|23. Januar 2013 12:52

10 Lektionen aus dem Fight Club

Im Film „Fight Club“ fliegen Fäuste und Weisheiten. Dorthin, wo’s weh tut. Die Fäuste können die Darsteller Brad Pitt und Edward Norton bei sich behalten, wenn ich vorbeikomme, doch ihre Weisheiten nehme ich gern auf.

Hier sind sie:

10 Lektionen aus dem Fight Club.

Runde 1:

Es muss Dienstag gewesen sein. Er hatte die kornblumenblaue Krawatte um.

Ich mag den Alltag, ich finde ich ihn wichtig und grundsätzlich gut. Wenn alles aber so alltäglich und gleichförmig wie eine Nullinie im EKG-Gerät geworden ist, dass man den Wochentag nur noch daran erkennt, welche Krawatte der Kollege oder man selbst trägt, dann hat der Alltag zu übermächtig geworden.

Runde 2:

Dir Federn in den Arsch zu stecken macht dich noch lang' nicht zum Huhn [...] Du bist nicht dein Job. Du bist nicht das Geld auf deinem Konto. Nicht das Auto, das du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! Und nicht deine blöde Cargo-Hose.

Junge wie Alte streben heute mehr denn je danach, etwas zu haben … und immer weniger danach, etwas zu werden – nämlich sie selbst. Das was sie wirklich wollen, können und vielleicht auch sollten.

Runde 3:

Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich.

Das Problem, das entsteht, wenn wir in erster Linie Materielles anhäufen wollen, geht noch weiter. Besitz kann leicht abhängig machen. Wie sicher oder selbstsicher wir uns fühlen, kann sich rasch mit dem Kontostand und der schicken Karre verknüpfen. Wahre Sicherheit und Selbstsicherheit kommen jedoch von innen, nicht aus Tresoren und Garagen.

Heißt nicht, dass Besitz und das Streben danach unbedingt schlecht ist (mache ich auch) … aber auf jeden Fall bürgt es Gefahren, die man nicht aus den Augen verlieren sollte.

Runde 4:

Wohin ich auch reise, überall portioniertes Leben, portionierter Zucker, portionierte Kaffeesahne, eine Kleinst-Portion Butter, der Mikrowellen-Cordon-Bleu-Bausatz, Shampoo-Conditioner-Fläschlein, Einzelproben Mundwasser, winzige Seifenstücke. Die Leute, die ich auf jedem Flug kennen lerne sind portionierte Freunde. Zwischen Start und Landung verbringen wir unsere gemeinsame Zeit und das war's.

Die Welt ist schnell und mundgerecht geworden. In jeder Beziehung. Ich hab' mich ja selbst einige Jahre überwiegend von Mikrowellen-Kost ernährt. Gesund ist das nicht – weder für den Körper noch für den Geist.

Runde 5:

“Verpiss dich mit deinen grün gestreiften Sofa Sets, ich sage: sei nie vollständig, ich sage: hör auf perfekt zu sein, ich sage: entwickeln wir uns, lass die Dinge einfach laufen! [...] Wir fingen an, die Dinge anders zu sehen. Überall, wo wir hingingen, taxierten wir alles genau. Mir taten die Fitness-Typen leid, die versuchten, so auszusehen, wie es ihnen Calvin Klein oder Tommy Hilfiger einredeten.

Wir lassen uns von Redakteuren aus Hochglanzzeitschriften, die bestimmt oft selbst übergewichtig und ausschließlich mit Ikea eingerichtet sind, vorschreiben, wie wir auszusehen, zu wohnen, zu konsumieren, zu leben haben. Wir versuchen, diese Vorgaben so perfekt wie möglich zu erreichen. Nicht mal, um glücklich zu werden, sondern oft nur, um keine Angriffsfläche zu bieten. Je schneller wir rennen, umso härter ist der Aufprall gegen die Wand, die so immer zwischen uns und unserer Zufriedenheit stehen wird.

Runde 6:

Ist die Zeitkoordinate nur lang genug, sinkt die Überlebensquote für jeden auf Null [...] zuerst musst du wissen, nicht fürchten, sondern wissen, dass du einmal sterben wirst.

Wenig überraschend, für den Intellekt. Und doch so wenig präsent. Alter und Sterben schieben wir soweit weg wie möglich. In der Gesellschaft – und in uns selbst. Dabei beschützt uns der Gedanke an unsere Sterblichkeit vor Zeitverschwendung.

Runde 7:

Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun.

Alles verlieren heißt nicht, alles anzünden und vor einer Ruine stehen. Was wir verlieren müssen, sind die Sorgen um die Gedanken der anderen über uns, die Ausrichtung nach der Norm, die Glaubenssätze, die uns eingepflanzt wurden und nun einschränken.

Runde 8:

"Wissen Sie, warum es an Bord Sauerstoffmasken gibt?" –"Damit man Luft kriegt." – "Von Sauerstoff wird man high. Bei Stress im Katastrophenfall wird die Atmung tiefer als sonst. Ganz schnell wird man euphorisch, gefügig, akzeptiert sein Schicksal. Steht alles hier… Notwasserung mit 900 Kilometern pro Stunde. Ausdruckslose Gesichter, Gelassen wie Hindu-Kühe."

So ist es auch außerhalb von Flugzeugen. In den Büros, auf den Fernsehcouches, in den Geschäften. Wir werden benebelt von den gesellschaftlichen Normen und den Interessen der Industrie. Selbst im Absturz grinsen wir noch mit glasigen Augen vor uns hin.

Runde 9:

Zeit, für das, an was du glaubst, aufzustehen.

Wir haben uns genug geduckt, lange genug getan, was andere von und für uns wollten. Lass' uns aufstehen. Und für das kämpfen, an das wir glauben.

Letzte Runde:

Im Fight Club ging es nicht um Gewinnen oder Verlieren. Es ging nicht um Worte. Die hysterischen Rufe waren wie Gebets-Kauderwelsch in einer dieser Erweckungs-Kirchen. Wenn der Kampf vorbei war, war nichts gelöst, aber nichts war von Bedeutung. Hinterher fühlten wir uns alle errettet [...] Du bist nirgendwo so lebendig wie beim Fight Club.

Nicht der Sieg zählt, sondern der Kampf. Sobald wir aufstehen für das, an das wir glauben, wird das Leben lebendiger als in jedem gekauften Abenteuerurlaub.

Aus „Der Simulant“, einem Buch, das genau wie die Filmvorlage zu „Fight Club“ vom Autor Chuck Palanhiuk stammt, kommen diese Worte:

Es ist unheimlich, aber wir sind jetzt die Pilgerväter, die Spinner unserer Zeit, die ihre eigene alternative Realität verwirklichen wollen.

Wenn Du auch auf der Suche bist und Dir das Zeug gefällt, was es hier für Dich gibt, dann lade ich Dich ein, gemeinsam mit mir und den anderen aus myMONK einen der bescheidenen virtuellen "Tempel" aufbauen für alle Pilger, die ihre eigene alternative Realität verwirklichen wollen.

Die Regeln des myMONK-"Tempels"

… sind ungefähr dieselben wie die im Fight Club.

1. Regel: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club.

Ich bin kein Fan davon, all meine Ziele öffentlich in die Welt zu brüllen. Ein Stück weit ist das für mich als Autor hier zwar immer mal nötig, aber Du selbst brauchst niemandem von Deinen Bekannten berichten, dass Du auf der Suche bist, wenn Du das nicht möchtest.

2. Regel: Ihr verliert KEIN WORT über den Fight Club.

Echt. Du musst niemandem erzählen, dass Du ab und an ein paar Minuten im Tempel verbringst.

3. Regel: Wenn jemand Stopp ruft, schlappmacht, abklopft, ist der Kampf vorbei.

Es ist völlig in Ordnung, Rückschläge zu erleiden. Wir alle kennen das Gefühl, irgendwie vor Ewigkeiten schon mal an dem selben Punkt im Leben gestanden zu haben. Das ist okay, dann stehen wir eben auf, erholen uns, und greifen wieder neu an, wenn die Kraft zurück ist.

4. Regel: Es kämpfen jeweils nur zwei.

Wenn Du per Kommentar etc. eine Meinung vertrittst, sind alle anderen eingeladen, ihre Sicht dazu darzulegen, so können wir alle gemeinsam wachsen. Nicht erlaubt ist, dass Dich mehrere Leute für Deine Worte hier mobben.

5. Regel: Nur ein Kampf auf einmal.

Du musst nicht alles auf einmal ändern. Ein kleiner Schritt nach dem anderen.

6. Regel: Keine Hemden, keine Schuhe.

Du kannst Deinen Panzer aus Besitz und falscher Scham, der Dich schützen soll, draußen lassen. Du brauchst ihn hier nicht. Sei offen, sei Du selbst.

7. Regel: Die Kämpfe dauern genau solange, wie sie dauern müssen.

Hier geht's nicht darum, in vier Wochen erleuchtet zu sein. Oder frei von Schmerzen. Oder am Ziel Deiner Träume. Es geht um den Weg selbst, ganz gleich, wie lang' er ist.

8. und letzte Regel: Wer neu ist im Fight Club, muss kämpfen."

Im myMONK-Tempel gibt es nur Ideen und die Suche, es gibt keinen Anführer, keine Aufnahmeprüfung, keine Strafen für Regelbrüche.

myMONK ist kein Konzern, der von der Chefetage ausgehend nur jene aufsaugt und aussaugt, die irgendwelchen Kriterien entsprechen. Keine Sekte, die Anspruch auf irgendetwas erhebt.

myMONK soll eine Art virtueller Tempel sein und noch mehr werden, der jedem offen steht und in jedem, der auf der Suche ist, alle Fehler verzeiht.

Nicht mehr. Und nicht weniger.
 

 

Photo: links: Film "Fight Club", gefunden auf zehnachtzig.de rechts: y2-hiro

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12 Kommentare

  • hört sich interessant an…..bin dabei.
    Mich hat der Film, unabhängig von den brutalen Szenen, schon sehr beeindruckt. Die Radikalität mit der dort Meinungen vertreten werden, ist schon sehr ‘mitreißend’. Und sowas auf ‘mentale’ Art zu versuchen ist interessant. Der Unterschied zwischen Deinem Angebot und dem fight club ist jedoch, dass ich hier sagen kann, ich mach mit aber trotzdem nichts tun muss…Beim fight club war eine aktion des Möchtegerns schon notwendig. Er musste ‘in den Ring steigen’. Das macht den Unterschied. Ich finde es jedoch trotzdem irgendwie aufregend so was zu probieren…..mir ist nun nur nicht ganz klar wie das jetzt weitergehen soll.

  • Hi Tim,

    ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen…das liest sich gut – aber was genau willst du damit sagen? Kommentare und Bemerkungen waren ja schon immer möglich…bin ich ein “Templer” wenn ich deine Texte kommentiere ;)

  • Hi Piano, hi Birgit,

    danke für eure Zeilen!

    Ich denke, man kann den Tempel nicht betreten – bzw.: man betritt ihn automatisch, wenn man auf myMONK unterwegs ist. Manche ziehen nach 1 Besuch wieder aus, manche bleiben länger.

    Der Tempel ist nur eine Betrachtungsweise: die Leser befassen sich mit sich selbst und myMONK soll ein Ort sein, an dem man zusammentrifft – mit sich selbst, mit mir, mit anderen Lesern.

    Wenn ihr die Tempel-Sache ausweiten möchtet, fällt uns bestimmt was ein – im Moment halte ich’s allerdings für angenehm ohne Aufnahme und ohne Prüfungen, gibt es doch schon genug feste Rahmen und Anforderungen im äußeren Leben.

    Was meint ihr?

    LG

    Tim

    • Hey Piano, Birgit, und Tim,

      diese Frage des “etwas tun müssens” oder so ist hier weitaus relevanter vielleicht als im “echten” Fight Club. Hier hat man vielleicht die Chance – und das war vielleicht Aufhänger – sich kurzzeitig zu verstecken, nicht zu kämpfen. Aber wer auch nach mehreren Besuchen den Tempel NICHT verlässt, der wird wohl kämpfen (müssen) – vielleicht nach einigem “Verstecken” sogar härter, als erwartet! Der Vergleich ist genial: Alle die mitmachen wollen und bleiben, kriegen voll auf die Fresse – und das von sich selbst! Cool, Heilung in der Wurzel. Tim hats aus meiner Sicht richtig formuliert (Tim korrigiere mich, wenn ich falsch liege): Weil ER die Sachen aus seiner Sicht schreibt, nur mit sich ins Gericht geht, nicht gewertet wird über andere und man sich niemals “direkt” angegriffen fühlt, kommt man nicht drumherum, die verrrückten, die unausgesprochenen, die unterdrückten, die tubuisierten, die zehrenden etc. Gedanken zuzulassen. Wie das Resonanzprinzip: Schwinge ich mit oder nicht – das Prinzip urteilt nicht. Folglich ist das Fight Club extended aus meiner Sicht! Ich akzeptiere sehr viele Dinge – aber wenn hier jemand schreibt, dass er immer wieder Interesse zeigt und hier vorbei schaut und nicht kämpfen muss, dann haut er sich die Taschen voll. Keine Ahnung – ich weiß alles, ich weiß nichts!

  • Hallo Tim,
    da ich mich bei diesem post zum ersten Mal zu Wort melde, an dieser Stelle mal zuerst ein Dank an Dich, der Du diese Seite eigentlich sehr gelungen organisierst. Ich finde nur , dass Du aufpassen solltest, daraus kein Weichspülformat zu machen. Ein paar Weisheiten da, ein paar Tipps für Dein Leben dort, aber eigentlich dann doch wieder nur Banalitäten produziert.
    In diesem Fall greifst Du die eigentlich sehr radikale und konsequente These des Films auf und postest die Essenz, sagst aber gelich darauf, es muss ja nich alles so ernst genommen werden. Ich finde, wenn man seinen Weg finden und auch gehen will, muss man sehr konsequent sein. Und deshalb würde ich mir auch hier ernsthafte und ‘radikalere’ posts wünschen, die dann auch verteidigt werden. Dies hat natürlich dann auch Konflikte zur Folge…Ich versteh, wenn Du das so nicht durchhalten willst und kannst. Aber für mich würde die Seite dadurch gewinnen. Weniger Hochglanz-Fotos, mehr provokante Themen und Thesen.

    • Hi Piano,

      danke für Dein Feedback.

      Meine Einstellung ist derzeit, dass die Wahrheit nicht im Radikalen liegen kann oder zumindest nicht muss.

      Konsequenz und provozierende Radikalität sind für mich nicht dasselbe.

      Es sind oft eher die kleinen Schritte, die leisen Töne, die bei Veränderungen helfen.

      Provokation finde ich banaler als selbst kleinste Veränderungen.

      Ich möchte auch aus diesem Grund keine “Ich weiß wie’s läuft und Du machst das jetzt so”-Seite und auch keine, die radikaler ist als ich selbst es bin.

      PS: Was nicht heißt, dass ich nicht gern Deine Meinung lesen möchte oder Deinen Blog lesen würde.

  • Hi Tim,
    leider hab ich bisher noch keinen Blog zustande gebracht. Irgendwie bin ich der Meinung, dass meine Ausscheidungen nicht würdig für einen Blog sind. Außerdem fürchte ich den Druck, dem ich mich damit aussetzen würde. Natürlich hat das wieder mit mangelndem Selbstbewusstsein und auch mangelnder Konsequenz zu tun. Ich bin also auch nicht so konsequent, wie ich wahrscheinlich vorher den Anschein erweckte.
    Versteh mich nicht falsch. Ich bin total Deiner Meinung, dass Veränderungen nur mit kleinen Schritten erreichbar sind und man sich auch immer wieder selber vergeben muss, wenn mal wieder was nicht so gelaufen ist wie man es vorgehabt hatte. Was mich aber am ZEN schon immer am meisten fasziniert hat, ist diese Klarheit. Klar sein in den Anschauungen, Klar sein auf dem Weg. Das hat in sich eine ungemein beruhigende und motivierende Kraft. Gleichzeitig muss man sich aber auch immer wieder klar machen, dass dieses Ideal eigentlich nie erreichbar ist. Und so sich gleichzeitig immer wieder selber verzeihen und den Weg einfach weitergehen. Das ist meiner Meinung nach sowieso der zentrale Gedanke des ZEN. Egal was schief läuft oder passiert: EINFACH WEITER GEHEN. In kleinen Schritten und Nichts erwarten. Das ist die Konsequenz die ich vorher meinte…

    • Hi Piano, da gehst Du aber hart mit Dir ins Gericht, wenn Du von Ausscheidungen sprichst und Dir so einen Druck machst. Vielleicht gibt Dir das hier ja noch einen kleinen Schubs: http://mymonk.de/8-gruende-warum-du-unbedingt-einen-blog-haben-solltest/ . Ich fänds gut, wenn Du Dich trauen würdest. LG Tim

      • Hi Tim,
        Du hast recht, man sollte nicht immer so hart zu sich sein. Aber ich führe derzeit schon meinen internen Blog, sprich Tagebuch und da hab ich halt auch schon gemerkt, dass die Einträge nicht besonders stetig erfolgen. Bei meinem Tagebuch ist mir das egal. Bei einem Blog hätt ich dann eher wieder ein schlechtes Gewissen und den Zwang, was schreiben zu müssen.
        Aber vielleicht ist das ja das Geheimnis daran. Vieleicht trägt dies dazu bei das man öfter schreibt. Egal ob Blog oder Tagebuch, die Stetigkeit ist wichtig.
        Ein weiterer Punkt dabei ist noch: Einem Tagebuch kannst Du Dein Innerstes anvertrauen und das macht auch Sinn. Bei einem Blog würd ich das nie machen. Diese Art von Exhibitionismus will ich dann doch nicht. Kann es also sein, dass der Blog eine Art von Intimität vorspielt, es im Endeffekt aber dann doch meistens nur eine ZurSchaustellung von leeren Phrasen ist?
        Das hört sich jetzt wieder so provokant an…..will ich eigentlich gar nicht. Aber ein eigenes Thema Tagebuch / Blog wär vielleicht ganz interessant..Überlegs Dir mal.

  • Hi Tim,
    habe mir den Film vor 2 Tagen mit meinem Sohn (20J.) angeschaut, der ganz begeistert von der Message war, die bei diesem Film rüberkommt. Tja, und ich war vorerst mal total geschockt von der Brutalität und dem immer wieder kehrenden “Blutspritzen”. Hab mir gedacht: “einmal und nie wieder”! Aber nach einiger Zeit des Nachdenkens, und jetzt nach dem Lesen deiner Passagen – komme ich immer mehr zum Entschluss, ich werde ihn mir nochmal ansehen!! Ich glaube, bei diesem Film ist jede Handlung bzw. Brutalität genau eingesetzt. Genau wie das Gesprochene sind auch die Gewaltszenen bewusst gesteuert um beim Zuseher etwas zu erreichen, ihn wachzurütteln!
    Zum Schluss bleibt man dann selbst über, und denkt nach. “Was will mir der Film sagen?” Und ich bin überzeugt, jeder sieht darin eine andere Botschaft! Und das macht den Film so sinnvoll und interessant! Für jeden Einzelnen eine Aufforderung um nachzudenken! Und bei jedem kommt etwas anderes heraus – das macht den Film so einzigartig!
    liebe Grüße
    Brigitte

  • Hi Piano,

    habe nach meinem ersten Kommentar erst jetzt bis unten gelesen. Du hast weiter oben geschrieben über Dein “Innerstes” und dass Du es Deinem Tagebuch anvertrauen würdest – jedoch nicht Deinem Blog. Weiter gehst Du mit dem Autor ins Gericht (irgendwie)…

    Meine Sicht, und ich mache mich auch nackt, weil ich nicht anders sein kann: Die Intimität und der Exhibitionismus, mit welchen Du zu tun hast, sind “echt”, weil Menschen wie wir – ich schließe Tim da jetzt ein (möge er mir auf die Finger hauen, wenn ich falsch liege…), weil wir es nicht mehr anders können. Weil Du es (noch) nicht kannst – wie Du schreibst – kommt es Dir fremd, unehrlich und nicht-authentisch vor. Aber es ist die blanke Seele, die (eigene) Nackte Wahrheit (nicht zu wörtlich nehmen) und ich ziehe alle Hüte vor dem Inhaber dieses Blogs, dass er es nicht nur fühlen kann, dass er es nicht nur sortieren kann, dass er es nicht nur aufschreibt, sondern dass er es teilt!! Mit uns teilt. Wenn ich lese, wird der Nerv genau getroffen bei mir. Diese Gleichgewicht aus Sichtweise, (Selbst-)zweifel, Anregung, Toleranz und auch “offenlassenderthemenfürdenleser” ist für mich…unglaublich! Ich könnte mich nicht mehr in die Lage versetzen, wenn Tim Deiner letzten Ausführung mal gefolgt wäre und das für sich und nicht öffentlich gemacht hätte!! Gerne kann ich Dir mal in Ruhe schreiben, wie sich mein Leben verändert hat, seit ich hier gastiere. Du wirst mir nicht glauben. Und mit meinen Erfahrungen trete ich in Leben von geliebten Menschen – die sind auch hin und weg. Ich bin dankbar, sehr dankbar, Tim!

  • Tim :-) You make my day … Alles liebe und danke
    Tashi

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