, geregelter Tagesablauf,
Das Schmusen mit meinen Katzen;
// Was kannst Du gut?
mich für meine Katzen verantwortlich fühlen und gut für sie sorgen;
Schreiben, konzeptionelles Arbeiten:
Die Stasi Schergen hassen, die Menschen, die für Geld andere Menschen deformierten;
Rache üben (Ein Glück, dass ich keine Waffe und die Katzen habe. Wenn nicht, bräuchte ich mir hinter Gittern über meinen weiteren Lebensverlauf keine Gedanken mehr machen)
Blind Schreiben auf dem Keyboard und lieben, wie die Finger über die Tastatur fliegen;
Meine Sachen in Ordnung halten, flicken, nähen, stopfen;
Orakeln – anderen weissagen; das sagen, was dran ist;
Ich bin sehr gut darin, die Fragen anderer Menschen ohne viel zu denken, als Medium zu beantworten.
Überhaupt meinen Mund auftun, wenn ich das für wichtig halte und gegen Unrecht vorgehen, besonders wenn Kinder und Tiere misshandelt werden;
Komme mir manchmal vor als Vertreter des Höheren;
Sehr gut sehen und hören – erkennen, was auf der unbewussten Ebene läuft;
Meditieren – obwohl ich undiszipliniert bin und zu wenig sitze;
// Wie kannst Du mit dem, was Du leidenschaftlich gern tust und auch gut kannst, Wert für andere schaffen – in einer Weise, für die sie zu zahlen bereit wären?
Medium sein – mein selbst entwickeltes Orakel für andere lesen und ihnen die Antworten schreiben und damit bei deren Entscheidungen helfen.
Und/oder ein Buch schreiben;
Oder mich für die Rechte von Kindern einsetzen und für die Todesstrafe für Menschen, die Kinder missbrauchen!
Tim, danke für Deine Fragen.
Da kam schon einiges zusammen.
Das Schwere ist, ich kann so sehr viel, bin so unendlich reich ausgestattet.
Der Jammer ist, ich habe davon zu wenig gelebt und ich tu ich mich schwer, mir das zu versilbern, in finanziellen Reichtum zu wandeln. Manchmal höre ich:
“Du bist reich!” “Lerne das zu schätzen!” “Menschen in anderen Ländern wären glücklich, so reich, wie Du zu sein!” “Wer ein mbp für sich alleine besitzt, kann nur reich sein”, “Du lebst in einem reichen Land, ein Land für das andere ihr Leben riskieren, um dort leben zu dürfen”;
Ich will aber mehr, ich will finanzielle Freiheit, dass ich von den Zinsen meinen Lebensbedarf decke.
Ich will mir die Illusion von Sicherheit gönnen,
ich will Grundbesitz, ein nettes Haus für mich allein, oder allein mit den Katzen in einem Haus von einem anderen alleine leben, an einem Ort, an dem andere Urlaub machen mit guter Luft und gutem Wasser …
Bin zuversichtlich, dass Höhere weiß, was ich will und es wird werden.
Hat bisher auch geklappt.
In 2014 oder 2015 ziehe ich um.
Vielen Dank Tim, falls Du meinem Selbstgespräch bis hierher gefolgt bist.
Danke für Deine Aufmerksamkeit, die Du mir schenkst.
Wünsche Dir das Beste.
Freundlich grüßt Dich Sophia
Liebe Sophia,
ich folge Deinem Selbstgespräch gern – und eigentlich ist es ja gar keins – das geht ja hin und her hier
.
Vielleicht sehe ich das zu verzerrt, weil ich selbst so ein großer Fan davon bin, aber als Vehikel scheint mir für Dich nur die Selbstständigkeit in Frage zu kommen.
Jetzt musst Du nur noch herausfinden, wohin Dich das Vehikel bringen soll. Was bei mir ankommt ist sowas wie:
“Online schreibend und kommunizierend für eine gesündere und gerechtere Welt kämpfen”
Damit – insbesondere mit dem Gesundheitsthema – solltest Du genügend Geld verdienen können, um Dir langfristig Deine finanziellen Wünsche zu erfüllen und schon kurzfristig den Weg genießen zu können. Siehe auch: http://mymonk.de/wie-wir-in-30-jahren-leben-werden/
Wünsche Dir auf jeden Fall viel Freude und Erfolg auf Deinem Weg – und mir, dass ich hin und wieder von Dir lesen darf
.
LG
Tim
Hallo lieber Tim,
danke für Deine anteilnehmende Antwort.
Gestern las ich in einer Gesundheitszeitschrift ein kurzes Interview zur Vita eines 100 Jährigen und sinngemäß meinte er:
“Nicht so viel im voraus planen, sondern diszipliniert und aufmerksam im Jetzt im Moment bleiben und darauf hören, was einem der liebe Gott zu sagen weiß.”
Genau das ist es!
Das ist auch einer meiner größten Bedürfnisse:
Mit der höheren Instanz gehen, diese hören, mich zurück nehmen und ihr folgen und mich darin sicher fühlen.
Gelingt mir das, wächst Vertrauen und Wohlbefinden.
Das ist es, was ich möchte und was mir Halt gibt.
Ich vertraue (noch) darauf, dass mich das Höhere zu meinem Besten führen wird und ich darf aufhören, mir den Kopf mit Grillen zu zerbrechen.
Lieber Gruß von Sophia
Hey Sophia,
das, was Coelho “Zeichen lesen” nennt, also und der Intuition trauen (so nenn ich das, wir meinen aber bestimmt dasselbe!).
Ja, ein zerbrochener Kopf nützt niemandem!
Liebe Grüße
Tim
supiii beitrag
lg susi
Hi Susi, dankeschön!
)
Wenn ich da lese, dass man zu einem “selbstbestimmten Leben zurück finden” kann……
wann bitte schön hat es in der Geschichte wirklich so etwas wie “selbstbestimmtes Leben” gegeben?
Und so gut wie niemand, der hier etwas postet hat sich tatsächlich vom Kapital verabschiedet.
ansonsten wünsche ich euch viel Licht und Liebe
Was heißt denn für Dich: “vom Kapital verabschieden”?
Ein fantastischer Artikel und eine Aussage, die ich so pointiert noch in keinem Buch der Welt gelesen habe. Danke.
Hi milamian,
ich danke Dir!
Darf ich fragen, wie Du zum Angestelltentum als Arbeits- und Lebensform stehst?
LG
Tim
Oh, ich hab den Kommentar gar nicht gesehen.
Ich denke, es ist auch eine Typ-Frage, ob man Angestellter wird und bleibt oder auf die Seite der Selbstständigen/Freiberufler wechselt. Es gibt Menschen, denen “Sicherheit”, Routine usw. weit aus wichtiger sind, als die Verwirklichung der persönlichen Interessen. Und es ist auch eine persönliche Deutungsfrage, was der Job für jemandem ist: ist er auch Teil des eigenen Lebenssinns und dient der Selbstverwirklichung oder ist er schlicht eine Form des Erwerbs (wobei die zweite Form zunehmend ausstirbt).
So schön bspw. die Google & Co. Geschichten auch sind, ich denke, hier kommt vor allem ein z.T. sehr hoher Leistungsanspruch und eine geforderte Bereitschaft in einem neuen Gewand der Freiheit daher. Am Ende gehts vor allem darum, dass man die Arbeitgeberinteressen verinnerlicht, für sie brennt und sich möglichst trotzdem dabei frei fühlt, ja, sich mal überspitzt gesagt freiwillig für den AG “ausbeutet”. Wer´s braucht, bitte. Zeitgemäß und langfristig ist dies aber nicht.
Hi milamian,
ich glaube, ich weiß, was Du meinst, wenn Du davon schreibst, dass es eine Typfrage ist. Und klar darf der Job auch nichts sein als eine Geldquelle … dauert es täglich bei den meisten Leuten 9 Stunden oder mehr, um dieses Geld aus der Quelle zu heben, und dann finde ich es schon wichtig, dass sie den Job grundsätzlich als für sich passend erleben.
Und ja, auch den zweiten Punkt sehe ich ähnlich: den hippen Unternehmen, ob Werbeagentur, Beratung, stylisches Industrieunternehmen gelingt es inzwischen ganz cool, Überarbeitung und Unterbezahlung als coolen Lifestyle zu verkaufen. Sehr bedenklich.
LG Tim
Hallo,
ja, dass ist sehr wünschenswert und derjenige glücklich, der einen Arbeitsbereich gefunden hat, der zu einem passt.
Dann ist es auch ziemlich egal, wie groß der Büroturm ist, wenn sich der AN mit den Arbeitsaufgaben identifieren kann, diese sein Ding sind.
Zur Zeit nehme ich an einer Art Marketingprojekt teil und lernte gerade erst i.d. vorigen Woche ein scheinbar sehr wirkungsvolles Modell kennen, um die eigenen Bedürfnisse, die berufliche Perspektive, die Stelle an der man arbeiten möchte, möglichst konkret zu benennen und dort, in dem Bereich auch eine Arbeit zu bekommen.
Die Methode gibt es schon sehr lange und wurde vom amerikan. Pfarrer Richard N. Bolls entwickelt und von einer deutschen Psychologin Frau Leitner nach Deutschland gebracht, übersetzt und aufbereitet.
Das Buch heißt: Durchstarten zum Traumjob.
Und das Modell nennt sich:
Liveworkplaning.
Im Internet unter LWP – Coaching – Gruppen – Seminare zu finden.
Ich persönlich halte das für ein sehr nützliches, hilfreiches Modell, um sich beruflich neu- oder umzuorientieren.
Freundlich grüßt Sophia
Hallo,
vielen Dank für deine Seite und diesen Artikel ! Ich bin total inspiriert
… besonders passend zu meiner momentanen Situation finde ich diesen Artikel, da ich vor paar Monaten, genau aus diesen aufgelisteten Gründen, mein Studium geschmissen habe. Ich weiß, dass ich langfristig gesehen niemals in einer Firma als Angestellte glücklich werden kann ( durfte in Ferienjobs schon öfters in Firmen als Büroaushilfe arbeiten ) , mein Problem ist es aber die Sache zu finden mit der ich später mein Geld verdienen kann. Ich glaube es ist ein Prozess herauszufinden was das ist, aber ich kann ja nicht die ganze Zeit “Alibistudent” sein . ICh fühle mich von der Zeit unterdrückt mich fürs Wintersemester für einen neuen Studiengang entscheiden zu müssen. Hast du vllt konkrete Tipps ?? Habe schwierigkeiten meine “Lebensaufgabe in 30 Minuten ” zu finden …
Liebe Grüße und weiter so
! Habe auch schon öfters nachgedacht einen solchen Blog wie diesen zu machen, hätte ich nicht so Sprach/Schreib/Ausdrucksdefizite haha
Hi Vanessa,
dann mal willkommen auf myMONK, freut mich, dass Du hierher gefunden hast!
// Ich fühle mich von der Zeit unterdrückt mich fürs Wintersemester für einen neuen Studiengang entscheiden zu müssen. Hast du vllt konkrete Tipps ??
Ich finde Alibistudieren gar nicht so schlimm, wenn man es bewusst tut, um Zeit zu gewinnen für sich und seine Entscheidungen.
Vielleicht solltest Du Dich selbst ein bisschen weniger unter Druck setzen mit der “Lebensaufgabe” … worauf hättest Du denn so richtig viel Lust zurzeit oder auch schon länger? Was glaubst Du, würde Dich glücklich machen, wobei geht Dir das Herz auf, wenn Du es tust?
Du könntest dann während des Alibistudiums anfangen, Pläne zu schmieden, wie Du mit Deiner Leidenschaft Geld verdienen könntest – und vor allem auch schon beginnen, dieses Geschäft aufzubauen.
Liebbe Grüße
Tim
Hallo Ihr beiden,
vor d. ersten Kommentar v. Vanessa hab ich auf eine Methode hingewiesen, die eine große Hilfe sein kann, um seine Lebensaufgabe oder d. Job, der einen zufrieden stimmt zu finden: hier nochmal d. Name der Methode: LiveWorkPlaning.
Im Internet gibt es hilfreiche Infos u. Seminare an Unis in vielen Städten.
Hi Sophia, Danke für Deinen Tipp, hab mich gerade schon mal kurz belesen, wer mag findet zum Beispiel bei Wikipedia was dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Life/Work-Planning : “Das Besondere an diesem Verfahren ist, dass die suchende Person in den Mittelpunkt gestellt wird und nicht der Arbeitgeber oder der Arbeitsmarkt oder die Beschäftigungsprognosen.” – find ich gut! LG Tim
Hallo Tim,
wirklich sehr interessanter Artikel, sehr anschaulich beschrieben,
vor allen Dingen die Sache mit der Sicherheit, letztendlich ist
wirklich nur eines sicher, nämlich das nichts mehr sicher ist
lg
Hallo Heike, dankschön! Ja, die Sicherheit ist ein so gewichtiges Argument für uns … dabei basiert sie doch mehr auf blinder Hoffnung als auf etwas Realem … dann können wir doch auch gleich blind hoffen, dass wir unsere Träume verwirklichen können. LG Tim
Hallo Tim,
ja, ich kenne diese spirituell angehauchten Ansichten zum Thema Sicherheit.
Gemäß meinem Erleben u. Beobachten gibt es Menschen, die im Leben erst mal eine sichere Basis brauchen, um mit dieser ihre Träume verwirklichen zu können.
Irgend jemand, ich glaub ein Indianer war es, sagte:
Nur ein Baum der gut verwurzelt ist, kann in den Himmel wachsen.
Fazit: Je mehr Sicherheit, auch wenn die gemäß Deiner Auffqssung eine Illusion scheint, um so schöner, produktiver u. gewagter d. Träume.
Hi Sophia,
// Nur ein Baum der gut verwurzelt ist, kann in den Himmel wachsen.
Das ist ein sehr schöner Spruch! Ich glaube, dass es eine Sicherheit gibt, die wir noch nicht angesprochen haben – die wichtigste: die Sicherheit in sich selbst. Die gibt uns die Kraft für alles, was wir so vorhaben.
Und am Ende finde ich es auch egal, ob Sicherheit oder nicht, ob Illusion oder nicht: Hauptsache, man traut sich und kann den Weg genießen.
LG Tim
Hallo Tim,
ich habe zunächst eine Anmerkung zum letzten Beitrag von Sophia. Ich denke, dem Baum ist das Gefühl nach Sicherheit völlig unbekannt. Er lebt sein Baum-Dasein im Hier und Jetzt im völligen Vertrauen und ohne Sorgen vor eventuellen zukünftigen Stürmen oder Holzfällern. Er hat seine eigentliche Lebensaufgabe nie vergessen. (Es hat ihm ja auch niemand sein ganzes Leben einzureden versucht, er wäre kein Baum, sondern z.B. ein Pilz) Unsere (des Menschen) Aufgabe ist es jetzt, unsere Lebensaufabe wiederzuentdecken und im völligen Vertrauen darauf, dass wir schöperische und freie Wesen sind uns von den angenommenen Beschränkungen und Verurteilungen zu befreien, die uns seit unserer Geburt eingeredet wurden und die wir aus Unwissenheit und ohne zu überprüfen übernommen haben.
Zu Punkt 5 möchte ich anmerken: Warum sollte ich meinen Chef nicht lieben (ganz im Ernst)? Zum Einen ist er ja auch nur als “Suchender” unterwegs, auch wenn er es noch nicht erkannt hat. Da kann ein bischen Liebe nicht schaden… Zum Anderen zahlt er ja auch mein Gehalt. Na, gut: sagen wir statt Liebe hier Dankbarkeit… In einem anderen Blogg von Dir (Thema sinngemäß:”Warum man nicht Angestellter sein sollte”), hast Du was zum Thema Wertschöpfung geschrieben: Schaffe für deinen Kunden einen Wert von EUR 1.000,00 und erhalte als Lohn Eur 100,00. Solange das funktioniert und beide Seiten zufrieden sind, ist es doch meiner Meinung egal, ob es sich hier um einen Selbständigen oder einen Angestellten handelt. Wo ist der Unterschied, ob ich meinen Kunden glücklich mache, oder meinen Chef? Und wenn es mit dem Chef und dem Angestelltendasein nicht mehr klappt – aus welchem Grund auch immer, sollte man um eine Trennung in Liebe und gegenseitiger Achtung bemüht sein. Sollen jetzt alle, die sich ein erfülltes und ausgefülltes Leben wünschen, selbständig werden? Ich glaube, dass muss jeder für sich selber herausfinden. Du z.B. hattest meiner Meinung nach auch etwas Glück, dass Deine Seiten so bekannt und erfrischend sind. Ohne deine hervorragende Leistung in irgendeiner Art schmälern zu wollen. Wie sähe die Sache denn aus, wenn sich plötzlich dutzende verschiedene Monks im Netz tummeln würden? Und Lebensberater und selbsternannte Coaches findet man jetzt schon überall…Egoisten (Punkt 11) gibt es überall und schlechte Vorbilder (Punkt 13) leider auch. Wie gesagt, es ist nicht primär wichtig, ob mal Angestellter oder Selbständiger ist, es ist wichtig, darauf zu achten, wie man seinem Nächsten begegnet und wie selbstbestimmt man sein Leben lebt und zu geniessen vermag.
Trotzdem oder grade deswegen: Danke für Deine Beiträge und Bloggs und mach weiter so!
Viele Grüße
Dirk
Hi Dirk,
vielen Dank für Deinen Kommentar, Deine sehr interessanten Gedanken und Dein Lob!
Klar kann man den Chef lieben, das macht auch grundsätzlich erst mal viel Sinn. Die Frage ist nur, wie viel man für diese Liebe hergibt … seine Freiheit, seine Zufriedenheit, seine Leidenschaft, die Chance, selbst etwas aufzubauen?
Der Unterschied mit der Wertschöpfung ist als Angestellter: man schafft Wert, aber man baut damit NICHTS (oder fast nichts) auf – das einem selbst nützt und beständig ist. Du backst heimlich im Keller irgendwo die besten Torten der Welt und alle lieben sie, aber die Verbindung in den Köpfen der Leute wird zu dem Unternehmen aufgebaut, nicht zu Dir und Deinem fantastischen Handwerk.
Nun hast Du in der Zeit vielleicht eine Menge Wert geschaffen und etwas bei Deinem Chef aufgebaut … aber Dein Chef ist nur 1 Person, und das ist ziemlich riskant.
Du wirst irgendwann gefeuert, und stehst da, und musst bei 0 anfangen … weil keiner Deine Arbeit kennt (bzw. weiß, dass DU diese Arbeit geleistet hast). Wenn es Deine eigene Bäckerei ist, ist das schon eine ganz andere Geschichte.
Ich seh’ das schon auch so, dass für viele Menschen eine Festanstellung die passendere Arbeits- und Lebensform sein könnte, und dass es absolut zweitrangig sein kann, ob Job oder Angestelltendasein, wenn man glücklich ist, mit dem, was man beruflich wie tut … mir geht’s jedoch in erster Linie darum, sich bewusst zu entscheiden. Und zwar nicht auf Basis längst überkommener Ideen von einem “sicheren Job” etc. Und auch nicht auf Basis von diffusen Ängsten, die man vielleicht mit der Selbstständigkeit verbindet.
Liebe Grüße
Tim
Hallo Tim,
heute möchte ich mal ein bissel abmeckern:
Du schreibst:
+++Du wirst irgendwann gefeuert, und stehst da, und musst bei 0 anfangen … weil keiner Deine Arbeit kennt (bzw. weiß, dass DU diese Arbeit geleistet hast). Wenn es Deine eigene Bäckerei ist, ist das schon eine ganz andere Geschichte.+++
Du meinst also, mit einer eigenen Bäckerei oder einem anderen Arbeitsplatz als privatem Eigentum wäre man fein raus?
Oje, oje, Dein Denken ist mir ganz schön kruschig.
Bist Du informiert, wie viele Firmen pleite gehen?
Die bauten sich in vielen Jahren unter Einsatz großer Kräfte eine eigene selbstständige Existenz auf und dann … futsch.
Insolvenz – hoch verschuldet. Suizidgefährdet.
Dahin kann Dich eine eigene Bäckerei führen. Bist Du jedoch angestellter Bäcker und macht die Bäckerei dicht, gehst Du anderswo Dein Handwerk leisten und das ganz locker und leicht.
Dem, was weiter oben der Dirk schrieb, stimme ich sehr zu.
Wichtig, wenn nicht gar das Wichtigste ist, dass der Mensch zufrieden ist, mit dem, was er tut, wie er lebt….
Lieber Gruß von Sophia
Hi Sophia,
danke für Deinen Kommentar, “abmeckern” ist doch voll in Ordnung, wenn eine konstruktive Absicht dahinter steht.
Mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt für Bäcker kenne ich mich nicht aus, aber wenn sie der von anderen handwerklichen Berufen ähnelt, ist das mit dem locker-leichten Jobwechsel auch nicht gerade an der Tagesordnung.
Was die Insolvenz angeht: ich würde nie ein Unternehmen gründen, das viel Kapitalbedarf bei gleichzeitiger privater Haftung bedeutet. In der Tat würde ich sogar immer versuchen, möglichst beides auszuschließen – den hohen Kapitalbedarf und die private Haftung.
Jemand, der sich aus finanziellen Gründen das Leben nimmt, ist es bei einem Jobverlust aus meiner Sicht außerdem ganz ähnlich gefährdet – es sei denn, man unterstellt, dass es keine erfolglos Arbeitssuchenden gibt oder jemals wieder geben wird.
Ja, da würde ich auch nie etwas Gegenteiliges behaupten! Das ist ein Satz, den man unter fast jedes Thema schreiben könnte.
LG Tim
Kurioser Link – Ein, ums Überleben kämpfender Bäcker:
http://www.bild.de/regional/chemnitz/baecker/sachsens-einsamster-baecker-29659738.bild.html
Hallo lieber Dirk,
vielen Dank für den klaren punktuell eindeutigen Inhalt Deiner gut durchdachten Zeilen. Treffender Vergleich: Baum-Pilz.
Da gibt es eine ähnliche Geschichte, in der ein Wolfjunge unter Schafen aufwuchs und er erst im erwachsenen Leben nachdrücklich daran erinnert werden musste, dass seine wahre Natur – Wolf – ist.
Ja, dass tut mir noch immer weh, dass ich zu denen gehörte, die ihrer Lebensaufgabe entbehren, von Geburt an davon abgebracht bzw. nicht dorthin qualifiziert wurde. Und jetzt im fortgeschrittenen Leben hab ich sie noch immer nicht gefunden, weiß zwar ungefähr, was es sein könnte, was es wahr, doch es ist zu spät diesen Weg mit allen Konsequenzen noch zu gehen. Auch das tut weh. Und so wurschtel ich mich, auch wenn ich kein gerade gewachseneer Baum bin, weiter durch und richte mein Leben in der Art aus, auch wenn ich den Idealzustand nicht erreichte, nie erreichen werde, so doch ein zufriedenes erfülltes Leben führe. Das ist mir wichtig!
Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht: Das Wichtigste ist, der Mensch lebt zufrieden mit sich, mit seiner Mitwelt und in seinem Umfeld.
Zufrieden kann auch ein Angestellter sein, der sich in sein Arbeitsgebiet gut einfummelte, sich Fach- u.a. Kompetenzen aneignete und mit seiner Arbeit sich sinnerfüllt und einverstanden fühlt.
Da bin ich ähnlicher Meinung, wie Du.
Wünsche Dir das Beste.
Lieber Gruß von Sophia
Hallo Tim, genialer Artikel! Ich habe das Ganze ja oft versucht (Angestelltenverhältnisse), bin aber immer ausgetickt früher oder später. “Früher” meint nach ein paar Tagen, “später” nach spätestens Monaten. Kann und will mich nicht unterordnen, es sei denn in rein fachlicher Hinsicht, wenn der Andere tatsächlich mehr davon versteht als ich. Die ganzen Hierarchie-Spielchen aber, der Gruppenzwang und ähnlicher Mist ließen mir keine entspannte Minute. Hat mich gerade niemand genervt, so dachte ich darüber nach, wer mir wohl wann blöd kommen werde und was ich dagegen tun würde können… so etwas führt sehr schnell zum Burnout! Viele Burnouts hintereinander führen auch schnell zum Arbeits-Trauma (unter Angestellten-Bedingungen… Sinnvolles eigenständig zu tun, finde ich sehr lustbetont).
Damit, mit dem Sinnvollen, Lustbetonten, dann auch tatsächlich Geld zu verdienen (sprich mehr als 2 Euro im Monat oder so) ist mir bisher noch nicht gelungen. Auch nicht mit dem besagten Buch, das immerhin schon auf dem Markt ist – aber das kann ja noch werden. Und es wird auch Geschwisterchen kriegen… vielleicht sind ja die geschäftstüchtiger *g*
Ich musste aber auch lange kämpfen, um erst mal in Ruhe gelassen zu werden – sprich von Arbeitsamt und Co., die einen dann ja doch noch irgendwie umerziehen wollen… sprich zur unterwürfigen Bereitschaft, JEDEN Mist von Job anzunehmen oder zumindest so zu tun
Auf eine fernere Zukunft bezogen bin ich durchaus zuversichtlich, dass die Dinge, die mir Spaß machen, irgend wann genug einbringen werden, dass auch die Rentenkassen-Spielchen (Ich bin lieb und brav und krank… verlängern Sie meinen Pensionsanspruch?) irgend wann nicht mehr nötig sind.
Herzliche Grüße von Marita